Im Jahre 1912 ließ die expandierende Dortmunder Hansa-Brauerei ein neues Sudhaus und ein Maschinenhaus errichten.
Das Brauerei-Museum vermittelt auf über 800 qm Ausstellungsfläche Eindrücke von der Blütezeit der Bierstadt Dortmund seit den 1950er Jahren, berichtet aus der Geschichte der zahlreichen Dortmunder Brauereien und erläutert den Prozess des Brauens.
Foto: Michael Rasche
Beauftragt mit diesen repräsentativen Bauten wurde der Architekt und Ingenieur Emil Moog, der 1926/27 für die Dortmunder Union-Brauerei mit dem berühmten Lagerkeller-Hochhaus einen der größten und modernsten Industriebauten Deutschlands schuf. Sudhaus und Maschinenhaus der Hansa-Brauerei bilden heute das letzte erhaltene bauliche Zeugnis großindustrieller Bierbrauerei in Dortmund aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Während das unter Denkmalschutz stehende Sudhaus seit den 1980er Jahren von der Dortmunder Actien-Brauerei als Veranstaltungsraum genutzt wurde, war das alte Maschinenhaus bis vor wenigen Jahren noch in Betrieb. Es beherbergte die Energiezentrale der Brauerei. Im Maschinenhaus arbeiteten Dampf- und Kühlmaschinen, die beiden Wegbereiter des industriellen Bierbrauens.
Das historische Maschinenhaus mit dem 1968 entstandenen Anbau einer Maschinenhalle ist nun die neue Heimat des Dortmunder Brauerei-Museums. 1981 gegründet, musste das bei der Dortmunder Kronen-Brauerei eingerichtete alte Brauerei-Museum nach zwanzig Jahren geschlossen werden. Mit einer neuen Dauerausstellung wurde das Brauerei-Museum am 23. April 2006 wieder eröffnet. Unter dem Generalthema "Bierstadt Dortmund im 19. und 20. Jahrhundert" gliedert sich die Präsentation auf über 800 qm Ausstellungsfläche in folgende Bereiche: "Geschichte der Dortmunder Brauereien", "Maschinenhaus", "Konsum", "Werbung", "Export", "Transport", "Fass- und Flaschenabfüllung", "Vom Halm zum Glas - Bierproduktion im 19. und 20. Jahrhundert".