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Zoo Dortmund

Goldaguti
Bild: Karl-Rainer Ledvina

24.07.2012Zoo

Seebär-Mama ist plötzlich verstorben

Der kleine Albino-Seebär wird von Tierpflegerinnen und -pflegern per Hand aufgezogen, da Seebären-Mama „Harimée“ im Zoo Dortmund plötzlich gestorben ist.

Albino-Seebär mit Mutter

Lupe: Klicken zum Vergrößern Die Mama des kleinen Albino-Seebären ist verstorben
Bild: Stadt Dortmund / Thomas Kampmann

Daher musste der kleine Seebär wieder hinter die Kulissen der Robbenanlage gebracht werden, wo er umsichtig und professionell versorgt werden kann. Er hat dort alles, was er braucht, auch ein Wasserbecken zum Schwimmen. Der Zoo bittet die Besucherinnen und Besucher um Verständnis für diese Situation. Das Wohl des Tieres steht im Vordergrund.

Dem kleinen Albino-Seebären geht es gut! Auch in der Natur sind Jungtiere oft lang getrennt von der Mutter. Das Junge „trauert“ also nicht, ist im Verhalten ganz normal und nimmt die Hilfe der Pflegerinnen und Pfleger an.

Das Tierpfleger-Team des Zoo Dortmund kümmert sich professionell um den zwei Monate alten Albino-Seebären. Er bekommt eine Spezialmilch, die für Robben und Seebären besonders gut geeignet ist und nimmt die Nahrung an.

Es hat bereits erste Schritte der so genannten Vergesellschaftung gegeben. Das heißt: andere, ältere Tiere werden zu ihm in das von der Öffentlichkeit separierte Becken gelassen. Man schaut, mit wem er sich gut verträgt. So war der einjährige Halbbruder „Pontos“ bereits bei ihm zu Besuch. Auch mit der siebenjährigen Seebärendame „Rony“ hat er mehrere Stunden im Becken verbracht und sich gut „mit ihr verstanden“.

Nun gilt es, dem Albino-Seebären viel Aufmerksamkeit zu widmen. Das Zooteam setzt alles daran, dass der Seebär-Knabe weiter gut gedeiht.

Dieser hat übrigens noch immer keinen Namen. Zoogäste können weiterhin auf einem Zettel, den sie an der Kasse erhalten, den Favoriten unter den Namensvorschlägen ankreuzen.

An der Todesursache des Muttertieres "Harimée" - das mit 16 Jahren schon ein recht altes Tier war - ist der Zoo selbstverständlich interessiert. Es wird eine Obduktion durchgeführt. Der Umzug vom getrennten Bereich in das offen einsehbare Becken war vom Zeitpunkt her richtig gewählt und verlief problemlos.

Übrigens: 2006 gab es im Zoo Dortmund einen ähnlichen Fall. Seebär Samson hat ebenfalls seine Mutter verloren. Auch da gab es eine erfolgreiche Handaufzucht.

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