Medienkunst als Motor für Entwicklung
Die Arktis und ihre Probleme spielen im öffentlichen Bewusstsein kaum eine Rolle. "Arctic Perspective – Third Culture" will das ändern. Die internationale Initiative ist gleichermaßen Forschungsprojekt und Entwicklungsprogramm wie (Medien-)Kunstausstellung – ab 19. Juni zu erleben in der PHOENIX Halle.
Kommunikationstechnologien in die Arktis bringen will das Projekt "Arctic Perspective".
Foto: Marko Pelhjan, Matthew Biedermann
Für "Arctic Perspective – Third Culture" hat sich der Dortmunder Hartware MedienKunstVerein (HMKV) mit Partnerorganisationen aus Großbritannien, Kanada, Slowenien und Island zusammen getan. Gemeinsam wollen sie zeigen, welche Themen in der Arktis gerade besonders dringend sind: die sich verändernde kulturelle Landschaft der Region, wirtschaftliche und territoriale Interessen, ökologische Probleme, Klimawandel sowie die Auswirkungen der ökologischen Veränderungen auf das Leben der Inuit.
Dabei arbeitet "Arctic Perspective – Third Culture" mit den Mitteln der (Medien-)Kunst und der interdisziplinären künstlerischen Forschung. Das Projekt entwickelt Konzepte für Kommunikationssysteme und für umweltfreundliche Forschungsstationen, die den Dialog zwischen den Disziplinen und Kulturen befördern sollen. Die Ergebnisse werden in der Ausstellung "Arctic Perspective – Third Culture" ab Juni 2010 in der PHOENIX Halle und während der internationalen Medienkunstkonferenz ISEA 2010 RUHR vorgestellt.
Ziel des Projekts ist unter anderem, dauerhaft ein kostengünstiges Kommunikations- und Datennetzwerk zu schaffen, das den Arktisbewohnern Open-Source-Technologien, (quelloffene Technologien) sowie Bildungs- und Ausbildungsangebote bringt und sie langfristig bei der Bewahrung und Weiterentwicklung ihrer Kultur und Technologie unterstützt. (Medien-)Kunst versteht sich dabei als Mittlerin zwischen Wissenschaftsdisziplinen und Kulturen, aber auch als Motor gesellschaftlicher Veränderung.
vom 19. Juni bis 10. Oktober 2010
PHOENIX Halle
PHOENIX Platz 4 (ehem. Hochofenstraße / Ecke Rombergstraße)
44263 Dortmund-Hörde
geöffnet: mi-fr 15.00 bis 20.00 Uhr, sa und so 11.00 bis 20.00 Uhr
Internationale Referenten aus Wissenschaft und Forschung sowie die am Projekt Beteiligten treffen sich vom 8. bis 11. Juli 2010 zu einer viertägigen Konferenz:
8. Juli. – 11. Juli 2010
PHOENIX Halle
PHOENIX Platz 4 (ehem. Hochofenstraße / Ecke Rombergstraße)
44263 Dortmund-Hörde