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Museum Ostwall

Dortmunder U
Dortmund-Agentur / Soeren Spoo

09/2011 – Christina Kubisch "flying magnetic"

Realisation: Christina Kubisch
Produktion: Studio akustische Kunst, mit Angela Großmann, WDR Köln 2008
Länge: 47‘

„Als Vielfliegerin seit Jahren beruflich unterwegs, habe ich die Welt der Flughäfen und ihre Mechanismen als Ausgangspunkt für „flying magnetic“ genommen. Die Klänge in den einzelnen Flughäfen haben sich in den letzten Jahren stark verändert, die Zahl und Ausbreitung der elektromagnetischen Felder ebenfalls.“ (Christina Kubisch)

Immer und überall sind wir umgeben von Klängen, hörbaren und - nicht sofort - hörbaren. Gerade die letzteren Sounds, die unsere Atmosphäre füllen, haben es der Klangkünstlerin Christina Kubisch besonders angetan. Mit einem speziell von ihr selbst entwickelten Gerät lässt sie die stummen elektromagnetischen Felder ertönen. In ihrem radiophonen Klangwerk "flying magnetic", das sie 2008 im Auftrag des Studios Akustische Kunst realisiert hat, geht es um den internationalen Jetset der Flughäfen. Chicago, Berlin, München, Frankfurt, Seoul, Bukarest, Brüssel, Tokyo, Mailand, London, Birmingham, Paris, Lissabon sind nur einige der Geräuschplätze, die Christina Kubisch mit Induktionsmikrophonen besucht hat. Das Ergebnis der aufgenommenen Lichtsysteme, Transformatoren, elektronischen Diebstahlsicherungen, Überwachungskameras, drahtlosen Internetzugänge, Handys, Computer und mobilen Navigationssysteme mit ihren unsichtbaren Stromfeldern ist ein langer, fließender Flug durch unsere technisierte Welt, eine einzigartige ästhetische Reise ins Reich der alltäglichen Elektronen. (WDR)

Christina Kubisch (*1948, Bremen) gehört zu den Pionieren der Klangkunst. Studium der Malerei in Stuttgart und der (elektronischen) Musik in Hamburg, Graz, Zürich und Mailand. Sie ist in den Bereichen der Performance, des Konzerts, der Klang- und Lichtinstallation tätig und entwickelte hierfür spezielle Techniken. Sie erhielt den Preis des Kulturkreises im BDI und den Heidelberger Künstlerinnenpreis für Komposition. Seit 1997 ist sie Professorin für „Plastik/ Audiovisuelle Kunst" an der Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken. Sie lebt in Hoppegarten bei Berlin. (WDR)

Vom 25. September 2011 bis zum 15. Januar 2012 präsentiert das Museum Ostwall
Schaufenster # 03
Christina Kubisch: "Dichte Wolken"

Die Künstlerin Christina Kubisch arbeitet mit speziellen, von ihr entwickelten Induktionskopfhörern. Hierdurch werden im Raum vorhandene, aber mit bloßen Ohren nicht wahrnehmbare elektrische Felder hörbar.

Für die Ausstellung entstanden drei neue Klangkunstarbeiten: Beim Electrical Walk U, einem Spaziergang durch das Museum Ostwall, können sonst stumme Kunstwerke akustisch erfahren werden – denn manche Kunstwerke senden wie Monitore, Touchscreens und Elektroleitungen Signale. Mit einem Plan leitet Christina Kubisch zu Orten im Innen- und Außenraum. Auf dem Rundgang werden auch die elektromagnetischen Felder des Dortmunder U und seiner Umgebung hörbar. Im MO Schaufenster fließen in der künstlerischen Installation Private Cloud unsichtbare Datenströme, die Christina Kubisch weltweit aufnahm und hier wahrnehmbar werden lässt. Stimmen von Menschen, die zwar in der Nähe sind, aber nicht gesehen oder wahrgenommen werden, sind live in der Installation Höranlage hörbar. (MO)

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