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Familienportal

Baby krabbelt

Willkommensbesuche des Familienbüros

Willkommensbesuche vom Familienbüro: Zuhören, beraten, helfen.

Von Gerd Ruebenstrunk

13 Uhr. Aus den Fenstern im Kreuzviertel weht der Duft frisch zubereiteter Mahlzeiten auf die Straße. Mittagspause – allerdings nicht für Stefanie R. vom Familienbüro Innenstadt-West. Sie hat genau um diese Zeit einen Besuchstermin, den vierten an diesem Tag. "Wir schlagen zwar Termine vor, aber natürlich richten wir uns auch nach den Wünschen der Mütter oder Väter", erklärt sie, während sie ihr Fahrrad festschließt.

Baby

Lupe: Klicken zum Vergrößern Das Familienbüro besucht alle Familien mit Nachwuchs in Dortmund.
Bildlizenz: Creative Commons Namensnennung 3.0 flickr / fumpt

Stefanie R. macht Antrittsbesuche. Jede Familie, bei der Nachwuchs ankommt oder die neu nach Dortmund zieht, wird von den Mitarbeitern des zuständigen Familienbüros besucht. Dabei geht es um zweierlei: Zum einen sollen die Familien über die Funktion und das Angebot der Familienbüros informiert werden; zum anderen werden die Wünsche, Fragen oder Vorschläge der Familien aufgenommen, beantwortet oder weitergeleitet.

Frau S. öffnet die Tür, den kleinen Jan auf dem Arm. Sie bittet die Besucherin ins Wohnzimmer, das hell und freundlich eingerichtet ist, auch wenn sich noch ein paar Umzugskartons an einer Wand stapeln. Stefanie R. stellt sich und das Familienbüro noch einmal kurz vor, dann ist Frau S. an der Reihe.

Ein offenes Ohr für alle Anliegen

Sie hat gleich mehrere Anliegen, die sie besprechen möchte: Der Zustand der Wege im Tremonia-Park ist eines davon. Stefanie R. macht sich Notizen; sie hat ähnliche Klagen auch schon von anderen Müttern gehört. Auch die Parkplatzsituation macht Frau S. zu schaffen. Oft sind die Plätze vor dem Haus zugeparkt, und sie muss mit Kind, Kinderwagen und Großeinkauf mehrere Straßen entfernt parken. Beides kann das Familienbüro natürlich selbst nicht ändern, aber man sorgt dafür, dass die Wünsche der Eltern an die richtigen Stellen weitergeleitet werden und hakt auch immer wieder nach, ob sich etwas tut.

Der kleine Jan wird unruhig. Frau S. legt ihn auf den Teppich und beschäftigt ihn mit einem bunten Ball. Sie würde gern so bald wie möglich mit ihm zum Babyschwimmen gehen. Stefanie R. hat sich vorbereitet und legt eine Liste aller Einrichtungen auf den Tisch, an denen Babyschwimmen angeboten wird – darunter auch so ungewöhnliche Orte wie Hotels, auf die man als Mutter nicht unbedingt kommen würde. "Nach unserem Terminvorschlag rufen die Eltern uns manchmal an, wenn sie ein konkretes Anliegen haben", erklärt Stefanie R. "So können wir zum Besuch schon gezielte Informationen mitbringen."

Baby mit Mutter

Lupe: Klicken zum Vergrößern Die Mitarbeiterinnen des Familienbüros wissen Rat bei allen wichtigen Fragen.
Bildlizenz: Creative Commons Namensnennung 3.0 flickr / Pietro

Die Familienbüros können Eltern viel Arbeit abnehmen

Viele Eltern sind erstaunt, bei wie vielen Dingen ihnen die Familienbüros die Arbeit abnehmen können. So äußert Frau S. den Wunsch, möglichst bald wieder arbeiten gehen zu können. Dafür braucht sie allerdings irgendwann einen Platz in einer Kindertagesstätte, die Kinder unter drei Jahren aufnimmt.

Stefanie R. weiß auch hier Rat: Sie nennt die Adressen mehrerer Elterninitiativen in der Nachbarschaft, die diese Voraussetzung erfüllen und rät Frau S., sich vorsorglich bei anderen Einrichtungen schon auf die Anmeldeliste setzen zu lassen. "Das erledigen  wir gerne für Sie", erklärt sie. "Rufen Sie mich einfach an oder kommen Sie im Familienbüro vorbei, wenn Sie Zeit haben."

Zitat "Unsere Arbeit wird nie langweilig!"  - Stefanie R.

Während der kleine Jan fröhlich gurgelnde Geräusche von sich gibt, zieht Stefanie R. die Programme der katholischen und evangelischen Familienbildungsstätten aus der Tasche. Frau S. möchte mit Jan möglichst bald zu einer Krabbel- oder PEKIP-Gruppe. In den Broschüren wird eine Reihe von Angeboten aufgezählt. Und wie steht es mit einem Babysitter-Service? "Wir planen gerade den Aufbau einer Kartei von Schülern, die das Babysitter-Diplom der Familienbildungsstätte besitzen. Dann bieten wir das auch über die Familienbüros an."

Nach einer knappen Stunde ist der Besuch vorbei. Stefanie R. berichtet noch von einigen anderen Müttern im Viertel, die Interesse an einem regelmäßigen Treffen geäußert haben. Würde Frau S. da auch mitmachen? Das Familienbüro wird sich darum kümmern, alle zu informieren, wenn genügend Interessenten beisammen sind. Um 14 Uhr schwingt sich Stefanie R. wieder auf ihr Rad. Jetzt geht es zurück ins Familienbüro, um den Besuch zu protokollieren und die Anliegen von Frau S. weiterzuleiten. Und dann? Sie lacht: "Wir haben immer etwas zu tun. Jeder hat andere Fragen und Wünsche, so wird unsere Arbeit nie langweilig. Und es ist ein schönes Gefühl, anderen mit seiner Tätigkeit wirklich helfen zu können."

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