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Dortmunds Aufbruch zu neuen Ufern: Großes "Flutungs-Wochenende" vom 1. bis 3. Oktober 2010
Der PHOENIX See ist Mittelpunkt der insgesamt 99 Hektar großen östlichen Fläche des PHOENIX-Geländes. Mit einer Wasserfläche von 24 Hektar ist er größer als die Hamburger Binnenalster. 2005 wurde mit den Aushubarbeiten für den See begonnen - am 1. Oktober 2010 beginnt die Flutung des See offiziell.
Als vor Jahren die Idee entstand, im Dortmunder Stadtteil Hörde auf einem ehemaligen Stahlwerksgelände einen künstlichen See – umgeben von einer attraktiven Wohnbebauung – zu errichten und damit eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas zu realisieren, waren viele skeptisch. Doch jetzt, da die Flutung des Sees am 1. Oktober unmittelbar bevorsteht, ist die Skepsis einer Begeisterung gewichen.
Der Countdown läuft: Am 1. Oktober werden – fünf Jahre nach dem Spatenstich – offiziell die ersten Liter Wasser in den Phoenix See fließen.
Wird damit eine Vision Wirklichkeit?
Oberbürgermeister: Die Dortmunderinnen und Dortmunder werden Zeugen eines Stücks Zeitgeschichte, das sich wegen seiner Einzigartigkeit wohl kaum wiederholen wird. Wenn in einigen Tagen die ersten Liter Wasser von insgesamt 600.000 m³ in den See fließen, wird das sicher besonders denen eine Gänsehaut über den Rücken jagen, die das Phoenix-Gelände noch als verbotene Stadt kennen. Sie haben dort mit harter Arbeit, viel Schweiß und Dreck ihr tägliches Brot für sich und ihre Familien verdient. Aber auch allen anderen werden sich der Faszination nicht entziehen können. Nach zwei Jahrhunderten Montanindustrie in Hörde, wird nun klares Wasser zu sehen sein, soweit das Auge reicht. Das ist europaweit einzigartig.
Menschen und Wasser beeinflussen sich seit Jahrhunderten. Wie wird der See die Dortmunderinnen und Dortmunder verändern?
Oberbürgermeister: Ich glaube, die Menschen werden nicht lange brauchen, um sich an die neue Lebensqualität zu gewöhnen. Es wird selbstverständlich sein, nach Feierabend einen Spaziergang am Wasser zu machen, Wassersport zu treiben oder am Ufer zu „chillen“. Hier lässt sich arbeiten, wohnen und Freizeit miteinander verbinden. Ich bin mir sicher: das maritime Lebensgefühl wird die Menschen schneller packen, als es ihnen bewusst ist!
Auf was freuen Sie sich ganz persönlich am meisten?
Oberbürgermeister: Vielleicht mache ich einen Segelschein und trainiere für meine erste Regatta. Ich hätte mich auch auf ein Bad im See gefreut. Dies ist jedoch leider weder aktuell noch zukünftig aus gewässerökologischen Gründen erlaubt.