Wenn Satelliten Grenzen setzen
Als "Fußabdruck" bezeichnet man den Bereich, in dem ein bestimmter Satellit empfangbar ist. Im Workshop "Satelliten, Grenzen und Fußabdrücke" vom 1. bis 3. August 2010 diskutieren und erforschen Künstler, Wissenschaftler und Theoretiker Fragen der zivilen, künstlerischen Nutzung der künstlichen Erdtrabanten anhand der Satelliten-Fußabdrücke.
Satelliten hinterlassen unsichtbare Fußabdrücke – jene Bereiche, in denen sie nicht empfangbar sind.
Foto: Northwestern Europe Satellite Image (2004) © NASA/GSFC
Satelliten können unsichtbare, aber bedeutsame Grenzen setzen: Wenn in bestimmten Regionen Fernsehprogramme nicht empfangbar sind, sind dadurch besonders Migranten ausgegrenzt, die auf Informationen aus ihren Herkunftsländern angewiesen sind. Der slowenische Künstler Marko Peljhan (Makrolab/ University Santa Barbara) setzt sich mit Satellitentechnologie, die oft durch staatliche und militärische Besitzverhältnisse geprägt ist, aktiv auseinander. Der Workshop wird von einem Vortragsprogramm begleitet.
Veranstalter ist der Hartware MedienKunstVerein. Der Workshop wurde initiiert durch den Künstler Francis Hunger.