Kulturforscher unterwegs im Dortmunder Westend
Dortmund, tief im Westen rund um die Rheinische Straße: Hier gibt es Bauruinen und Baustellen, Spielplätze und kleine Nischen, überragt vom Dortmunder U. Was ist das eigentlich für ein Viertel rund um den U-Turm? Im Projekt "Geschichten aus dem Westend" begeben sich Kinder und Jugendliche auf Entdeckungsreise. Ihre Sicht aufs Viertel ist in einer Ausstellung vom 9. Juli bis 19. September im Dortmund U zu sehen.
Erneuerung, Veränderung, Aufbruch: Was passiert eigentlich am U, und was ist das für ein Viertel rundherum? Für das Projekt „U-Westend“ gehen Kinder im Stadtteil malend oder gestaltend auf Entdeckungsreise.
Foto: Kurt Wettengl
Was ist charakteristisch für das Viertel rund ums U? Wenn Dortmunder Kinder und Jugendliche 2010 unter dieser Fragestellung ihre Eindrücke vom Stadtteil sammeln und verarbeiten, sind alle Methoden erlaubt: Fotografieren, Zeichnen, Abformen, Filmen, oder was ihnen sonst noch einfällt. Kontrastierend und ergänzend wird der Kölner Künstler Martin Brand den Stadtteil unter künstlerischer Fragestellung "scannen". Kunstwissenschaftler, Raumplaner, Architekten, Künstler, Lehrer und Studierende begleiten den Prozess, der in einer großen Ausstellung mündet.
Doch schon vorher werden die Entwicklungen in einem Projektbüro mitten im Stadtteil laufend im Schaufenster dokumentiert; Bewohner und Besucher können sich dort über das Projekt informieren. Wenn alle Ergebnisse dann vom 9. Juli bis 19. September 2010 im Museum Ostwall im Dortmunder U präsentiert werden, lernen die Besucher des neuen Zentrums für Kunst und Kreativität auch das Umfeld, die Geschichte, den Alltag und die Bewohner rund ums U kennen.
"Geschichten aus dem Westend" ist eine Kooperation zwischen dem Seminar für Kunst und Kunstwissenschaften und der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund, dem Museum am Ostwall, dem Verein Jugend / Architektur / Stadt und der Jugendkunstschule balou. "Geschichten aus dem Westend" nimmt teil an "Mapping the region", einem Ausstellungsprojekt der RuhrKunstMuseen (RKM) anlässlich der Kulturhauptstadt Ruhr.2010.