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Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Rotunde im Museum für Kunst und Kulturgeschichte
Foto: Karin Hessmann

Provenienzforschung

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte erforscht in Zusammenarbeit mit dem Museum Folkwang Essen intensiv die Provenienz seiner zwischen 1933 und 1945 angekauften Gemälde.

Zeitraum:
April 2009 bis voraussichtlich Dezember 2012
Projekttyp:
Systematische Erschließung von Sammlungsbeständen
Kooperationspartner:
Arbeitsstelle für Provenienzrecherche und Provenienzforschung Berlin, Museum Folkwang Essen
Ziel:
Porträt des Galeristen Dr. W. A. Luz erworbenen Gemälde, Klärung der Provenienz der von ihm angekauften Gemälde

Friedrich Wilhelm von Schadow, Bildnis einer Dame, o. J. Öl/Leinwand, 65 x 55 cm Unbez. Erworben November 1939 Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund

Lupe: Klicken zum Vergrößern Friedrich Wilhelm von Schadow, Bildnis einer Dame, o. J. Öl/Leinwand, 65 x 55 cm Unbez. Erworben November 1939 Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund
Foto: Madeleine-Annette Albrecht

Provenienzforschung – die Untersuchung früherer Eigentumsverhältnissen eines Kunstwerkes oder Kulturgegenstandes – ist für Museen und Sammler ein bedeutendes Feld. Sie gibt Aufschluss über die Wanderschaft eines Kunstwerkes durch die Hände verschiedener Besitzer und kann so wichtige Erkenntnisse über die Originalität und Urheberschaft eines Objektes liefern. Nicht zuletzt dient sie dazu, die aktuellen Eigentumsverhältnisse oder eventuell bestehende Ansprüche festzustellen und zu klären.

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte ist wie alle öffentliche Museen der Bundesrepublik Deutschland bemüht, offene Fragen in Bezug auf unter nationalsozialistischer Herrschaft enteignete oder geraubte Kunstwerke in seiner Sammlung zu beantworten und gerechte und faire Lösungen zu finden.

Durch die Washingtoner Erklärung aus dem Jahr 1998 und die selbstverpflichtende Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der Kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturguts im Jahr 1999 wurden diese Bemühungen verstärkt.

Im April 2009 konnte schließlich dank der Unterstützung der Arbeitsstelle für Provenienzrecherche und Provenienzforschung Berlin ein Projekt ins Leben gerufen werden, das zusammen mit dem Museum Folkwang Essen durchgeführt wird. Ziel des Projektes ist die Erforschung der Provenienzen von Gemälden des 19. Jahrhunderts, die nach 1935 vor allem über die Galerie Dr. W. A. Luz, in die Sammlungen beider Museen gelangten.

Heinrich Ferdinand Grünewald, Amor überrascht eine Nymphe, 1838 Öl auf Leinwand, 76 x 90,5 cm Bez.: Grünewald 1838 Erworben Januar 1940, Stiftung des Dortmunder Museumsvereins Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund

Lupe: Klicken zum Vergrößern Heinrich Ferdinand Grünewald, Amor überrascht eine Nymphe, 1838 Öl auf Leinwand, 76 x 90,5 cm Bez.: Grünewald 1838 Erworben Januar 1940, Stiftung des Dortmunder Museumsvereins Museum für Kunst und Kulturges
Foto: Madeleine-Annette Albrecht

Diese Galerie war von 1935 bis 1959 unter wechselnden Geschäftsadressen in Berlin ansässig, der Inhaber Wilhelm August Luz (*1892 in Göppingen, † 1959 in Berlin) verkaufte dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte in der Zeit von 1937 bis 1948 zehn Gemälde.

Sowohl das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund als auch das Museum Folkwang in Essen haben die Kunsthistorikerin Dr. Ulrike Gärtner als freie Mitarbeiterin beider Museen mit der Durchführung des Projektes betraut. Dr. Gärtner wurde von Oktober 2009 bis September 2010 von Dr. Sibylle Ehringhaus unterstützt.

Kontakt

Museum für Kunst und KulturgeschichteDr. Brigitte BuberlKunsthistorikerin
44137 Dortmund
Leiterin der Kunstsammlungen
Telefon: 0231 50-25504
Fax: 0231 50-25511
E-Mail: bbuberl@stadtdo.de
Internet: mkk.dortmund.de
Symbol: Kontakt

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