Neues aus Utopia
Das Parkfestival transindustriale wirkt nach: Das Projekt "Kontemplative Räume" spielt im Frühsommer 2011 im Bunker Tullstraße in Hörde und ist gleichermaßen Kunst-Ausstellung wie Bürger-Projekt.
Denn die Projektbeteiligten sind nicht nur Bildende Künstler, sondern auch kulturell engagierte Bürger und Kunst-Studierende. An der Schnittstelle zwischen künstlerischer Professionalität und bürgerschaftlichem Engagement gelegen, untersucht "Kontemplative Räume" mit künstlerischen Mitteln unterschiedliche Ordnungssysteme aus Naturwissenschaften, Mathematik, Psychoanalyse oder Informationstechnik daraufhin, ob es Analogien zu den Gesetzmäßigkeiten künstlerischer Produktion gibt.
Die entstehenden Arbeiten sollen Skulpturen und Plastiken, Fotografien oder Multimedia-Arbeiten in dialogischer Form verbinden. Dabei bringt jeder Teilnehmer die Erfahrungen aus seiner Lebenswelt ein. So beschäftigt sich der Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Walter Landsberg in seiner fotografischen Arbeit "Descartes träumt" mit Psychoanalyse und Fotografie. Gerd Günther macht in seiner Videoarbeit "Zytochromatik" den Versuch, Analogien zwischen Formprinzipien der Bildenden Kunst und der Ästhetik mikroskopischer Bilder zu untersuchen.
Weitere beteiligte Künstler: Göran Schild, Jörg Zimmer (gleichzeitig Initiator des Projekts), Joachim Knobloch und Brian E. Augustin.