Das Institut hat sich intensiv mit der Presse im Nationalsozialismus beschäftigt. Ein Ergebnis dieser Arbeit ist die Edition der NS-Presseanweisungen der Vorkriegszeit (19 Bände). Quellen hierzu sind von Journalisten angefertigte Mitschriften der Pressekonferenzen, die täglich vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda abgehalten wurden. Die mündlich vorgetragenen Anweisungen sollten von den Journalisten notiert, ihren Redaktionen übermittelt und anschließend vernichtet werden. Mitarbeiter der Frankfurter Zeitung und des Dienstes nationaler Tageszeitungen widersetzten sich diesem Gebot und versteckten ihre Mitschriften. Sie liegen heute im Bundesarchiv in Koblenz (als ZSg. 102 und ZSg. 101).
Inhalt der Anweisungen waren Berichtsverbote und -gebote alle politischen und gesellschaftlichen Bereichen betreffend, die mit dem Begriff „Gleichschaltung der Presse” nicht adäquat beschrieben sind.
Die vielfältigen Themen und die Detailliertheit der Anweisungen machen die Edition auch für andere als die pressehistorische Forschung interessant. Um einen Einblick über die behandelten Themen, Ereignisse, Sachverhalte und Personen zu geben, werden die Register der Jahrgangsbände 1936 bis 1939 hier mit freundlicher Genehmigung des K. G. Saur-Verlags als PDF-Dateien zur Verfügung gestellt.
NS-Presseanweisungen der Vorkriegszeit
Edition und Dokumentation, hrsg. von Hans Bohrmann und Gabriele Toepser-Ziegert, bearbeitet von Claudia Bartels, Heike Fortmann-Petersen, Doris Kohlmann-Viand, Karen Peter und Gabriele Toepser-Ziegert, K. G. Saur Verlag, München 1984-2001.
Unter Mitarbeit von Doris Kohlmann-Viand und Karen Peter München: Saur 1993
(Quellentexte)
Bearbeitet von Karen Peter
München: Saur 1998
(Quellentexte)
Bearbeitet von Karen Peter
München: Saur 1999
(Quellentexte)
Bearbeitet von Karen Peter
München: Saur 2001