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Top 10 Arten - Tiere im Zoo - Zoo Dortmund - Freizeit & Kultur - Stadtportal dortmund.de

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Zoo Dortmund

Malaiischer Tiger
Foto: Karl-Rainer Ledvina

Malaiischer Tiger

Malaiischer Tiger

Lupe: Klicken zum Vergrößern Der Tiger ist die größte aller Katzen.
Foto: Karl-Rainer Ledvina

Die stattlichste Katze
Der Tiger ist die größte aller Katzen und damit zugleich die größte Großkatze. Aufgrund seines weiten Verbreitungsgebietes gibt es jedoch innerhalb der Art starke Variationen bezüglich der Körpergröße.

Man kennt heute bis zu neun verschiedene Unterarten des Tigers, wovon drei bereits ausgestorben sind und eine, der Südchinesische Tiger (Panthera tigris amoyensis), höchstwahrscheinlich nur noch in Zoologischen Gärten existiert. Die stattlichste Unterart ist der Sibirische oder Amur-Tiger (Panthera tigris altaica). Erwachsene Kater erreichen eine Gesamtlänge von bis zu vier Metern und ein Gewicht von bis zu 300 kg.

Malaiischer Tiger

Lupe: Klicken zum Vergrößern Der Malaiische Tiger zählt jedoch zu den kleineren Unterarten des Tigers.
Foto: Karl-Rainer Ledvina

Verbreitung und Evolution
Aus paläontologischen Untersuchungen weiß man, dass sich die Art des Tigers in Südostasien entwickelt hat, wo auch heute noch drei der sechs überlebenden (Panthera tigris sumatrae, P. t. corbetti, P. t. malayensis) und zwei der ausgestorbenen Unterarten (Panthera tigris balica, P. t. sondaica) vorkommen. Erste Fossilien stammen bereits aus dem sehr frühen Pleistozän (vor ca. zwei Millionen Jahren).

Die rezente (gegenwärtige) Verbreitung des Tigers erstreckt sich vom westlichen Asien (Südost-Türkei) bis in den äußersten Nordosten Asiens (Amur-Gebiet) und den Südosten (Sumatra). Die westliche Unterart, der Kaspische Tiger (Panthera tigris virgata), gilt spätestens seit 1980 als ausgestorben. Tiger besiedeln eine Vielfalt von Lebensräumen, von den kalten Steppen des Nordens bis hin zu den immerfeuchten Urwäldern des tropischen Südens ihres Verbreitungsgebietes.

Malaiischer Tiger

Lupe: Klicken zum Vergrößern Mit seiner charakteristischen Streifung ist der Tiger im Wald bestens getarnt.
Foto: Karl-Rainer Ledvina

Beispiel für die Bergmann'sche Regel
Die Unterarten des Tigers sind ein Paradebeispiel für die sogenannte Bergmann'sche Regel, die besagt, daß Vertreter verwandter Tierarten in wärmeren Regionen kleinwüchsiger sind, als ihre Verwandten in kälteren Regionen. Je größer ein Tier, desto höher ist seine Wärmeproduktion im Verhältnis zur Körperoberfläche - ein klarer Vorteil bei niedrigen Temperaturen.

Die größte Unterart des Tigers ist der im hohen Norden Sibiriens vorkommende Amur-Tiger, die kleinsten Unterarten sind die Bewohner des tropischen Südostasiens; die kleinste war der um 1937 (nach neuesten Schätzungen erst um 1970) ausgestorbene Bali-Tiger (Panthera tigris balica).

Die Tiger im Zoo Dortmund
Tiger sind klassische und beliebte Zootiere. Auch im Zoo Dortmund werden Tiger seit Mitte der siebziger Jahre gezeigt. Seit 1978 bewohnen die Tiger als Nachbarn der Löwen das Raubtierhaus. Über viele Jahre hinweg wurde die Unterart des Sumatra-Tigers (Panthera tigris sumatrae) gehalten und erfolgreich gezüchtet. Nach dem altersbedingten Ausscheiden dieser Unterart aus dem Tierbestand des Zoos werden nun die ebenfalls stark bedrohten "Hinterindischen Tiger" gehalten.

Die Tiere des Dortmunder Zoos stammen von malaiischen Tigern ab. Diesen wird seit wenigen Jahren aufgrund neuester Forschungsergebnisse der Status einer eigenen Unterart, der des Malaiischen Tigers (Panthera tigris malayensis), zuerkannt. Der Malaiische Tiger ist zugleich das Wappentier des Staates Malaysia. Tiger sind vielerorts Symbol für Stärke und Tapferkeit. In seinem Verbreitungsgebiet hat der Tiger den Status des "Königs der Tiere", den andernorts der Löwe innehat.

Beeindruckender Beutegreifer
Die Beute des Tigers sind nahezu alle Großtiere in seiner Umgebung. In Notzeiten ernähren sich Tiger (vor allem der Sibirische Tiger) auch mal von Kleintieren oder sogar Beeren, in der Regel jedoch sind Hirsche die Hauptbeute des Tigers. Tiger pirschen sich an ihre Beute heran und setzen dann zu einem Sprung an.

Kleinere Beutetiere werden mit einem Nackenbiß, größere (mindestens halb so schwer wie der Tiger selbst) mit einem Kehlbiß getötet. Nach statistischen Berechnungen sind Tiger nur bei durchschnittlich 8 % ihrer Jagden erfolgreich (vgl. dazu Karpathenluchs bis zu 70 %). Tiger verfolgen ihre Beute in der Regel nicht, wenn der Überraschungsangriff fehlschlägt.

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