Eine Charta für die Zukunft der Metropole Ruhr
Das Ruhrgebiet ist Europäische Kulturhauptstadt – und dann? Was wird von 2010 bleiben? Die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) will der Metropole Ruhr einen nachhaltigen Beitrag schenken. Während ihrer Jahrestagung vom 7. bis 9. Oktober in Dortmund und Essen will die Akademie eine "Charta Ruhr" im Dortmunder U verabschieden.
Zwei Jahre lang haben Mitgliedern der DASL zusammen mit Persönlichkeiten und Institutionen im In- und Ausland die Charta Ruhr erarbeitet – besonders intensiv mit Partnern im niederländischen Randstad, in Oberschlesien, Berlin/Brandenburg und Istanbul. Ziel war es, die Metropole Ruhr als Referenzmodell für Metropollandschaften zu beschreiben.
Die Charta Ruhr soll bleibende und nachhaltige Anstöße für eine urbane Gesellschaft geben. Sie soll den Wandel von Urbanität praktisch und konkret begreifbar machen. Ziel der Charta ist es, Urbanität zeitgemäß und im globalen Maßstab neu zu definieren, Urbanität als globales Recht einzufordern und Empfehlungen für eine urbane Metropollandschaft Ruhr zu formulieren.
Die Charta Ruhr ist ein interaktiver Prozess: Ende Januar 2010 stellt die Akademie ihre Charta Ruhr im Entwurf vor. Anschließend soll der Text im Internet als Hypertext (Wiki) allen Benutzern zum Kommentieren und Ergänzen zur Verfügung stehen. Interessierte Gruppen, Institutionen, Verbände und Hochschulen im In- und Ausland können und sollen Anregungen und Kritik beisteuern. Eine Endfassung der Charta wird die Akademie schließlich unter Würdigung der gesamten Diskussion im Oktober 2010 während ihrer Jahrestagung in Dortmund beschließen.
Die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, Städtebau und Landesplanung in Wissenschaft und Praxis zu fördern. Die 400 berufenen Mitglieder der DASL sind Fachleute, die auf den Gebieten des Städtebaus und der Landesplanung oder der damit verknüpften Forschungs-, Planungs- und Berufsdisziplinen durch besondere Leistungen hervorgetreten sind.