Die Jugend von heute: Eine Ausstellung über Lebenswelten
Wie kommunizieren Jugendliche heute in Europa und darüber hinaus – und worüber? In der Ausstellung "inter-cool 3.0 Jugendliche Bild- und Medienwelten" im Dortmunder U geht es vom 18. September bis 28. November 2010 um reale und mediale Kommunikation, um echte und virtuelle Lebenswelten junger Leute – und um die verschwimmenden Grenzen dazwischen.
Auch über Mode kommunizieren Jugendliche miteinander, indem sie ausdrücken, wer und wie sie sein wollen.
Foto: Birgit Richard
Die Ausstellung ist nicht nur für Erwachsene, die sich ein Bild von der Jugend machen können, sondern vor allem für Jugendliche in ganz Europa, mit denen die Schau (weiter)entwickelt wird. Im Fokus stehen Leitmedien wie Handy und Internet, aber auch Mode. Die Ausstellung erzählt von den wichtigen Themen Jugendlicher: vom Austausch mit Freunden in der Schule, auf der Straße oder in Internet-Communities, von Liebe, Freundschaft und medialer Selbstdarstellung. Es geht um die kreativen Köpfe der jungen Generation und um diejenigen, die "Styles" schaffen – sei es mit ihrer Kleidung, in der Musik oder mit ihren Videos.
Das inter-cool-Konzept 3.0 besteht aus drei Bausteinen. Der erste ist die "U-Galerie for young artists": Sie bietet Raum für bildnerische Arbeiten der Jugendlichen im Bereich der Neuen Medien. Die Exponate werden an Hochschulen, Schulen und Jugendbildungsstätten, in Wettbewerben und Workshops gesammelt. Den zweiten Baustein bilden Alltagsgegenstände und Objekte, die aus dem Jugendkulturarchiv Frankfurtsowie Exemplare verschiedener, bei Jugendlichen angesagter Marken wie Carhartt, Clarks oder Miss Sixty.
Bildende Kunst wird als dritter Baustein der Ausstellung Fotografien, Videoarbeiten, Installationen sowie Street-art junger internationaler Künstlerinnen und Künstler vorstellen. Die zugrunde liegende Künstlerliste soll im Dialog mit Jugendlichen erweitert werden. Angefragt wurden unter anderem Andreas Gursky, Anton Corbijn, Catherine Opy, Thomas Zielony, Nan Goldin, Jürgen Teller, Akshkan Sahihi, Charlie White, Björn Melhus, Graham Harwood, Loretta Lux, pips:lab:.
Zeige mir, was du trägst, und ich sage dir, wer du bist: Szene vom Festival "Juicy Beats" 2009 in Dortmund.
Foto: Birgit Richard
Inter_Cool 3.0 wird über die englisch-deutsche Webplattform www.inter-cool.de auch in der virtuellen Welt präsent sein:
Jugendliche können eigene künstlerische Arbeiten einstellen und sich über das Weblog mit anderen europäischen Jugendlichen austauschen. In einer ersten Phase soll die Ausstellung anschließend in Wien, Tampere/Finnland und Leeds gezeigt werden; geplant sind weitere Kooperationen.
Projektverantwortliche ist Prof. Dr. Birgit Richard von der Universität Frankfurt. Das Projekt entstand als Teil des TWINS-Programms in Kooperation mit oder unter Beteiligung von Partnern aus den Partnerstädten des Ruhrgebiets sowie mit dem Hartware MedienKunstVerein (HMKV). Die Kuratorinnen sind Prof. Birgit Richard und Dr. Inke Arns.