Vom 14. Juli bis zum 3. September 2012 wird in Dortmund eine Reise durch die kongolesischen Künste der Gegenwart durchgeführt.
In der Ausstellungshalle des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, präsentieren sich 12 zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen aus der Demokratischen Republik Kongo. Die Ausstellung zeigt Fotografien, installative Arbeiten, konzeptionelle Kunst, klassische Skulptur und Malerei. Wie dem Kurator Aimé Mpane, zugleich ein wichtiger Künstler der Gegenwart, ist es den meisten Akteuren gelungen, ihre Arbeiten auf mehreren Kontinenten zu vertreten. Obwohl offiziell Millionen Menschen in Kinshasa als arbeitslos einzustufen sind und sich täglich als Händlerinnen oder Händler, als Tagelöhner und Boten versuchen müssen, kann eine kleine Familie mit zahlreichen Kindern irgendwie doch überleben. Obwohl kein nach westlichem Maßstab funktionsfähiges öffentliches Transportwesen in Kinshasa existiert, werden Menschen täglich millionenfach hin und her transportiert, genauso Waren und Güter für die zahlreichen Märkte in der Hauptstadt. Für Aimé Mpane besteht eine organisierte Realität in Kinshasa nicht mehr. Die Bewohner der Stadt und ihre Kunst bewegen sich im Surrealen. Der Schrei als Ausdruck von Angst, Wut und Freude zugleich hat sich in die zeitgenössische kongolesische Kunst als Geste eingraviert. Und doch ist Kinshasa eine Quelle unendlicher Kreativität, da ja schon das einfache Überleben nur kreativ bewältigt werden kann. In dieser Kraft der Kreativität und in der Fähigkeit zur künstlerischen Gestaltung liegt etwas Tröstliches, schließlich sogar Ermunterndes. Die vorgestellten Kunstwerke repräsentieren das Bekenntnis zu Humanität, das sich im Widerstand und im Überschreiten der widrigen Realitäten Bahn bricht.
Für Kinder ab 10 Jahren, Freitag, 20.7., und Samstag, 21.7., jeweils von 10 bis13 Uhr, für beide Tage zusammen 10,00 Euro Teilnahmegebühr, Anmeldung unter Telefon: 0231 50-26028
Der Ausstellungskatalog ist für 19 Euro im Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, erhältlich.
Im ehemaligen Gebäude des Museums am Ostwall, Ostwall 7, wird aktuelle Fotografie aus dem Kongo präsentiert. 42 Bilder kommentieren das alltägliche Leben in Kinshasa, wobei die menschlichen Grundkonstellationen wie der Lebensrhythmus von der Geburt bis zum Tod, die Notwendigkeit von Arbeit und Transport, Spielen und Feiern die Dramaturgie der Ausstellung bestimmen.
Die Kunst der artistes peintres de style populaire in Kinshasa steht mitten im Leben. Sie wird en passant vom Publikum registriert oder eingekauft, sie reflektiert den Alltag der afrikanischen Großstadt unmittelbar. Aufgrund dieser Ausgangskonstellation stellen 14 populäre Künstlerinnen und Künstler aus Kinshasa ihre Arbeiten im größten Einkaufszentrum Dortmunds aus. Der Dortmunder Hilfsverein Dorkin e. V., der sich für den Aufbau von Schulen in Kinshasa und die Unterstützung des dortigen Zoos engagiert, wird während dieser Ausstellung über verschiedene Hilfsprojekte informieren.
Der Eintritt ist frei, Öffnungszeiten des Centers:
Filme von Künstlern aus Kinshasa, Filme über kongolesische Kunst, Kunstfilme und Filme über Künstler - die gefilmten Bilder zum kongolesischen Kunstgeschehen werden in dieser Reihe präsentiert. In einem ansprechenden Cocktail aus Spielfilm, Dokumentarfilm und Kunstfilm stellt der im U-Turm aktive kinobetreibende Verein, Leonie-Reygers-Terrasse, ein ungewöhnliches und spannendes Programm zusammen. Einblicke in das interessante Musikleben der Stadt werden filmisch aufbereitet.
Dass der afrikanische Kontinent von der kongolesisch beeinflussten Popmusik und von der kongolesischen Rumba musikalisch stark beeinflusst ist, hat sich herumgesprochen. Dass zudem Unterhalter und Comedians ebenfalls Furore machen, dürfte weniger bekannt sein. In das Begleitprogramm der Ausstellungen und Filmveranstaltungen werden Konzerte und Performances aufgeführt. Das Jugendamt bietet ein Vermittlungsprogramm in diversen Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche.
Stadt Dortmund, Kulturbetriebe, Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Zusammenarbeit mit:
Académie des Beaux-Arts (Kinshasa), Africalia (Bruxelles), Africa positive,
Association des artistes peintres de style populaire (Kinshasa), Auslandsgesellschaft NRW e.V., Dorkin e.V. , ProKultur, Thier-Galerie Dortmund, Verein Kino im U.