Das U auf seinem Weg in die Zukunft
In ihrer Fotoserie portraitiert die Fotografin und Künstlerin Rita-Maria Schwalgin das "U" auf seinem Weg in die Zukunft. Dort, an der Großbaustelle, wird besonders gut der strukturelle sowie städtebauliche Wandel der Stadt deutlich.
Das ehemalige Brauereigebäude ist Synonym für Aufbruch und realisierbare Visionen. Ihre Fotografien aus den vergangenen drei Jahren zeigen die Veränderung der Landmarke zur Kult-ur-marke. Mal wird aus gebührendem Abstand die Dominanz des mächtigen Gebäudes im städtebaulichen Kontext sichtbar – dann wird die Kubatur selbst zur Skulptur.
Großformatige Flächen oder scheinbar nebensächliche Bau-Details: die Fotografien zeigen Respekt und Faszination. Faszination für den Ort, den Kulturort. Und sie zeigen, welche Kraft und Schönheit von Architektur ausgehen kann. Die oft ungewöhnliche Fokussierung nimmt den Betrachter mit. Schwalgin zeigt die Orte mit ihren Augen: Leicht verschmitzt und interpretierend spielt sie mit Perspektive, Licht und Schatten. Zugleich ermuntert sie so zum spielerisch eigenen Blick auf Bekanntes, Alltägliches und somit auf altes Neues – oder neues Altes.
Rita-Maria Schwalgin hat in Hannover Architektur studiert, und so erklärt sich ihre Faszination für Architektur/Industriekultur. Mit ihren fotografischen Arbeiten knüpft sie an familiäre Wurzeln an: der Urgroßvater war der bekannte hessische Architekt Georg Kegel, sein Bruder – einer der Pioniere der Fotografie – trug den Titel "Königlicher Hoffotograf, Schloss Wilhelmshöhe" (Kassel). In Dortmund lebt sie schon seit 30 Jahren und ist besonders auch in der Nordstadt aktiv: Sie ist langjähriges Mitglied in der Künstlergemeinschaft Atelier 21 in der Zimmerstr. 21 und Gründungs- und Vorstandsmitglied der KulturMeileNordstadt e.V.