Wie ein Maulwurf gräbt sich Christian Diehl durch Erde. Nicht irgendwelche Erde, sondern einen Kubikmeter Acker, Wald, Halde und Watt. Er hat jeweils genau einen Kubikmeter Erdreich ausgehoben und durchforstet nun den gesamten Bereich nach Fotoobjekten. Nach und nach entsteht so aus einer „repräsentativen Stichprobe“ ein Überblick zu den Wesensmerkmalen des Bodens.
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Welche Pflanzen und -teile, welche Lebewesen, welche Gesteinsbrocken und welche anderen Details sind dort verborgen? Diehl inszeniert mit seiner Kamera eine komplette Durchleuchtung des Fotogegenstandes. Nach den Prinzipien einer sachlichen Fotografie findet eine Art wissenschaftliche Dokumentation mit künstlerischen Obertönen statt. Sie beleuchtet und streift dabei viele Nachbargebiete wie Geologie, Botanik und Zoologie.
Die einzelnen Bilder sind Versatzstücke aus einem Ganzen, die wie ein Gefüge direkt und assoziativ aufeinander zugeordnet sind, da als verbindende Klammer immer der Ausgangs- und Sammelpunkt in dem einen, präzisen und nach Lage und Herkommen genau identifizierbaren Erdblock gegenwärtig ist. Jede der Fotografien ist jedoch nicht nur Fragmentbild, sondern gleichzeitig ein herausgehobenes Einzelstück mit allen ästhetischen Aspekten, wie sie zu einem Kunstwerk gehören.
Nelly Sachs, Schriftstellerin, Berlin – Stockholm
Im Mai 1940 floh Nelly Sachs mit einem der letzten Flugzeuge aus Berlin nach Stockholm. Hinter ihr lag mehr als die Hälfte eines Lebens, das nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Bedrohung geraten war. Vor ihr lagen 30 Jahre Exil, in denen ein lyrisches Werk entstand, das 1966 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt wurde.
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Zum ersten Mal würdigt eine große Ausstellung Nelly Sachs’ Leben und Werk. Anhand einer Fülle von bisher unbekannten Fotos, Texten und Zeugnissen werden die wachsende Radikalität und der kulturgeschichtliche Kontext ihrer Dichtung herausgearbeitet.
„Flucht und Verwandlung“ zeigt, wie sich das Werk der Nelly Sachs entfalten konnte: im Gedenken an eine bekannte, aber verloren gegangene Welt, im Kontakt mit einer neuen, aber fremden Kultur – kurz, in Krise und Umbruch. Mit Hilfe vieler Dokumente können zum ersten Mal die Koordinaten ihres „unsichtbaren Universums“ bestimmt werden. Sowohl das reichhaltige Material als auch Einblicke in wichtige Freundschaften mit Paul Celan und Hans Magnus Enzensberger, Margaretha Holmquist und Rosi Wosk zeichnen das Porträt einer der wichtigsten Dichterinnen des 20. Jahrhunderts.
Die von Aris Fioretos und gewerk design in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Berlin, dem Jüdischen Theater Stockholm, der Königlichen Bibliothek Stockholm, der Schwedischen Botschaft und dem Suhrkamp Verlag entstandene Ausstellung startete im März 2010 im Jüdischen Museum Berlin. Nach weiteren Stationen in Stockholm, Zürich und Frankfurt kommt die Ausstellung zu dem Zeitpunkt nach Dortmund, wenn im Dezember 2011 die Stadt Dortmund zum 25. Mal den 1961 gestifteten, nach der Dichterin benannten Literaturpreis vergibt.
Zur Ausstellung erschien eine von Aris Fioretos kommentierte Werkausgabe in 4 Bänden (Gedichte 1940–50, Gedichte 1951–70, Szenische Dichtungen, Prosa und Übertragungen) sowie eine Bildbiographie unter dem Titel „Flucht und Verwandlung“ (320 S., 450 Abb.), allesamt im Suhrkamp Verlag.
Eine Hör-CD mit einem 20-seitigen Booklet liefert ein akustisches Porträt von Nelly Sachs, mit Originaltönen der Schriftstellerin sowie ihrer Freunde und Weggefährten.
Christbaumschmuck vom Biedermeier bis heute
Sammlung Monika Lennartz
Der Weihnachtsbaum steht im Mittelpunkt des Weihnachtsfestes. Bereits für die frühe Neuzeit ist etwa in Freiburg das Aufstellen eines mit Früchten und Backwerk geschmückten Baumes von der Bäckerzunft belegt. „Du lieber, schöner Weihnachtsbaum ...“ schrieb Hoffmann von Fallersleben im 19. Jahrhundert. Zu dieser Zeit fand der lichtergeschmückte Weihnachtsbaum zunehmend in allen Gesellschaftsschichten Verbreitung.
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Die diesjährige Weihnachtsausstellung widmet sich anhand von reich geschmückten Bäumen aus der Sammlung Monika Lennartz dem Wandel des Christbaumschmucks vom Biedermeier bis in die heutige Zeit. Gezeigt werden z.B. dickwandige Farbglaskugeln, die Vielfalt der Lauschaer Glasobjekte, Baumschmuck aus Dresdner Pappe, leonischem Draht, Watte oder Wachs.
Die Ausstellung bietet zudem Überraschendes: Bereits im 19. Jahrhundert kamen in Deutschland die ersten künstlichen Bäume aus Draht und gespleißten, grün gefärbten Gänse- oder Entenfedern auf.
Weihnachtsmarktstände en miniature spiegeln detailgetreu die lange Tradition der berühmten Märkte in Nürnberg, Dresden oder München. Leihgaben aus dem Museum der Stadt Lünen, weihnachtliche Druckgraphiken, die im 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts zur Popularisierung des Weihnachtsfestes beitrugen, ergänzen die Schau.
Wir bieten Ihnen ein umfangreiches Begleitprogramm zu der Ausstellung an:
Bereits zum sechsten Mal hat die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH den alle Sparten der Bildenden Kunst umfassenden Kunstpreis ausgeschrieben. Mittlerweile hat er sich als einer der wichtigsten Kunstpreise des Ruhrgebiets etabliert.
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In der Ausstellung werden zehn von einer Fachjury nominierte Künstler und Künstlerinnen zu sehen sein, aus denen drei Preisträger ermittelt werden.
Der erste Preisträger erhält neben dem Preisgeld eine Ausstellung im folgenden Jahr. So wird parallel die Preisträgerausstellung von Daniel Burkhardt gezeigt, der den DEW21 Kunstpreis 2010 gewonnen hat.
Burkhardt studierte audiovisuelle Medien im Fachbereich Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien in Köln. 2010 erhielt er den DEW21 Kunstpreis für seine Installation „spalten“. Der Künstler nennt seine Arbeiten selbst „RaumZeitSkulpturen“. Filmsequenzen bilden den Ausgangspunkt seiner Arbeiten. Aus dem Filmmaterial wählt er Einzelframes und Szenen aus, um sie digital zu fragmentieren und virtuos zu neuen, technisch perfekten, ästhetisch faszinierenden, zugleich irritierenden "Bild-Filmen" zu montieren. In diesen sind die gewohnten Regeln der Wahrnehmung, die Sukzession im Raum, die Linearität von Handlung und Zeit, die Grenze von organisch und artifiziell, hässlich und schön auf überraschende Weise außer Kraft gesetzt, ist die Vorstellung von Grenze überhaupt in Frage gestellt.
Modefotografie und -illustration
Eine Ausstellung der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin, im Rahmen des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
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Tiefgreifende Modeumbrüche und miteinander kontrastierende Modebilder als Ausdruck gesellschaftlichen Wandels kennzeichnen die "langen 1960er Jahre" wie kaum ein anderer Zeitraum: Die elegante Lady steht neben dem Girl, der futuristische Space-Look neben
nostalgischer Romantik und folkloristisch gefärbter Hippie-Mode, plakative Pop- und Op-Art-Modelle neben sportlichen Freizeitoutfits. Modische Männerkleidung in schmalen Schnitten und auffallenden Mustern, avantgardistisches Textildesign, Make-up, Frisuren, Hüte und eine vielgestaltige Partymode sind weitere markante Facetten.
Es war eine junge kaufkräftige Generation herangewachsen, die mit den Vorstellungen ihrer Eltern nicht mehr konform ging. Neue Entwicklungen, die Eroberung des Weltalls, die Verbreitung der Antibabypille, die Studentenunruhen von 1968 beschreiben schlaglichtartig die Widersprüche dieser Zeit. Popkultur, Film, Musik und Medien lieferten neue Vorbilder für die jungen Konsumenten, die das Einkaufen zunehmend als Freizeitbeschäftigung schätzten. Spätestens ab der Mitte der 1960er Jahre war die elegante Lady durch Frauen wie Brigitte Bardot und Twiggy abgelöst. Die Pariser Haute Couture blieb zwar für die Elite weiterhin stilprägend, jedoch setzen sich daneben die populäre Jugendmode nach Londoner Prägung, der avantgardistische "Italian Style" sowie der Freizeitlook aus Jeans, Pullovern und T-Shirts durch. Eine ausgesprochene Körperlichkeit der neuen Modetrends, insbesondere der Triumph des Minirocks – unterstützt durch die Erfindung der Strumpfhose – bildete den gewollten Gegenpol zu den "biederen" 1950er Jahren.
Diese Modebilder wurden in neuen Publikumsjournalen verbreitet: Die französische Elle, die englische Queen, die deutschen Petra und Brigitte wurden zu Foren für junge Frauen. Mit twen erschien von 1959 bis 1971 ein gestalterisch wie inhaltlich progressives Heft, das zum Leitbild für eine ganze Generation wurde.
Die Modefotografen der "High Sixties", darunter Helmut Newton, Regi Relang und F.C. Gundlach, lieferten imageträchtige Bildinszenierungen. Die Modeillustratoren verloren demgegenüber, abgesehen etwa von dem international renommierten Antonio Lopez, zunehmend an Bedeutung.
In der Ausstellung sind rund 200 originale Modefotografien und -illustrationen aus der Sammlung Modebild – Lipperheidesche Kostümbibliothek zu sehen, der weltgrößten Fachsammlung und Bibliothek zur Kulturgeschichte von Kleidung und Mode. Strumpfhosen und Strümpfe als eines der markantesten Mode-Accessoires dieser Zeit, Zeitschriften, Schallplattencover sowie Kostproben aus Filmen und Musik runden das Spektrum ab.
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der im Museum erhältlich ist (12,80 Euro).
Erinnerungen an die langen 1960er Jahre
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Parallel zur Ausstellung "High Sixties Fashion" hat das Museum für Kunst und Kulturgeschichte von den Dortmunder Bürger/innen ihre "Lieblingsstücke" aus der Zeit von 1957 bis 1976 erbeten. Nach dem Wiederaufbau, der politischen Stabilisierung und dem Wirtschaftswunder in den jungen Jahren der Bundesrepublik folgte eine lange Spanne des gesellschaftlichen Aufbruchs und der Modernisierung. Jugend- und Popkultur, Emanzipation und Reformen, alternative Lebensstile und überraschendes Design veränderten auch die Sachkultur des Alltags. Diese Umbruchzeit soll mit persönlichen Gegenständen und Geschichten aus Dortmund im Museum präsent werden.
Zu sehen sind Dinge, die sich noch im häuslichen Gebrauch befinden, genauso wie Kleidungsstücke, Accessoires, Kleinmöbel oder Urlaubssouvenirs. Ob der vom ersten Gehaltsvorschuss erworbene, "Schneewittchensarg" genannte Plattenspieler der Firma Braun oder das bei einem Preisausschreiben gewonnene Rot-Weiß Essen-Trikot von Horst Hrubesch – jedes Lieblingsstück hat einen Grund, weswegen es die Zeit überdauert hat und nun in der Ausstellung zu sehen ist.
Zwei Erzählcafés am 20. August und 17. September geben die Gelegenheit, über die eigenen Erinnerungen an die Zeit zwischen 1957 und 1976 bei Kaffee und Kuchen zu plaudern.
Die Fotografin Eva Horstick-Schmitt reist seit mehr als zehn Jahren durch das Revier und fotografiert Familien in deren Lebensumfeld.
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Das Ergebnis ist ein multikultureller und authentischer Blick hinter die Kulissen, der die Menschen des Ruhrgebietes in den Mittelpunkt stellt. Zu sehen sind Alleinerziehende ebenso wie die Patchworkfamilie, die Familie mit fünf Kindern ebenso wie die Ein-Kind-Familie, in nachdenklichen Situationen, mit lustigen Gesichtern, mit und ohne Hobbies.
Die alten Zöpfe abgelegt, ohne die Wurzeln zu verleugnen und neue Zöpfe ausprobiert, ohne sich zu verbiegen. Das ist das Revier. Die Menschen hier sind authentisch und lebensfroh, können über sich selbst lachen. Das herauszukitzeln und ungekünstelt zu fotografieren ist Horstick-Schmitts Stärke. Die Menschen auf den Bildern wirken wie nahe Verwandte oder Bekannte, die man gerade besucht hat. "Unretuschiert" ist als Dauerfotoprojekt angelegt und gilt als "Denkmal" für die Menschen im Revier.
Die Ausstellung wird durch die Helmut-Raschinski-Stiftung der Dortmunder Volksbank gefördert.
Schlager sind eine im deutschsprachigen Europa weitverbreitete Stilrichtung der populären Musik. Der Begriff Schlager bezeichnet seit den 1860er Jahren erfolgreiche, "einschlagende" Musikstücke.
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Typische Schlager zeichnen sich durch gefühlsbetonte Texte und eingängige Melodien aus. Die meisten Schlager sind Tagesware für den Augenblick, manche jedoch überdauern in ihrer Beliebtheit und Relevanz Jahrzehnte. Schallplatten und CDs von Interpreten wie Caterina Valente, Udo Jürgens, Peter Alexander sind millionenfach verbreitet. Millionen Menschen lieben den Schlager, Millionen Menschen reiben sich an ihm. Deshalb spielt der Schlager in unserer Gesellschaft eine bedeutende Rolle.
Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund zeigt eine von dem Historiker Ingo Grabowsky für das Stadtmuseum Sachsenheim konzipierte Wanderausstellung, die dort bis zum 24. April zu sehen ist.
Anhand von 26 unterhaltsamen wie ernsten Themen wird eine Zeitreise des Schlagers von A bis Z präsentiert: Von A wie Amerika über G wie Grand Prix, P wie Publikum bis Z wie ZDF-Hitparade zeigt sie ein breites Panorama der leichten Muse. Zahlreiche interaktive Elemente und Medien beleben die Ausstellung, die für die Station in Dortmund um weitere Originalexponate bereichert wurde.
Neben Führungen findet am 9. Juni 2011 ein Schlagerabend mit WDR 4 als Talkshow mit den Schlagerstars Mary Roos, Ingrid Peters, Frank Schöbel und Bernhard Brink in der Rotunde des Museums statt. Weitere Veranstaltungen zu dieser Ausstellung entnehmen Sie bitte der Tagespresse.
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der im Museum erhältlich ist (15 Euro).
Die Ausstellung zeigt Werke des 1877 in Dortmund geborenen Künstlers Benno Elkan, die sich in öffentlichem Besitz befinden.
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In München und Karlsruhe zunächst als Zeichner ausgebildet, wandte Elkan sich zunehmend der Plastik zu und war schließlich ganz als Bildhauer tätig. Gegenstand der Ausstellung sind, neben ausgewählten Zeichnungen aus den frühen Studienjahren, Medaillen und Bildnisbüsten. Zudem werden einige seiner Grabdenkmäler vom Dortmunder Ostfriedhof dokumentiert. Auch wird in Fotografien an Elkans spätes Meisterwerk erinnert: die große Menorah, ein siebenarmiger Leuchter vor dem Regierungsgebäude in Jerusalem. Elkan zog 1919 nach Frankfurt/Main, wurde aber 1934 durch die nationalsozialistische Diktatur ins Exil nach London gezwungen, wo er 1960 starb.
Eine Ausstellung zum 50. Geburtstag der Dortmunder Gruppe 61
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Ein Projekt des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt in Kooperation mit dem Institut "Moderne im Rheinland" an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Technischen Universität Dortmund.
Wir schreiben das Jahr 1961. In Berlin beginnt der Mauerbau, in ganz Deutschland wird ‚Die Pille’ käuflich und in Dortmund? In Dortmund bricht eine Gruppe auf, den Literaturbegriff zu verändern. Sie nennen sich die Dortmunder Gruppe 61 und kommen aus dem ganzen Land in diese Stadt. Sie sind Arbeiter, Bergmänner, Angestellte, sie sind schreibende Menschen, die den Gegenstand ihres Alltags, die Arbeit, literarisch erfassen wollen. Ein Skandal, der der Öffentlichkeit nicht lange verborgen blieb und für umfangreiche Diskussionen in allen Medien sorgte: Was ist das eigentlich – Literatur? Und wer macht Literatur?
Die Dortmunder Gruppe 61 hat in den 1960er Jahren den Literaturbegriff verändert, er sollte nicht mehr Ausdruck einer intellektuellen Elite sein, sondern Ausdruck von Menschlichkeit, Solidarität und Gegenwart. Heute ist die Gruppe fast vergessen. Die Ausstellung erinnert an die wichtige Bewegung und stellt die Frage neu: Was ist das eigentlich – Literatur?
Zur Ausstellung ist ein Katalog erhältlich.
Die Fotografin Gitta Seiler taucht mit ihren Arbeiten in die raue Wirklichkeit von Mädchen in schwierigen Lebenssituationen ein.
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In vier Fotoserien ("weggerannt", "abgetrieben", "eingesperrt", "ungewollt") porträtiert sie den Alltag von Ausreißerinnen, minderjährigen Müttern, Insassinnen einer Jugendstrafanstalt und begleitet minderjährige Mädchen in eine Abtreibungsklinik.
"Gitta Seiler legt in den vier Abhandlungen ihre Finger in offene Wunden. Sie grenzt ein, umschreibt, benennt und das aus einer scheinbaren Unemotionalität heraus. Gleichwohl ist sie ergriffen ob der bitteren Lebenserfahrungen junger Menschen in einer aus den Fugen geratenen Welt. Die Fotografien sprechen in leisen, eindringlichen Worten von Mädchen in Zerbrechlichkeit und Stärke. Das, was hier den Protagonistinnen widerfährt, kann für viele andere gelten. Mit klarem Blick, der auch das Umfeld wahrnimmt, zeichnet sie Bilder, die in ihrer anrührenden Strenge als Metaphern von Menschen bestehen." (Barbara Lipps-Kant)
Gitta Seiler (*1967) studierte Foto-Design bei Arno Fischer. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt sie das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg sowie das Arbeitsstipendium der Stadt Konstanz. Seit 1998 ist sie freiberuflich tätig und seit 2007 Dozentin an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin.
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Sammlung Prinzhorn Heidelberg, der Sammlung Morgenthaler Bern und Art-Transmitter Dortmund.
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Die Heidelberger Sammlung ist benannt nach dem Kunsthistoriker und Arzt Hans Prinzhorn (Hemer i. Westf. 1886–1933 München), der 1919 als Assistent an die Psychiatrische Klinik der Universität Heidelberg kam. Deren Leiter Karl Wilmanns hatte ihn beauftragt, eine bereits bestehende kleine Kollektion künstlerischer Arbeiten von Psychiatriepatienten mit Werken aus anderen psychiatrischen Anstalten zu erweitern und in einer wissenschaftlichen Studie auszuwerten. So entstand Prinzhorns Buch "Bildnerei der Geisteskranken. Ein Beitrag zur Psychologie und Psychopathologie der Gestaltung" (1922). Er erkannte ihren Wert und ihren Einfluss auf die moderne Kunst. Die Ausstellung zeigt moderne Arbeiten der heute noch existierenden Sammlung mit älteren Werken aus der Sammlung Morgenthaler sowie aktuelle künstlerische Arbeiten von Psychiatrieerfahrenen des Vereins Art-Transmitter, einem Projekt der "Europäischen Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V.".
Sexualität ist ein bisher in der Darstellung der Kunst von Insassen psychiatrischer Einrichtungen ein noch fast unbehandeltes Thema. Sie wurde in den Anstalten um 1900 tabuisiert. Die Abteilungen waren strikt nach Männern und Frauen getrennt, so dass sexuelle Handlungen, wenn überhaupt, dann gleichgeschlechtlich stattfinden mussten. Sehnsüchte und Verlangen wurden unterdrückt und häufig künstlerisch verarbeitet.
Während Frauen eher die romantische Seite der Liebe betonten und Bilder von Traumprinzen oder Hochzeiten malten, wurden die Männer konkreter und stellten die Objekte ihrer Begierde in eindeutigen Posen dar. Seit Mitte des 20. Jahrhundert änderten sich die Darstellungen hin zu recht realen Szenen, die auch Masturbationen oder sexuelle Übergriffe nicht ausschlossen.
Die Ausstellung wird damit zu einem einzigartigen Projekt, das neben der überraschenden Ästhetik der Bilder Einblicke in die Geschichte der Psychiatrie und den Umgang mit ihr liefert.
Sie ist ein Projekt im Rahmen von "TWINS" der Kulturhauptstadt RUHR.2010.
Wunschzettel und Gabentische aus 100 Jahren
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Seit Ende des 19. Jahrhunderts schreiben Kinder in der Vorweihnachtszeit Wunschzettel. Manche sind direkt an himmlische Gabenbringer adressiert, andere geben in Listenform an, was man sich sehnlichst wünscht und, zumeist am Ende der Aufzählung, was ebenfalls noch als Geschenk akzeptiert werden würde - hier stehen oft die nützlichen Dinge. Als Wünsche finden sich neben Spielzeug aller Art und Kleidungsstücken auch Erstaunliches wie eine Tube Zahnpasta, die Reparatur der Lieblingspuppen oder Immaterielles wie die Genesung der Mutter. Solche Wunschzettel ermöglichen nicht nur einen Einblick in die privaten Lebenswelten und die Persönlichkeiten der Kinder, sondern spiegeln auch die jeweiligen historischen Umstände wider: die Überseebriefmarken als Wunsch 1928 in Zeiten großer Auswanderungswellen oder die Bitte um einen einfachen Tannenbaum 1946 in der Nachkriegszeit.
Die diesjährige Weihnachtsausstellung zeigt einen Querschnitt der oft liebevoll gestalteten Wunschzettel aus 100 Jahren mit dazu passenden Geschenken. Nach historischen Quellen zusammengestellte Gabentische und Christbäume - geschmückt entsprechend der Mode verschiedener Zeiten - ergänzen das Thema Bescherung.
Geboren in Istanbul, arbeitet Timurtaş Onan seit mehr als 18 Jahren als Fotograf und Künstler und erhielt seither über 40 Auszeichnungen für sein künstlerisches Werk.
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In seinen Fotografien von Beyoğlu, dem "europäischsten" Stadtteil Istanbuls, treten die traditionellen Symbole und Postkartenmotive in den Hintergrund und tauschen den Platz mit den Menschen der Stadt. Sie erzählen die Geschichte dieser Menschen, bescheiden, unprätentiös, ohne Pose. Wie die Tauben, die oft in seinen Fotos zu sehen sind, durchstreift Onan die Stadt und mischt sich unter die Passanten, deren Leben und Treiben er einfängt. Man kann beinahe hören, wie er vor sich hinpfeift, während er auf dem Weg ist ...
Die Ausstellung - kuratiert von Beste Gürsu - ist eine Kooperation mit dem Kulturbüro Beyoğlu und eine Referenz an die Kulturhauptstadt Istanbul 2010.
Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte präsentiert die Wettbewerbsausstellung "DEW21 Kunstpreis 2010"..
Weitere Infortmationen
Bereits zum fünften Mal hat die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH den alle Sparten der Bildenden Kunst – Skulptur, Malerei, Zeichnung, Fotografie, Installation und Medienkunst – umfassenden Kunstpreis ausgeschrieben
Mittlerweile hat er sich als einer der wichtigsten Kunstpreise des Ruhrgebiets etabliert. In der Ausstellung werden elf von einer Fachjury nominierte Künstler/innen zu sehen sein, aus denen drei Preisträger ermittelt werden. Der erste Preisträger erhält neben dem Preisgeld im folgenden Jahr eine Ausstellung.
So wird parallel die Preisträgerausstellung von Adriane Wachholz gezeigt, die den DEW21 Kunstpreis 2009 gewonnen hat. Wachholz erhielt ihn für ihre spartenübergreifenden Videoprojektionen, die in Kombination mit Zeichnungen ein Spannungsfeld zwischen Realität und psychologischer Innenwelt erzeugen. Es werden neue Installationen aus Zeichnung, Video und Bildern gezeigt, die während einer diesjährigen Künstlerresidenz in Finnland entstanden sind. Die Arbeiten setzen sich mit dem klassischen Landschaftsbild auseinander – vertraute Waldlandschaften werden zu reduzierten Objekten und Formen, Landschaften den natürlichen Gesetzen enthoben.
Es ist hierzu ein Katalog erhältlich.
Exil Café ist ein groß angelegtes, reisendes Gesamtkunstwerk, das sich stets neu, flexibel und reaktionsschnell präsentiert. In diesem Jahr findet das Werk eine vorübergehende Heimat im Ruhrgebiet, der Europäischen Kulturhauptstadt 2010. Es inszeniert sich an unterschiedlichen Orten der Region als Teil städtischer Kulturhauptstadt-Projekte.
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Oberthema ist das geistige Exil des einzelnen Menschen, der sich in der Gesellschaft nicht vertreten sieht. Die Künstler beleuchten dies mit immer wieder anderen Ausdrucksformen der Darstellenden und Bildenden Kunst. Aktionen, Performances, Ausstellungen und Auftritte bilden Teilstücke des gesamt Werkes.
Unter dem Titel "Der Bruch der Reise" ist das nächste Teilstück als Rauminstallation im Künstlerhaus Dortmund zu erleben. Während ihres Gastaufenthaltes werden die Künstler das Haus am Sunderweg intensiv kennenlernen. Dabei entstehen Fotos und Filme, die auf eine andere Installation der kunstgruppe GOTTLIEB stoßen: "Find The Net". Diese Installation ist ein weltweit präsentes, sich ständig wandelndes Kunstwerk, das den Betrachter mahnt, die eigene Rolle im politischen und wirtschaftlichen System zu reflektieren. Dabei kommt es zu einer kraftvollen Kollision – und zugleich zu einem Nachdenken über die Ursachen der Entfremdung und geistigen Heimatlosigkeit in einer vorwiegend materiell orientierten Gesellschaft.
Eine Ausstellung im Rahmen von "FotoEcke"
Auf der Ravensberger Straße befindet sich der legale Straßenstrich Dortmunds.
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Mit der Verlagerung der Prostitution aus den Wohnvierteln der Nordstadt ging die Legalisierung der Arbeit der Prostituierten einher.
Seit Jahren setzt sich die Kommunikations- und Beratungsstelle für Prostituierte, kurz Kober, für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz dieser Frauen ein. Nach einer langen und kontrovers geführten lokalpolitischen Debatte wurden 2006 in der Ravensberger Straße die geforderten Sicherheitsboxen errichtet.
"Wunschbox" entstand in den Jahren 2004 und 2010 und bildet den Auftakt einer bislang dreiteiligen Reihe von Arbeiten der Fotografin Iris Wolf, die sich mit sozialkritischen und gesellschaftsrelevanten Themen befasst.
In Anlehnung an die Ausstellung "Wunschbox" leitete Iris Wolf und in Kooperation mit der vhs Dortmund den Fotografie-Workshop "Die Zeichen unserer Stadt – eine Auseinandersetzung".
Eine europäische Geschichte
Kinematografische Installation von Péter Forgács und Gusztáv Hámos
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Ein intermediales Forschungs- und Ausstellungsprojekt des .CHB
Eine Ausstellung im Rahmen von "scene ungarn in nrw – 40. internationale kulturtage der stadt dortmund 2010".
Das Projekt "Deutsche Einheit am Balaton" vergegenwärtigt eine der eigentümlichsten Perioden der innerdeutschen und europäischen Geschichte. Jenen bedeutsamen Teil der Geschichte der während des Kalten Krieges gespaltenen deutschen Nation, der sich jahrzehntelang – zwangsläufig und skurrilerweise – außerhalb des eigenen Territoriums abspielte. So gab es von den 1960er bis 1980er Jahren auf ungarischem Staatsgebiet, insbesondere rund um den großen Binnensee Balaton, einen "exterritorialen" Begegnungsort.
In unzähligen gezielten oder zufälligen persönlichen Begegnungen nahmen Ost- und Westdeutsche dort – wie ein Zeitzeuge es formulierte – die deutsche Einheit vorweg und bereiteten damit die friedliche Revolution vor. Die vom Collegium Hungaricum Berlin initiierte Ausstellung konzentriert sich auf diese lange und widersprüchliche Geschichte und nicht (nur) auf ihr "Happy-End", den Sommer 1989 und die darauf folgenden Monate der Umbrüche in Europa.
Die Schau in der Ausstellungshalle der Dortmunder Museen besteht aus mehreren medialen Räumen zu verschiedenen Themen. Gezeigt werden u. a. Fotos, Filme und Zeitzeugenberichte als kinematografische Installation von Gusztáv Hámos und Péter Forgács. Letztgenannter ist Medienkünstler und unabhängiger Filmemacher aus Budapest. Seine Videos werden in den großen Kunstsammlungen der Welt gesammelt, vom Centre Pompidou bis MoMA und dem J. Paul Getty Museum. Durch seine Mitarbeit am Projekt ist dieses als Gesamtkunstwerk mit deutlichem politischem Anliegen zu sehen.
Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen, welches zum Preis von 19,90 Euro im Museumsshop erhältlich ist.
Tirzah Haase fotografiert von Eva Horstick-Schmitt
Im November 2008 erhielt die Schauspielerin und Sängerin Tirzah Haase die Diagnose Brustkrebs, Cancer positiv. An das Leben auf der Bühne und in der Öffentlichkeit gewöhnt, versteckte Tirzah die Krankheit nicht.
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Im Gegenteil: Sie fragte die Fotografin Eva Horstick-Schmitt, mit der sie seit der Jahrtausendwende durch gemeinsame Projekte und in Freundschaft verbunden ist, ob sie die Stationen ihrer Krankheit mit der Kamera begleiten wollte. So entstand ein Bilderzyklus vom Besuch beim Frisör, wo Tirzah ihre Haare millimeterkurz schneiden ließ, über die Verabreichung der Chemotherapie im Hospital, bis hin zur Feier ihres 50. Geburtstages im Freundeskreis nach überstandener Erkrankung. Sensible Fotos geben Eindrücke in das Innere einer an Brustkrebs erkrankten Frau, der es heute besser geht als vorher, weil die "Häutungen" durch den Krebs ihr neue Perspektiven für das Leben gegeben haben. Reife und Wachstum waren nach den Tiefen der Krankheit ein wertvolles Ergebnis: Cancer positiv.
In der Ausstellung sind rund 40 Fotografien von Eva Horstick-Schmitt, kommentiert von Tirzah Haase, zu sehen. Beide Künstlerinnen, die jeweils in ihrem Metier internationale Anerkennung fanden, leben in Dortmund. Die Ausstellung möchte Frauen in vergleichbarer Situation Mut machen und die Krankheit Brustkrebs darüber hinaus in einer breiteren Öffentlichkeit mit künstlerischen Mitteln thematisieren.
Zwei Abendveranstaltungen mit einem informativen und unterhaltsamen Programm begleiten die Ausstellung. Der Eintritt hierzu ist jeweils frei.
Backformen aus Metall haben eine lange, bis in die römische Antike zurückreichende Tradition. Gewürzkuchen mit Früchten, Nüssen, Essenzen und vielem anderen mehr blieben im Mittelmeerraum und im Orient bis in die Neuzeit beliebt.
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Der Napfkuchen, gebacken in einer turbanähnlichen Form, soll beispielsweise in der Türkei "erfunden" worden sein. Seinerzeit gelangten derartige Genüsse auch nach Mitteleuropa, insbesondere an die fürstlichen Höfe. Stanislaw, König von Polen und Schwiegervater Ludwigs XIV. wird nachgesagt, tagtäglich Napfkuchen als Dessert verzehrt zu haben.
Die feine Kochkunst des 18. und 19. Jahrhunderts für die höfische und großbürgerliche Küche zelebrierte das Anrichten von Speisen. Kuchen, Cremes, pikante Sülzen und süße Gelees dienten nicht nur dem Verzehr, sondern waren vor allem auch opulenter Tafelschmuck. Nahezu jedes Gericht verlangte nach einer bestimmten Form. Hergestellt wurden die innen verzinnten oder versilberten Formen aus Kupfer und Weißblech in Manufakturen, deren Kataloge die enorme Formenvielfalt spiegeln. Der Pariser Fabrikant Ch. Trottier Fils unterhielt um 1860 bereits Filialen in Lyon, Nizza, London, Neapel, Genua, Brüssel, Konstantinopel und Hannover!
Die Sammlung von Sturzformen des 19. Jahrhunderts aus dem Leopold Museum Wien wurde wegen ihrer bizarren, an Skulpturen erinnernden Formen angelegt. In der Ausstellung sind rund 60 dieser kunstvoll gearbeiteten Exponate assoziativ mit Architekturmotiven kombiniert. Losgelöst von ihrer konkreten Bestimmung verschwimmen für den Betrachter die Grenzen zwischen Alltagskultur und Kunst.
Katalog zur Ausstellung: Hildegard Wiewelhove (Hg.), Kubistische Kuchen und geometrische Gelees. Abstrakte Kunst am Kalten Buffet oder zur Genese des allgemein beliebten Wackelpeters, Bielefeld (Museum Huelsmann) 2008, Preis im Museumsshop (Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund): 10 Euro
Zur Ausstellung gibt es ein eineinhalbstündiges buchbares Kindergartenprogramm:
Beim Ausflug an des Fürsten Tafel erfahren Kinder, wie man früher in den Adelshäusern das Essen präsentierte oder wann man eine Tafel festlich dekorierte. Nach einer Einführung in das Reich der Back- und Geleeformen aus dem 19. Jahrhundert haben die Kinder dann Gelegenheit, deren Formenvielfalt zu erforschen und Ähnlichkeiten mit bekannten Bauwerken – etwa Pyramiden, Schlössern oder Burgen – zu entdecken. Auch lernen die kleinen Teilnehmer Näheres über die Herstellung von Gelees, Sülzen und Kuchen. Jedes Kind bereitet sich zudem seine eigene Götterspeise zu, die wir in gemütlicher Runde gemeinsam verzehren. Die Kosten betragen pauschal 22,50 Euro pro Gruppe plus 0,50 Euro Materialkosten pro Kind. Es können maximal 20 Kinder teilnehmen.
Diese Ausstellung widmet sich den farbensprühenden Werken des Berliner Impressionismus.
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Sie stammen aus dem Bestand der Nationalgalerie Berlin und wurden ausgewählt von Dr. Angelika Wesenberg, Nationalgalerie Berlin. Die Ausstellung ist Teil des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
In einer Welt des Umbruchs, Aufbruchs und Zusammenbruchs kurz vor dem Ersten Weltkrieg feierten die Künstler die heitere Seite des Daseins. Max Liebermann, Wilhelm Trübner, Max Slevogt, Lovis Corinth, Lesser Ury und Walter Leistikow bildeten den Kern der 1898 gegründeten Berliner Secession. Diese Vereinigung wandte sich radikal gegen den herrschenden Kunstbetrieb der staatlichen Akademien mit ihren pathetischen, historisierenden und angeblich moralisch erhebenden Themen.
Beeindruckt von den Errungenschaften des französischen Impressionismus zeigten die Künstler mit heller Palette und freiem Pinselstrich vor allem die einfachen Freuden des Lebens, einen Spaziergang am Meer, ein lichtdurchflutetes Zimmer oder einen geselligen Biergarten. Licht, Farbe, die Liebe zur Natur und der spontane Eindruck sind die Hauptakteure dieser freundlichen Gemälde.
Es erscheint der Katalog "Berliner Impressionismus. Werke der Berliner Secession aus der Nationalgalerie" (20,00 Euro).
Die Ausstellung wird großzügig unterstützt von der Sparkasse Dortmund und der Kulturstiftung Dortmund.
Begleitend zur Ausstellung bietet das Museum Führungen, Seniorenveranstaltungen, Kindertage sowie Vorträge an.