Sie können einen kostenlosen und anonymen HIV-Antikörper-Test im Gesundheitsamt der Stadt Dortmund durchführen lassen.
Hinweis:
Zur Durchführung eines HIV-Schnelltestes müssen Sie dienstags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr und mittwochs in der Zeit von 13 bis 17 Uhr im Gesundheitsamt sein.
Der Test darf nicht ohne Ihre Einwilligung durchgeführt werden. Und eine persönliche Beratung vorher ist sehr anzuraten.
Dienstag: 9:00 - 13:00 Uhr
Mittwoch: 13:00 - 18:00 Uhr
(keine Anmeldung erforderlich).
Nach einer Infektion werden nach wenigen Wochen im Blut Antikörper (Abwehrstoffe) gegen HIV gebildet. Diese können mit dem "HIV-Test" nachgewiesen werden.
Weitere Informationen
Nach drei bis vier Monaten zeigt er mit hoher Sicherheit, ob HIV-Antikörper im Blut gebildet wurden ("positiv") oder nicht ("negativ").
Weil im Blut eine Vielzahl anderer Antikörper vorhanden ist, wird bei einem positiven Testergebnis dieses vor der Mitteilung mit einem Bestätigungstest kontrolliert - um die irrtümliche Annahme einer Ansteckung ("falsch positiv") auszuschließen.
Ein "negatives" Testergebnis (keine HIV-Antikörper nachgewiesen) ist nur aussagekräftig, wenn das Infektionsrisiko mindestens drei bis vier Monate zurückliegt. Bei einem "positiven" Testergebnis (HIV-Antikörper nachgewiesen) muss von einer HIV-Infektion ausgegangen werden. Ein solches Ergebnis ist für den betroffenen Menschen sehr folgenschwer.
Sicher und zugelassen ist nur der HIV-Antikörpertest. Einzig in seiner Durchführung gibt es Unterschiede: der Test kann in einem Labor durchgeführt werden oder direkt in einer Beratungsstelle als HIV-Schnelltest.
Weitere Informationen
Der HIV-Schnelltest hat, wenn er durch erfahrenes Personal durchgeführt wird, die gleiche Sicherheit wie ein Labortest.
Der direkte Nachweis des Virus (PCR-Untersuchung) ist nicht als Test für die Feststellung einer HIV-Infektion zugelassen. Die PCR-Untersuchung wird unter anderem eingesetzt bei Neugeborenen infizierter Mütter und als Therapiekontrolle HIV-positiver Menschen.
HIV-Heimteste sind in Deutschland nicht zugelassen. Problematisch ist hierbei die Anwendungssicherheit und die Tatsache, dass im Falle eines positiven Ergebnis nicht direkt ein Bestätigungstest durchgeführt werden kann.
Ein Test sollte immer dann erwogen werden, wenn Sie ein HIV-Risiko hatten.
Weitere Informationen
Der Test kann sinnvoll sein
Ein HIV-Ansteckungsrisiko und die Überlegung, den Test zu machen, werfen sehr persönliche Fragen auf. Hier kann Ihnen eine - auf Sie persönlich zugeschnittene - Beratung entscheidend helfen.
Weitere Informationen
Sie sollten sich auf ein mögliches positives Testergebnis vorbereiten. Denn die Tatsache, sich mit HIV angesteckt zu haben, wäre höchstwahrscheinlich ein Schock und ein tiefer Einschnitt in Ihr Leben. Die Anonymität der Beratung und des Testergebnisses sind bei unserer Beratungsstelle gewährleistet. Sie brauchen Ihren Namen nicht zu nennen, Beraterinnen und Berater sind außerdem zur Verschwiegenheit verpflichtet. Beratung braucht Zeit und Vertrauen. Setzen Sie sich nicht selbst unter Druck und erzwingen Sie keine Entscheidung. Sie können sich auch zunächst telefonisch Rat holen.
Wichtige Punkte bei einer Beratung:
Der Test ist keine Vorbeugungsmaßnahme.
Weitere Informationen
Er kann Sie nicht vor einer Ansteckung schützen. Auch wenn der Test negativ ausgefallen ist, müssen Sie sich künftig vor einer Ansteckung schützen.
Der Test kann keine Aussage über eine Infektion in den letzten Wochen machen. So sind zum Beispiel "Aids-frei"-Bescheinigungen in Partnerclubs oder in Bordellen irreführend und vermitteln eine trügerische Sicherheit.
Der Test kann keine Aussage über die Zukunft machen. Falls Sie infiziert sind, kann er nicht sagen, ob oder wann Sie an Aids erkranken. Er ist kein "Aids-Test".
Eine HIV-Infektion verändert das Leben grundlegend. Menschen mit HIV können heute bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung oft mit einer fast normalen Lebenserwartung rechnen. Mitte der 1990er Jahre wurden wirksame Medikamente gegen HIV entwickelt und eingeführt.
Weitere Informationen
Heilbar ist die Infektion nicht, aber gut behandelbar. Man muss die Medikamente, wenn man mit einer Therapie begonnen hat, aber lebenslang jeden Tag einnehmen.
Vor, aber auch während der Therapie, sollten HIV Infizierte bei sexuellen Kontakten ein Kondom verwenden. Dieses dient dem Schutz des nicht infizierten Partners/in, aber auch dem Schutz vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen, die den Verlauf einer HIV Infektion negativ beeinflussen können.
Im eigenen Interesse ist es sinnvoll, alle behandelnden Ärzte über die HIV-Infektion zu informieren. Dadurch können wichtige Entscheidungen für Diagnose und Behandlung getroffen werden.
Sie sollten Ihre Sexualpartnerinnen und -partner über die Infektion informieren. Die konsequente Benutzung von Kondomen bei Sexualkontakten ist unbedingt notwendig.
Bitte denken Sie auch daran: HIV-Infizierte dürfen
spenden. Spenderausweise müssen vernichtet werden. Wie die Mitteilung Ihrer Infektion auf Ihre Familie, Lebenspartner, Freunde oder Bekannte wirkt, kann kaum vorausgesagt werden. Deshalb sollten Sie bereits vorher die Unterstützung von erfahrenen Beraterinnen und Beratern oder auch von Selbsthilfegruppen nutzen. Dieses hilft die Probleme, die sich ergeben können, besser bewältigen zu können.
Die örtlichen Aids-Hilfen bieten Ihnen eine erste Anlaufstelle und haben in den meisten Fällen auch Selbsthilfegruppen in ihren Räumlichkeiten.