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Lachendes Mädchen
Bild: photocase.com / reinerseiner

Freitagsmaler im Jugendzentrum Wellinghofen

Ein ganz spezielles Buffet bietet die Kunstmalerin Anette Göke jenen Familien, die sich auf Einladung des Familien-Projekts und der Ruhr Nachrichten im Jugendzentrum Wellinghofen eingefunden haben: 14 Freitagsmaler im Alter zwischen vier und zehn Jahren blicken auf drei Dutzend Schüsseln, gefüllt mit kantigen Dekosteinen, weißen Muscheln, schokobraunen Kastanien, feldsalatgrünen Seidenblättern.

Von Barbara Nobis

Marvin kann nicht umhin - immer wieder wandert sein Zeigefinger in die Schüssel mit den zarten, orangefarbenen Seidenblüten. Sein Freund Marius betastet knorrige Ästchen, befingert glatte, heidelbeerblau schimmernde Glassteine.

Hauptsache bunt

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Bei diesem reich gedeckten Tisch leuchten auch die Augen von Benjamin, Finn, Naja und Sandy. Gleich dürfen sie zulangen. Gleich dürfen sie ihren blanken, weißen Keilrahmen mit allerhand Deko- Material, mit Spachtelmasse und Acrylfarben in ein hügeliges, farbenfrohes Fantasiebild verwandeln.

Doch zunächst nennt Frau Göke den Kindern zwei grundsätzliche Regeln, die Eltern und Kinder bei der Anfertigung der Collagen beachten sollten: "Kennt Ihr auch diese Buffet-Gänger, die sich immer zuviel auf den Teller schaufeln, weil die Augen größer sind als der Magen?", fragt Anette Göke ihre Gäste. Die Kinder nicken wissend. "Nehmt Euch daher bitte nur die Sachen, die Ihr tatsächlich braucht. Es dauert nämlich ziemlich lange, die Materialien nach dem Kurs auseinander zu dividieren." Regel Nr. 2: Bei der Gestaltung des Bildes ist jedes Kind sein eigener Chef(koch), Eltern sind lediglich Gehilfen ihres Kindes und haben ihm nicht reinzureden.

Chefsein ist schön, Chefsein ist schwer. "Papa, was soll ich denn nur malen?" Niklas blickt seinen Vater fragend an. "Mal doch ein Segelschiff", rät der Vater. "Möchte ich nicht", sagt Niklas, weil seine Schwester Luisa schon an einem Segelschiff-Bild werkelt. Niklas schweigt, blickt aus dem Fenster, grübelt. Regel Nr. 3: Ein Kunstwerk zu schaffen, bedeutet für das Kind, geduldig zu Werke zu gehen und abzuwarten, damit das Resultat zum Schluss wirklich seinen Gefühlen und Vorstellungen entspricht.

Aber diese Regel hat Anette Göke den jungen Künstlern eingangs nicht verraten. Schließlich will sie die Kinder nicht reglementieren, sondern sie zur Selbsterfahrung und zum Experiment inspirieren. Diese Selbsterfahrung braucht bei Niklas seine Zeit. Lange denkt er nach, legt schließlich seine linke Hand unter das Kinn. Ist sein Kopf vom vielen Grübeln zu schwer geworden? Dann der erlösende Geistesblitz: "Papa, ich werde ein Flugzeug malen. Holst du mir etwas von der rotbraunen Farbe in der Schale dahinten?" Der Vater läuft los. Chefsein ist schön.

Papa darf beraten, Tochter entwirft das Bild

Lupe: Klicken zum Vergrößern Papa darf beraten, Tochter entwirft das Bild

Der vierjährige David hat zu diesem Zeitpunkt bereits das Weiß des Keilrahmens mit großzügigen Pinselstrichen verschwinden lassen. Erdbeerrote, waldmeistergrüne und eigelbe Farbflächen stoßen aneinander. Was dem Arrangement noch fehlt? David läuft zum Buffettisch, schnappt sich mehrere blau gefärbte Holzstückchen, dazu ein paar Glassteine und dekoriert mit ihnen sein Kunstwerk. Mahlzeit! Genug Futter für die Augen.

Jetzt gibt's was für den Magen - und zwar leckere Schokokekse! Nicht nur David, auch die anderen Kinder bedienen sich. Zeit genug zum Naschen haben sie - jede Farb- und Leimschicht braucht zirka zehn Minuten, bis sie angetrocknet ist. Ähnlich einem gepflegten Menü ist eben auch eine Collage eine fein aufeinander abgestimmte Komposition, die mehrerer Gänge bedarf.

Nach zwei Stunden haben die Kinder ihr Menü - pardon ihr Bild - abgeschlossen. Auch Sandy ist fertig und betrachtet zufrieden ihr Werk, in dessen Mitte ein grasgrüner Frosch hockt. Diesen hat die Zehnjährige aus einer Serviette ausgeschnitten und drum herum Muscheln und Äste drapiert. Ihre Mutter Jutta Peters ist überrascht, dass Sandy auch ohne Hilfe nur Bestes angerichtet hat: "Am Anfang hatte ich meine Zweifel, ob die Muscheln tatsächlich mit dem Frosch harmonieren, aber sie hat das ganz toll gemacht."

"Toll" und "Super" tönt es am Ende des Workshops immer wieder durch den Raum. Auf dem langen Konferenztisch liegen zwölf gestaltete Keilrahmen, die so verschieden sind wie die Geschmäcker. Finn hat dem Wrestlingstar Jeff Hardy aus Ästen blaue Haare angeklebt. "Gefällt dir mein Bild?" fragt er seinen Freund Benjamin. "Ist halt lustig" antwortet dieser und will wissen, was Finn von seinen Dekostein- Mustern hält. Finn betrachtet mit Expertenblick Benjamins Keilrahmen und antwortet: "Ist halt Kunst."

Bilderstrecke: Ausflugsziel Freitagsmaler

Erst überlegen, dann Material beschaffen

Erst überlegen, dann Material beschaffen  

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Kontakt

Malstudio Anette Göke
44269 Dortmund
Telefon: 0231 7298146
E-Mail: info@kunstundwerben.de
Internet: www.kunstundwerben.de
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