Tanz zwischen Tradition und Moderne
Die Innenstädte Europas sehen einander immer ähnlicher: In den Einkaufszentren dominieren weltweit tätige Filialketten und Systemgastronomie. Doch trotz dieser Uniformität gibt es noch Orte, an denen Menschen seit jeher das private Gespräch miteinander pflegen. In Dortmund ist das zum Beispiel die Eckkneipe, in Istanbul die Barbierstube. Wie überleben solche Kommunikationsstätten und überhaupt Traditionen? Als Gegenentwurf, oder als Teil der Moderne? Das sind die Fragen, mit denen sich "Luna Park" künstlerisch auseinandersetzt - am 17. und 18. Juni 2010 im Theater im Depot.
In Theatern und urbanen Räumen inszenieren Künstler aus Istanbul und Dortmund Tanz-Performances zum Spannungsfeld von Althergebrachtem und zukunftsorientierter Gegenwart. Es entstehen Video- und Audiomaterialien, die die Auseinandersetzung mit Tradition reflektieren. Ausgehend hiervon werden Tanz- und ortspezifische Performances entwickelt. Die Beiträge dieses Projekts werden im Internet dokumentiert. Sie stammen von Choreographin Özlem Alkis, Medienkünstler Ekmel Ertan aus Istanbul und Regisseur Rolf Dennemann sowie von Choreographin Sabina Stücker aus dem Ruhrgebiet. Live zu erleben sind die Aufführungen unter anderem bei den Partnern, dem Istanbuler AMBER-Festival und dem Dortmunder Theater im Depot.
Projektträger sind artscenico eV für NRW und das BIS (Body Process Arts Association) für Istanbul.