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Museum für Naturkunde

Amethystdruse

Sammlung

Biowissenschaften

Riesenschildkröte

Lupe: Klicken zum Vergrößern Neben einem Wildschwein, Biber und Reh kann auch eine Riesenschildkröte in der Austellung angeguckt werden.

Die biologische Systematik, vom Einzeller bis zu den Säugetieren, bildet zur Zeit das Grundgerüst der gesamten zoologischen Ausstellung. Darüber hinaus wird besonderen Wert darauf gelegt, dem Besucher die heimische Tierwelt näher zu bringen: Wildschwein, Biber und Reh, Schleiereule, Gans und Fledermaus. Aber auch beeindruckende Exponate von weither sind in der Ausstellung zu finden: eine Riesenschildkröte von den Seychellen oder ein über 2,50 m langes Thunfischskelett. Einige Dioramen geben einen guten Überblick über die heimischen Pilzarten.

Der paläoanthropologische Ausstellungsbereich hält Antworten auf viele Frage zur Herkunft und Evolution des Menschen und seiner Vorfahren bereit und lädt ein, sein Wissen zu diesem Thema spielerisch an einem Computer-Terminal zu überprüfen.

Das Süßwasser-Aquarium wird zur Zeit umgebaut.

Außer den Fischen gibt es noch eine Vielzahl anderer lebender Tiere, die das Museum bevölkern. Angefangen bei einem Bienenstock, dessen Bewohner man beim Wabenbau, der Brutpflege und beim "Futtertanz" beobachten kann, über Spinnen, Kröten und Insekten, die bei manchem Besucher eine kleine Gänsehaut erzeugen, bis zu einem größeren Terrarium, in dessen Pflanzendickicht kleinere Reptilienarten zu entdecken sind.

Geowissenschaften

Fossil eines Urpferds

Lupe: Klicken zum Vergrößern Neben anderen Fossilien findet sich im Museum für Naturkunde ein Urpferd aus Messel.

Die Geologie nimmt neben der Biologie aufgrund der langen bergbaugeschichtlichen Tradition in unserem Gebiet eine zentrale Stellung im Ausstellungsbereich ein. Durch die Nähe zu den Kohlezechen im Ruhrgebiet sowie den Erz- und Mineralbergwerken im Sauerland, Siegerland, Bergischen Land und dem Münsterland gab es immer wieder Möglichkeiten, die Sammlungsbestände zu erweitern. Intensiv beschäftigt sich die Ausstellung mit dem Kreislauf sowie der Entstehung und Einteilung der Gesteine. Selbstverständlich wird auch die Kohle, als brennbares Sedimentgestein, ausführlich behandelt.

In der paläontologischen Abteilung kann man, vom Präkambrium bis zum Quartär, die Entwicklung des Lebens anhand von Fossilien, Dioramen und Lebensbildern durch die Jahrmillionen der einzelnen Erdzeitalter verfolgen. Während der Kreidezeit war das Dortmunder Gebiet vom Meer bedeckt, in dem tintenfischähnliche Kopffüßler - besser als Ammoniten bekannt - lebten. Heute zieren ihre mächtigen Überresten eine große Museumswand. Sämtliche Exemplare kamen bei Grabungen im Stadtgebiet ans Tageslicht. Ein besonderer Bereich ist dem Tertiär gewidmet. Aufgrund eigener Ausgrabungen in der alttertiären Ölschiefergrube Messel bei Darmstadt ist das Museum in der Lage, eine große Anzahl hervorragend erhaltener Fossilien zu zeigen. Darunter eines der seltenen Urpferdchen, die als Vorläufer unserer heutigen Pferde nur Fuchsgröße erreichten. Bei den fossilen Pflanzen nimmt die Sammlung versteinerter Baumscheiben einen herausragenden Platz ein.

Die umfangreiche Mineraliensammlung des Naturkundemuseums gliedert sich in mehrere Bereiche. Ein Teil beschäftigt sich mit der Systematik der Mineralien. Der regionale Teil zeigt wichtige Sammlungen aus Nordrhein-Westfalen und ein weiterer Bereich eine faszinierende Mineraliensammlung aus Tsumeb, Namibia.

In einem speziellen Mineralienkabinett findet man eine Auswahl farbenprächtiger Mineralien aus aller Welt; als Rohstein und einige auch nach ihrer Verarbeitung zum Gebrauchsgegenstand oder als Schmuckstück. Im Mittelpunkt steht hier eine große Bergkristallgruppe. Im Fluoreszenz-Kabinett kann man in beeindruckender Weise Bekanntschaft mit Leuchterscheinungen von Mineralen machen, die normalerweise in der Natur nicht zu beobachten sind.

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