Als der Impressionismus nach Deutschland kam
Die Sonderausstellung "Berliner Impressionismus. Werke der Berliner Secession aus der Nationalgalerie Berlin. Corinth – Liebermann - Slevogt" im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) widmet sich vom 20. Juni 2009 bis 11. April 2010 einem ebenso kurzen wie spannenden Kapitel deutscher Kunsthistorie.
Was ist Kunst? Für Max Liebermann war es "jedes Werk, in dem sich eine aufrichtige Empfindung verkörpert". Mit diesen Worten eröffnete der Maler im Jahr 1899 die erste Ausstellung der Berliner Secession. Die Künstlervereinigung Secession (lateinisch für Abspaltung) hatte sich ein Jahr zuvor gegründet – als Reaktion auf die starren Konventionen in den staatlichen Akademien, in denen Kunst pathetisch und moralisch erbaulich zu sein hatte. Im Vergleich dazu waren die Motive der Secessionskünstler unspektakulär, harmlos – und damit eine kleine Sensation.
Im Vordergrund der MKK-Ausstellung stehen Exponate des so genannten Dreigestirns des deutschen Impressionismus Lovis Corinth, Max Liebermann und Max Slevogt, aber auch Bilder und Skulpturen ihrer Wegbegleiter wie Curt Herrmann, Dora Hitz, Walter Leistikow, Reinhold und Sabine Lepsius, Eugen Spiro, Wilhelm Trübner und Lesser Ury. Alle 63 Werke stammen aus dem Bestand der Alten Nationalgalerie Berlin.
Entlang ihrer Hauptmotive gliedert sich die Ausstellung in fünf Themenbereiche: "Stadt und Umland", "Die handelnden Personen", "Haus, Garten, Interieur", "Frauen, Kinder" und "Landschaft". Die Ausstellung ist Teil des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.