Vagabundenkünstler und Freund Bertolt Brechts
Das Werk des Künstlers Hans Tombrock wurde erst in den vergangenen Jahren wieder entdeckt. Erstmals ist nun eine Ausstellung mit Werken des gebürtigen Dortmunders in seiner Heimatstadt zu sehen – vom 24. November bis 19. Dezember.
Tombrocks Werk spiegelt seine spannungsreiche Biografie: Geboren 1895 in Dortmund-Hörde, wurde er früh Pferdejunge unter Tage, Schiffsjunge auf den Weltmeeren, Soldat, Deserteur, Revolutionär, Vagabund – und dann zum in ganz Deutschland anerkannten Künstler. Im schwedischen Exil wurde er zum Freund Bertolt Brechts und schließlich Kunstprofessor in Dortmund, Weimar und Berlin-Weißensee - bis zu seiner Flucht aus der DDR nach Dortmund und Stuttgart (1966).
Dieser von wichtigen Museen Europas angekaufte Künstler wurde von den Nationalsozialisten 1937 aus allen deutschen Museen als "entartet" entfernt und ist heute nur noch im Besitz des Prado in Madrid, der Nationalgalerie in Oslo, in Schweizer Museen und in deutschen, schwedischen und schweizerischen Privatsammlungen zu sehen.
Die größte Sammlung seiner Kunst aber hat inzwischen das Fritz- Hüser-Institut in Dortmund, das diese Ausstellung nach Berlin und Schweden erstmals in Tombrocks Geburtsort Hörde zeigt. Veranstalter ist der Kulturtisch des Stadtbezirks Dortmund-Hörde.
Wo: Bürgersaal in der Bezirksvertretung Dortmund-Hörde, Hörder Bahnhofstr. 16 (zugänglich von der Brücke ), 44263 Dortmund
Wann: 24. November bis 19. Dezember 2010, geöffnet mo-fr 10-12, 14-16 Uhr und nach Vereinbarung
Der Ausstellungskatalog "Bertolt Brecht und Hans Tombrock" ist 2004 im Klartext-Verlag Essen erschienen.