Am 14. Oktober 1992 wurde in Dortmund die "Steinwache" als Mahn- und Gedenkstätte eröffnet. Sie befindet sich im alten Dortmunder Gestapogefängnis, in dem von 1933 bis 1945 insgesamt 65 000 Personen inhaftiert wurden.
Die Ausstellung, die sich über fünf Stockwerke auf ca. 1.200 qm erstreckt, trägt in vielen Bereichen stark biographische, lokalgeschichtliche Züge.
In der Mahn- und Gedenkstätte befindet sich die ständige Ausstellung "Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-1945" des Stadtarchivs Dortmund, die in den vergangenen Jahren über 200.000 Besucher verzeichnen konnte. Der Schwerpunkt der alltäglichen Arbeit der Mahn- und Gedenkstätte liegt in der Vermittlung der lokalen Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Gegner. Die kritische Auseinandersetzung mit dieser stadtgeschichtlich wichtigen Epoche der deutschen Geschichte wird durch die Form der Ausstellungspräsentation gefördert. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Weiterführung wissenschaftlicher Forschungsarbeit und die Ersatzdokumentation.