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Ausstellung Crystal Clear Propaganda - Kunst & Kreativität - RUHR.2010 (Archiv) - Freizeit & Kultur - Stadtportal dortmund.de

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RUHR.2010 (Archiv)

Wir sind dagegen! Aber wogegen? In ihrer Installation demaskiert Hajnal Németh die politische Rhetorik.
Foto: Hajnal Németh

Crystal Clear Propaganda – The Transparent Method

Propaganda trifft Kunst

Besucher werden den Kunstverein vom 30. April bis 6. Juni 2010 kaum wieder erkennen: In dieser Zeit verwandelt sich der Ausstellungsraum an der Hansastraße in eine Arena politischer Propaganda. Die ungarische Künstlerin Hajnal Németh zeigt mit ihrer Installation „Crystal Clear Propaganda – The Transparent Method“ aus dem Jahr 2009 die Hohlheit politischer Propaganda.

Wir sind dagegen! Aber wogegen? In ihrer Installation demaskiert Hajnal Németh die politische Rhetorik.

Lupe: Klicken zum Vergrößern Wir sind dagegen! Aber wogegen? In ihrer Installation demaskiert Hajnal Németh die politische Rhetorik.
Foto: Hajnal Németh

Der Besucher wird mit Plakaten konfrontiert, die mit allen Mitteln aus dem Arsenal der Parteipropaganda operieren: leuchtende Farben, einprägsame Formen, griffige Slogans und pathetische Posen. Aus Lautsprechern ertönt die Marseillaise. Die Melodie der Revolutionshymne wurde jedoch mit unsinnigen lautmalerischen Texten unterlegt, vervielfältigt und mehrfach ineinandergeblendet. Die Personen, die die verschiedenen Versionen eingesungen haben, treten auf den Plakaten mit paradoxen Parolen auf, wie "I love you executed!", "Stop eating dead goat!" oder einfach "Meeeeee!"

Hajnal Németh dekonstruiert die politische Rhetorik, indem sie deren Inhalt entleert und die Form transparent macht. Die Fragmente dieser künstlichen Einheit stehen nun allgemein als Material zur Disposition, das allerdings nicht emanzipativ und partizipatorisch, sondern als "Image", Fetisch zur individuellen Selbstdarstellung genutzt wird.

Die Ausstellung ist ein Beitrag zum Festival "scene: ungarn in nrw".

Zum Thema

Ausstellung vom 30. April bis 6. Juni 2010
Geöffnet Dienstag – Freitag 15.00 – 18.00 Uhr; Sonntag 11.00 bis 16.00 Uhr
Dortmunder Kunstverein, Hansastraße 2-4

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