Filme und Kunst von Frauen – auch für Männer
Kunstwerke von Frauen oder über Frauen zeigen die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten des Ruhrgebiets in einem gemeinsamen Programm. In Dortmund liegt der Fokus auf Filmen und bildender Kunst – natürlich aus weiblicher Perspektive. Eine Film-Trilogie wird begleitet von einer Kunst-Ausstellung der Gruppe "duktus – Künstler im Ruhr-Revier".
Elisabeth Wilms filmte in den 1950er Jahren den Wiederaufbau der Stadt Dortmund. Ihre Filme sind am 10. Mai zu sehen.
In der zweitägigen Filmtrilogie mit Filmen über Dortmund werden Filmemacherinnen und Regisseurinnen vorgestellt. Den Auftakt macht am 10. Mai 2010 (ab 18 Uhr, CineStar) eine Filmauswahl der 1981 verstorbenen "filmenden Bäckersfrau" Elisabeth Wilms aus Dortmund-Asseln. Aus dem umfangreichen filmischen Werk der engagierten Autodidaktin, die 1952 für ihren Film über den Wiederaufbau der Westfalenhalle auf Kräne kletterte und ihren Ehemann die Kamerastative tragen ließ, wird eine interessante Auswahl gezeigt. Es moderiert Hanne Hieber.
Anschließend ist der im Jahr 2008 entstandene Film "Faces:Dortmund" der chinesischen Regisseurin Fu Quiong zu sehen. Fu Qiong, die in China für das chinesische Fernsehen arbeitet und 2007 den Pekinger Fernsehpreis gewann, zeichnet ein humorvolles Porträt über Dortmund aus der Perspektive einer Chinesin.
Vom Künstler bis zum ehemaligen Bergmann, vom BVB bis ins Hoesch-Museum, sie hat die Stadt im Herzen des Ruhrgebiets mit ihrer Kamera erkundet. Die Moderation liegt beim Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund | Köln.
Den Abschluss macht am 11. Mai (18 Uhr, CineStar) die Dokumentation "Losers and Winners" vom Ende der Kokerei Kaiserstuhl in Dortmund. Die gebürtige Dortmunder Filmemacherin Ulrike Franke und Michael Loeken haben in ihrem hervorragenden, mehrfach ausgezeichneten Film eineinhalb Jahre den Abbau der Dortmunder Kokerei Kaiserstuhl mit der Kamera begleitet. Die Moderation übernimmt das Internationales Frauenfilmfestival Dortmund | Köln.
Auch Bildhauerin Barbara Abendroth beteiligt sich an der Ausstellung "Der weibliche Blick" der Künstlergruppe duktus.
Eine Kunst-Ausstellung der Gruppe "duktus" vom 8. Mai bis 4. Juni 2010 im CineStar vervollständigt die weibliche Perspektive. "Duktus" hat sich 2006 aus professionellen, auf internationaler Ebene arbeitenden Künstlerinnen und Künstlern in Dortmund gegründet. Das künstlerische Spektrum umfasst Bildhauerei, Malerei, Objektkunst, Fotografie und Installationen. Die gezeigten Arbeiten thematisieren den Wandel im Ruhrgebiet – aus weiblicher Sicht. Vertreten sind die Künstlerinnen Barbara Abendroth, Beate Bach, Brigitte Bailer, Petra Bettina Eckardt, Ilse Hilpert, Eva Horstick-Schmitt, Anschi Pohlmann, Angela Möllenbeck, Tanja Melina Moszyk, SARIDI und Britta Steinmann.
Für die Veranstaltungsreihe kooperiert das Frauenbüro der Stadt Dortmund mit dem CineStar Dortmund, der Gruppe "duktus" – Künstler im RuhrRevier und dem Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund | Köln.
10. Mai 2010, 18 Uhr:
Filme aus dem Werk Elisabeth Wilms’ und "Faces:Dortmund" von Fu Quiong
11. Mai 2010, 18 Uhr:
Dokumentation "Losers and Winners" von Ulrike Franke und Michael Loeken
8. Mai – 4. Juni 2010:
Ausstellung der Gruppe "duktus"
Eröffnung am 7. Mai 2010, 19.00 Uhr
Ort: CineStar Dortmund, Steinstraße 44