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Stadtarchiv

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Dortmund-Agentur / Stefanie Kleemann

Die Ausstellung

Treppenhaus der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

Lupe: Klicken zum Vergrößern Treppenhaus der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933 -1945?

Die komplizierte Gebäudestruktur des Gefängnisses (über 50 kleine Zellen) machte eine komplette Neugestaltung und inhaltliche Umstrukturierung der ursprünglichen Dokumentations- und Ausstellungsfassung von 1981 erforderlich. An einigen, authentisch überlieferten Stellen des ehemaligen Gestapo-Gefängnisses wurden Einzelbereiche sachlich-nüchtern rekonstruiert (Verhörzelle, "Fertigmachzelle", exemplarische Nachbildung einer Gefängniszelle).

Aufgrund eines Farbgutachtens, das auf Anregung des Westfälischen Museumsamtes Münster in Auftrag gegeben worden war, um den ursprünglichen Farbanstrich des Gefängnistraktes um 1933 genau feststellen zu können, sind zahlreiche Zelleninschriften von Häftlingen entdeckt und dokumentiert worden.

Thematisch im Mittelpunkt der ständigen Ausstellung steht - entsprechend der Sozialstruktur der Industriestadt Dortmund - der Widerstand der Arbeiterschaft gegen das NS-Regime. In großem Maße wurde bei der Neukonzeption der Ausstellung jedoch auch der Aspekt der Verfolgung von Minderheiten miteinbezogen. Der Geschichte des Gestapogefängnisses entsprechend wurden der NS-Verfolgungsapparat und die NS-Justiz eingehend dargestellt, ebenso auch Gruppen von Verfolgten, wie ausländische Zwangsarbeiter, polnische Minderheiten, Sinti und Roma, psychisch Kranke ("Euthanasie") sowie Wehrdienstverweigerer und Deserteure berücksichtigt.

Die Ausstellung, die sich über fünf Stockwerke auf ca. 1.200 qm erstreckt, trägt in vielen Bereichen stark biographische, lokalgeschichtliche Züge, ohne deren Einbindung in den historischen Kontext der Geschichte des Deutschen Reiches zu vernachlässigen.

Es werden Widerstandsaktionen und Protestformen in ihren personellen Verflechtungen und Abhängigkeiten in ausdruckstarken Fotos, Dokumenten, Briefen und persönlichen Berichten festgehalten und dargestellt. Persönliche Erinnerungen von Zeitzeugen an die NS-Verfolgung können, an verschiedenen Stellen der Ausstellung, in Form von Video- und Tonpräsentation abgerufen werden.

Katalog zur Ausstellung

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen: Günther Högl (Hg.), Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933 – 1945, Katalog zur ständigen Ausstellung des Stadtarchivs Dortmund in der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache, 2. Auflage, Dortmund 2002, 480 S.

Ausstellungsleitung:
Dr. Günther Högl
Hans-Wilhelm Bohrisch
Stadtarchiv Dortmund
Märkische Str. 14
44122 Dortmund
Telefon: (0231) 50-2 21 59 und 50-2 52 10
Telefax: (0231) 50-2 60 11

Bei inhaltlichen Fragen zur Ausstellung wenden sich interessierte Besucher bitte direkt an das Stadtarchiv.

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