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Ausstellung Deutsche Einheit am Balaton - Kunst & Kreativität - RUHR.2010 (Archiv) - Freizeit & Kultur - Stadtportal dortmund.de

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RUHR.2010 (Archiv)

Wolfgang Loof (DDR) am Balaton
Foto: Deutsche Einheit am Balaton / CHB

Deutsche Einheit am Balaton – eine europäische Geschichte

Ost und West am Plattensee

Auch vor der deutsch-deutschen Einheit kamen Ost- und Westdeutschland regelmäßig zusammen – zum Beispiel am Balaton. Der Plattensee in Ungarn war beliebtes Urlaubsziel in beiden deutschen Staaten und sorgte für viele Begegnungen zwischen Mauerbau und Mauerfall. Péter Forgács und Gusztáv Hámos zeigen in ihrer kinematografischen Installation im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK), wie das aussah – vom 8. Mai bis 11. Juli 2010.

Familie Heuser (BRD) und Familie Szirmai (DDR)

Lupe: Klicken zum Vergrößern Familie Heuser (BRD) und Familie Szirmai (DDR) inszenieren 1980 die deutsche Einheit am Balaton.
Foto: Deutsche Einheit am Balaton / CHB

Die Ausstellung "Deutsche Einheit am Balaton" ist gleichzeitig ein intermediales Forschungsprojekt des Collegium Hungaricum Berlin (.CHB). Es vergegenwärtigt eine der eigentümlichsten Perioden der innerdeutschen und europäischen Geschichte. So gab es von den 1960er bis 1980er Jahren auf ungarischem Staatsgebiet, insbesondere rund um den großen Binnensee Balaton, einen "exterritorialen" Begegnungsort. In unzähligen gezielten oder zufälligen persönlichen Begegnungen nahmen Ost- und Westdeutsche dort – wie ein Zeitzeuge es formulierte – die deutsche Einheit vorweg und bereiteten damit die friedliche Revolution vor.

Lange und widersprüchliche Geschichte

Die vom Collegium Hungaricum Berlin initiierte und von dem international renommierten Regisseur Peter Forgács eingerichtete Ausstellung konzentriert sich auf diese lange und widersprüchliche Geschichte und nicht (nur) auf ihr "Happy-End", den Sommer 1989 und die darauf folgenden Monate der Umbrüche in Europa.

Wolfgang Loof (DDR) am Balaton

Lupe: Klicken zum Vergrößern Wolfgang Loof (DDR) am Balaton, kurz vor seinem Fluchtversuch über den Neusiedler See, mit einer westdeutschen Bekannten.
Foto: Deutsche Einheit am Balaton / CHB

Fotos, Filme, Zeitzeugenberichte

Die Schau besteht aus mehreren medialen Räumen zu verschiedenen Themen. Gezeigt werden unter anderem Fotos, Filme und Zeitzeugenberichte als kinematografische Installation von Gusztáv Hámos und Péter Forgács. Forgács ist Medienkünstler und unabhängiger Filmemacher aus Budapest, der immer wieder Amateurfilme in sein Werk einbaut. Seine Videos werden in den großen Kunstsammlungen der Welt gesammelt, vom Centre Pompidou bis MoMA und dem J. Paul Getty Museum. Durch seine Mitarbeit am Projekt ist dieses als Gesamtkunstwerk mit deutlichem politischem Anliegen zu sehen.

Das Collegium Hungaricum Berlin wird von der ungarischen Regierung finanziert und existiert seit 1924. Die Ausstellung wurde am 16. Oktober 2009 im wiedererrichteten Institut an der Dorotheenstraße eröffnet. Die Schau im Dortmunder MKK bietet mehr Fläche und wird durch prägnante Objekte erweitert werden. Die Einrichtung übernimmt auch hier Peter Forgács.

Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen, welches zum Preis von 19,90 € im Museumsshop des MKK erhältlich ist. Die Ausstellung ist ein Beitrag zum Festival "scene: ungarn in nrw".

Zum Thema

Eröffnung am 7. Mai 2010, 19.00 Uhr
Ausstellung vom 8. Mai – 11. Juli 2010
Geöffnet Dienstag, Mittwoch, Freitag, Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr; Donnerstag 10.00 – 20.00 Uhr; Samstag 12.00 – 17.00 Uhr
Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3

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