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RUHR.2000ZEN Garten - Lebenskulturen - RUHR.2010 (Archiv) - Freizeit & Kultur - Stadtportal dortmund.de

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RUHR.2010 (Archiv)

Illustration zur Gartengestaltung Platz von Hiroshima

RUHR.2000ZEN

Ein Stück Japan in der City?

Einen Raum der Ruhe im großstädtischen Treiben schaffen die angehenden Landschaftsgärtnerinnen und -gärtner des städtischen Tiefbauamtes derzeit auf dem Platz von Hiroshima.

Illustration zur Gartengestaltung Platz von Hiroshima

Lupe: Klicken zum Vergrößern Die Illustration zeigt die Gestaltung des RUHR.2000ZEN Gartens am Platz von Hiroshima.

Nach dem Vorbild der klassischen japanischen Zen-Gärten entsteht mit finanzieller und ideeller Unterstützung der Nachbarn Lothar F. Deters, Frank Feldkamp und Heinrich Urlichs sowie der Firma Holz Kummer der RUHR.2000ZEN Garten Dortmund. Die Idee zu diesem besonderen Kulturhauptstadtbeitrag hatte Sabine Eschweiler, ebenfalls vom Tiefbauamt, die mit ihrer Planung bei allen Beteiligten sofort auf offene Ohren stieß. Stadtrat Ullrich Sierau schaute sich heute, 28.4., im Kreise der Sponsoren und der Organisatoren aus dem Tiefbauamt den aktuellen Stand der Aufbauarbeiten an.

Gartenaufbau

Die japanischen "kare-san-sui" oder auch Trockenlandschaftsgärten sind wie Landschaftsmalereien aufgebaut. Sie stellen die Klarheit des menschlichen Intellekts dar, so wie sie im Zen-Buddhismus angestrebt wird. Ein Merkmal der klassischen Zen-Gärten ist der Einsatz weniger, ausgewählter Materialien. Verwendet werden vor allem Steine und Kies. Die Steine sollen Inseln oder Berge darstellen, die Zeichnung, die in den Kies geharkt wird, steht für Wasser, das sich zu Wellen formt. Traditionell findet man solche Gärten bei Klöstern des Zen-Buddhismus. Täglich harken Mönche den Kies, um dabei zu meditieren und ihre Gedanken zu ordnen.

Der rund 100 Quadratmeter große Dortmunder Ruhr.2000Zen-Garten wird aus einer Holzumrandung mit den Abmessungen 18,16 mal 5,70 Meter bestehen. Findlinge aus heimischem Stein und rund zehn Kubikmeter hellgrauer Split (hält die eingeharkten Formen besser als Kies) sind die zentralen Elemente der Anlage. Außen werden neun Sitzflächen aus jeweils zwei zurecht geschnittenen Euro-Paletten, belegt mit geriffelten Terrassendielen, und eine Containerbepflanzung aus Bambus stilecht für Aufenthaltsqualität sorgen.

Mitmachen erwünscht

Um den City-Besucherinnen und -Besuchern die Möglichkeit zu geben, selbst die Kiesfläche zu harken (und dabei vielleicht auch ein wenig nach innerem Gleichgewicht zu streben), wird Willi Feldkamp sen. eigenhändig spezielle Kiesrechen aus Hartholz herstellen, die von den Nachbarn, der Bäckerei Feldkamp und dem Modehaus Deters, gegen ein Pfand ausgegeben werden.

Der Ruhr.2000Zen Garten Dortmund wird in der Dortmunder Local Hero-Woche, am Dienstag, 11. Mai, um 14 Uhr durch einen Japaner in traditioneller Kluft, der nach klassischen Vorbildern Muster in die Kiesfläche harken wird, offiziell eingeweiht.

Projekte des Tiefbauamtes zu RUHR.2010

Zur Europäischen Kulturhauptstadt 2010 hat das Dortmunder Tiefbauamt einige ganz spezielle Projekte entwickelt, die das Stadtbild verschönern und Bürgerschaft und Gästen Freude machen sollen. Neben dem Zen-Garten als jüngstem Beispiel aus dieser Reihe gehören dazu das große, runde Blumenbeet im Schnittpunkt von Hansa- und Kampstraße sowie die "Vereinsbäume" an der Kleppingstraße. Geplant sind u.a. noch ein Schaukelareal auf der Kampstraße und eine Kinderstraßenmalaktion am Brüderweg.

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