Kinder haben Rechte! Seit 1989 gelten fast weltweit die UN-Kinderrechtskonventionen. Sie garantieren allen Kindern grundlegende Menschenrechte in den Bereichen Schutz, Entwicklung und Beteiligung.
Kinder haben zwar Rechte, aber oftmals keine Lobby. Unser Ziel als Interessenvertretung für die Kinder ist es, Kinder über ihre Rechte zu informieren und sie somit in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Persönlichkeit zu stärken. Als Interessenvertreter von Kindern spürt das Büro für Kinderinteressen in vielen direkten Aktionen Ideen und Wünsche von Kindern und Jugendlichen auf und setzt sich in der Öffentlichkeit, in Politik und Verwaltung für die Kinderinteressen ein. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist es, bei städtischem Planen und Handeln mehr Kinderfreundlichkeit zu erreichen.
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Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Anhörung, Mitsprache und Mitbestimmung, wenn es um ihre Lebensräume geht (Kinder- und Jugendhilfegesetz § 8). Als Experten in eigener Sache bringen sie ihr Fachwissen in die Spielraumplanung ein. Kinder- und Jugendbeteiligung läuft nie nach dem gleichen Schema ab. Sie ist von Ort zu Ort individuell der Situation anzupassen.
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Planung von Spiel- und Lebensräumen für Kinder und Jugendliche ist aktive Planungsarbeit zwischen Kindern und Jugendlichen, Anwohnern, Jugendamt und Wohnungsbaugesellschaften, technischen Planern, Stadtgrün, Ingenieurbüros sowie Garten- und Landschaftsplanern. Nur so können lebendige und attraktive Orte geschaffen werden, die den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen gerecht werden und die sicher, spannend und abwechslungsreich sind.
Das Büro für Kinderinteressen beteiligt Kinder und Jugendliche bei der Planung von Spielräumen wie Schulhöfen, Außengeländen von Kindertageseinrichtungen, Spielpunkten in der City, Spielplätzen von Wohnungsbaugesellschaften, Parkanlagen u.ä. In kindgerechter Form, z.B. in einer Zukunftswerkstatt oder beim Modellbau, formulieren Kinder und Jugendliche ihre Ideen und Wünsche für den Bau ihrer Spielräume.
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Dass ihre Anregungen ernst genommen werden, zeigt sich darin, dass Bauvorhaben in für Kinder überschaubaren Zeiträumen verwirklicht werden und sie dann ganz konkret nachvollziehen können, wie ihre Vorstellungen verarbeitet wurden. Positiver Nebeneffekt: Beteiligte Kinder und Jugendliche fühlen sich für ihre mitgeplanten Spiel- und Lebensräume verantwortlich und Vandalismus wird somit effektiv vorgebeugt.
Projektbezogene Beteiligung (Schema)
1. Projektplanung:
In dieser Phase des Projektes gibt es erste Kontaktaufnahmen zu Kindern direkt im Quartier oder über Kitas, Schulen, Verbände etc. um zu hinterfragen, ob Interesse an einer Beteiligungsaktion besteht. Daraufhin finden Erstgespräche mit den interessierten Kindern statt, um sie detailliert über das Projekt zu Informieren. Entschließen sich die Kinder dazu an dem Projekt teilzuhaben, werden sie zu der Beteiligungsaktion eingeladen.
2. Projektdurchführung:
Bei dieser Beteiligungsaktion, die meist über mehrere Tage läuft, haben Kinder die Möglichkeit, ihre Ideen, Wünsche und Visionen auf vielfältige Art und Weise zu äußern.
3. Projektauswertung:
Im Anschluss an die Beteiligungsaktion werden die Ergebnisse ausgewertet. Mit dieser Auswertung geht das Büro für Kinderinteressen erneut zu den Kindern, um ihnen den "Bau-Plan" zu erläutern, gegebenenfalls Änderungswünsche zu diskutieren und das Einverständnis der Kinder einzuholen.
4. Projektdokumentation:
In schriftlicher Form wird das Projekt von A-Z festgehalten.
5. Projektabschluss:
Nach Fertigstellung werden die beteiligten Kinder eingeladen, ihre Planung zu begutachten und einzuweihen.
Konkretes Beispiel: Spielen ohne Barrieren – Der erste barrierefreie und integrative Spielbereich in Dortmund, Projektdokumentation (s. Referenzmaterial).
Bei der Bebauung von städtischem Raum prüft das Büro für Kinderinteressen die Planung auf Kinderfreundlichkeit und fordert sie durch konkrete machbare Vorgaben ein.
Qualitätskriterien für kinderfreundliche Bebauungspläne:
In Expertenrunden, auf Fachtagungen und im Rahmen von gutachterlichen Stellungnahmen gibt das Büro für Kinderinteressen aufgrund seiner langjährigen Erfahrungen Wissen und Ideen zu Themen wie "Partizipation" oder "Kinderfreundliche Stadt" an andere Fachexperten (Planer, Gestalter etc.) weiter.
Sie können bei uns anfordern:
Referate Gerd Mlynczak 1992 - 2005
"Der Spielbogen – Programm und Infrastruktur einer Spielstraße im Park",
Schweden/Aneby, 1992, HAGS (Veranst.)
"Spielplatzplanung – eine neue Herausforderung für mehr Kinderbeteiligung“,
Berlin, 1994, Freiraumplanergruppe Berlin
"Komponenten der Spielraumplanung“ (Fachseminar),
Hannover, 1995, Fachinformation Spielraum
Fachmesse Spielraum: Freiräume und Kinderträume
Hannover, 1998, Fachinformation Spielraum
Sinnesentfaltung in der Spielraumgestaltung
Osnabrück, 1993, Diakonisches Werk
Kinderbüro – was ist das eigentlich?
Neustadt, 1997, Neustadter Arbeitskreis
Der kinderfreundliche Vermieter "Prädikat Kinderfreundlich", Dortmund, 1997, Jugendamt Dortmund/Büro für Kinderinteressen
Barrierefrei spielen – Freiraumplanung aus Sicht der Menschen mit Handicap,
Bielefeld, 1998, ev. Kirche/Bethel
"Laß mich in Ruhe, kein Bock auf..., aber den Stadtteilpark in Dortmund-Scharnhorst bauen wir mit." Jugendliche planen und bauen Ihre Aufenthaltsbereiche,
Lingen, 1998, Stadt Lingen/Amt für Jugend und Familie
Schulhofgestaltung – Perspektiven partizipativer Spielraumplanung,
Bielefeld, 1999, Stadt Bielefeld/Jugend Bielefeld
Das rollende Kinderbüro – Kinder haben Rechte –
Projekte aus der Quartiersplanung in Dortmund,
Zürich, 1999, pro juventute
Der Pantoffelspielplatz (Spielraum vor der Tür),
Berlin, 2000, Wohnungsbaugesellschaften Berlin
"Looping-Rutsche aus schwindelnder Höh" –
Spielplatzplanung in Dortmund/Beteiligungsverfahren,
Einsiedel, 2002, Kulturinsel Einsiedel u. Stadt Görlitz
Flensburger Forum: Beteiligung bei der City-Planung
Flensburg, 2002, Stadt Flensburg/Fa. KOMPAN
Interessante, preisgünstige Spielplätze für Dortmunder
Kleingartenanlagen,
Dortmund, 2003, Kleingarten Verband Dortmund
Garten des Wissens – Technik und Spiel (Konzept)
Dortmund, 2004, Westfalenpark Dortmund
Spielleitplanung – Vom Projekt zur Strategie
Dortmund, 2004, Planungsbüro Stadtkinder Universität Dortmund – Fakultät Raumplanung
Spielraummesse: City-Spielraum für Kinder
Hannover, 2004, Stadt und Raum Messemediengesellschaft
Kinder haben Rechte,
Schwerte, 2004, Diözese Paderborn (kath. Kirche)
Kinder sichten – Städtebauliches Kolloquium "Kinder planen mit", Dortmund, 2004, Universität Dortmund – Fakultät Raumplanung
Spielraumkonzept Revierpark Wischlingen (technische Planung)
Dortmund, 2004/2005, Spielplatzverein Dortmund
Stadt ohne Kinder – Spielplätze der Stadt Dortmund –
grundsätzlich mit Kinderbeteiligung (Beispiel u.a. City-Planung)
Dortmund, 2005, Forum Stadtbaukultur Dortmund