Ein Stück der Hörder "Stahlseele" lebt in Asien weiter. Vom Frühsommer 2002 bis zum Herbst 2003 zerlegten 800 chinesische Arbeiter unter dem Projektnamen Shagang die Dortmunder Westfalenhütte und das Stahlwerk Phoenix Ost in seine Einzelteile, um es im chinesischen Zhangjiagang wieder zusammenzubauen. Der Dortmunder Fotograf Ralf Dördelmann begleitete die Arbeiter zwei Jahre lang beim Zerlegen, Beschriften und Verpacken.
Seine Bilderfolge zeigt den Beginn der Demontage bis zur Verschiffung der Teile auf dem Dortmund-Ems-Kanal. Schwer liegen die Frachtkähne im Wasser auf ihrer Fahrt nach Antwerpen - 250.000 Tonnen Stahl auf dem Weg nach Fernost.
Dazwischen sind die chinesischen Monteure, Schlosser und Ingenieure beim Essen in der Garküche und beim Feiern zu sehen. Fremde, die „Hoeschianer auf Zeit“ wurden und stolz in Hoesch-Schutzkleidung in die Kamera blicken. Der Kreis der Generationen von Stahlkochern in Hörde schließt sich. Mit Stahl zu arbeiten, ob in Dortmund oder Zhangjiagang bleibt etwas besonderes.
Das Porträt eines der chinesischen Arbeiter ist während der transindustriale überlebensgroß an der Stirnseite der Gasgebläsehalle auf Phoenix West zu sehen. Die übrigen Fotos werden während des Eröffnungsfestivals am 8. und 9. Mai auf Phoenix West ausgestellt.