Am Donnerstag und Freitag, 8. und 9. November, findet ein DASA-Symposium in der Reihe "Constructing the future of work" statt.
Es widmet aus vorwiegend soziologischer Perspektive der Frage nach dem Wechselspiel zwischen Individuum und Gesellschaft in der sich wandelnden Arbeitswelt.
Die bekannten Rollen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern verlieren zunehmend ihre scharfen Konturen. Viele Beschäftigte sind zu Virtuosen des Selbstmanagements geworden, flexibel und hoch motiviert - nicht zuletzt auch aufgrund deregulierter Arbeitsverhältnisse und dem Umbau der Sozialsysteme. Zwischen eigenverantworteter Freiheit und neuen Abhängigkeiten, Leistungsverdichtung und biographischen Unsicherheiten entstehen neue Phänomene der Belastung. Die zweitägige Veranstaltung fragt nach den Hintergründen und Auswirkungen auf die Menschen: Wie bleiben sie gesund und leistungsfähig? Wie kann man diesem Wandel aus gesellschaftlicher Sicht begegnen?
Renommierte Wissenschaftler reflektieren über die Neubestimmung der eigenen Rolle als Individuum in der Arbeitswelt im Umbruch, über die Neugestaltung des "Ruhestandes" und die gefährdete Mitte der Gesellschaft. Namhafte Berater wie Johannes Czwalina und der Bestsellerautor Markus Albers ("Morgen komm ich später rein") bieten Workshops zur bewussten Lebens- und Arbeitsgestaltung. Flankiert werden sie von Diskutanten wie der bekannten Autorin Kathrin Röggla ("Wir schlafen nie"), der Regisseurin und Filmemacherin Carmen Losmann ("Work hard – play hard") und der Bestseller- Autorin Katja Kullmann ("Generation Ally", "ECHTLEBEN"). Einen Ausblick auf zukünftige Arbeitswelten bietet in einem öffentlichen Abendvortrag der Zukunftsforscher Horst Opaschowski.
Die DASA organisiert die Symposien-Reihe "Constructing the Future of Work" mit wechselnden Schwerpunkten. Sie versteht sich als bildungsaktiver Lernort, interdisziplinär und auf die Kommunikation mit dem Publikum setzend. Das Symposium richtet sich sowohl an ein breites, sozialpolitisch interessiertes Publikum sowie an Personalverantwortliche und in der Organisationsberatung Tätige, Berater und Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik.
Eine Anmeldung ist erforderlich unter E-Mail: groegor.annegret@baua.bund.de. Das Symposium kostet für beide Tage 150 Euro, für einen Tag 100 Euro.