Mit der Gesundheitsberichterstattung wird die gesundheitliche Situation der Bevölkerung beschrieben. Sie liefert die empirischen Grundlagen zur gesundheitlichen Situation und Versorgung der Bürgerinnen und Bürger. Gesundheitsberichterstattung gibt es in Deutschland auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene.
Die Berichterstattung auf kommunaler Ebene richtet den Blick auf die Besonderheiten vor Ort.
Gesundheitsberichterstattung informiert die Fachöffentlichkeit, Entscheidungsträger und die Bürgerinnen und Bürger über bedeutsame gesundheitspolitische Entwicklungen. Diese Informationen können als Orientierung für die Gesundheits- und Sozialplanung genutzt werden.
Inzwischen liegen verschiedene Berichte vor, die die gesundheitliche und soziale Lage in Dortmund beschreiben. Die Möglichkeit, diese "Daten für Taten" zu nutzen, eröffnet sich.
Mit Hilfe der Daten können Zielgruppen für gesundheitspolitische Maßnahmen definiert und Schwerpunkte gesetzt werden.
Die Koordination der Gesundheitsförderung, die Prävention und die Durchführung von Projekten gehören seit langem zu den wichtigen Aufgaben des Gesundheitsamtes.
Zunächst eine Abgrenzung der Begriffe Gesundheitsförderung und Prävention:
Trojan (1986) definiert den Begriff folgendermaßen:
"Gesundheitsförderung ist als Begriff nicht eindeutig gegen andere Konzepte wie Prävention, Gesundheitsschutz, Vorsorge. u.a. abzugrenzen. Gesundheitsförderung soll vielmehr eine grundlegend andere Sichtweise und Orientierung signalisieren als Krankheitsverhütung und Gesundheitserziehung..."
"Gesundheitsförderung ist für uns 'soziale' Arbeit im weiten Sinne."
Schon 1947 hat die WHO Gesundheit als einen Zustand vollständigen physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens definiert und damit nicht nur auf die Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen hingewiesen. Mit dieser Beschreibung von Gesundheit endet die rein medizinische Sichtweise, in dem auch psycho-soziale Aspekte für den Gesundheitsbereich als wichtig empfunden werden.
Wichtige Ziele und die Prinzipien des eher ganzheitlich orientieren Begriffs der Gesundheitsförderung wurden 1986 in der Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation formuliert. Die Charta betont einen querschnittsbezogenen Ansatz der Gesundheit und hebt die individuellen und sozialen Ressourcen für die Gesundheit hervor. Außerdem wird auf die Bedeutung einer gesunden Umwelt für das Wohlbefinden bzw. die Gesundheit besonderes Gewicht gelegt. Nach der Ottawa-Charta ist die Entwicklung einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik wichtig.
Das bedeutet im einzelnen
In diesem Ansatz wird Gesundheit bzw. Gesundheitsförderung als Querschnittsaufgabe gesehen, der beinahe alle Politikbereiche berührt.
Infos zu von der Koordinationsstelle organisierten Veranstaltungen
Prävention (lat. praevenire zuvorkommen) umfasst vorbeugende Maßnahmen der Verhütung von Krankheitsrisiken, Krankheiten und den Folgeschäden von Krankheiten. Gängig ist eine Unterscheidung in:
Während die primäre Prävention vor allem auf einer Verminderung von Gesundheitsrisiken abzielt liegt der Schwerpunkt der Gesundheitsförderung eher auf einer Stärkung der individuellen Ressourcen.