Seit September 2010 präsentiert das Museum Ostwall seine wertvollen Bestände im Dortmunder U. In der 4. und 5. Etage zeigt es seine Dauerausstellungen; die variable Fläche der sechsten Etage bietet dem MO Möglichkeiten für wechselnde Ausstellungen.
Das Museum Ostwall präsentiert in der vierten und fünften Etage des Dortmunder U seinen wertvollen Bestand.
Die Neupräsentation der Sammlung folgt der Leitidee "Das Museum als Kraftwerk". Mit seinen Werken vom Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts bis zur Gegenwart versteht sich das Museum Ostwall einerseits als Speicher der Vergangenheit, gleichzeitig aber auch als Ort aktueller Künstlerischer und gesellschaftlicher Auseinandersetzung, an der das Publikum teilhaben kann. Die Frage, wie wird Kunst durch gesellschaftliche Prozesse beeinflusst, und wie wirkt sie ihrerseits in die Gesellschaft zurück, steht im Zentrum der Ausstellungskonzeption.
So bilden die Werke des Fluxus, einer Kunstrichtung der 1960er Jahre, die wie keine andere die Kunst ins Leben zurück führen wollte, den Auftakt der neuen Sammlungspräsentation. Von dort aus führt die Reise quasi rückwärts über den Nouveau Réalisme, das Informel und Zero bis hin zur Klassischen Moderne. Das 5. Obergeschoss ist der Kunst der letzten 40 vorbehalten und präsentiert neben großen Werkkomplexen von Wolf Vostell, Dieter Roth und Joseph Beuys auch zeitgenössische Künstler wie Anna und Bernhard Blume, Martin Kippenberger, Tobias Zielony oder Freya Hattenberger.
Die Kunstwerke werden zukünftig durch digitale Medienstationen ergänzt, die mit Fotografien, Texten, Filmen und Interviews über ihren Entstehungszusammenhang informieren. Ein interaktives Forum wird das Archiv der Zukunft, an dessen Entwicklung die Besucherinnen und Besucher mitwirken können. Im MO-Schaufenster werden in wechselnden Ausstellungen Werke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler präsentiert, im MO Lautsprecher Programm, das in einem verglasten Erker mit Blick über die Stadt stattfinden wird, werden die Besucherinnen und Besucher Soundarbeiten und Klangkunst hören können.
Vermittlung ist und bleibt eine substantielle Aufgabe des Museums. Im Bereich der Kulturellen Bildung – auf der Ebene zwei des Dortmunder U – bietet das MO in Kunstwerkstätten und Medienlabors, in Seminar- und Veranstaltungsräumen verschiedene Angebote seiner Kunstvermittlung an. Es setzt auf den Museumsetagen und der Ebene 2 die erfolgreiche Arbeit der Vergangenheit fort und möchten weiterhin alle Generationen ansprechen.