Das Kulturfestival "Merhaba Heimat!" rückte 2011 das reichhaltige türkische Kunst- und Kulturleben ins Zentrum der Aufmerksamkeit und erreichte über 25.000 Menschen.
Ein Beweis, dass die Zeit reif ist für ein Kulturfestival deutsch-türkischer Begegnungen.
Jetzt geht „Merhaba Heimat!“ in die zweite Runde: Vom 3. bis 23. September 2012 finden rund 40 Veranstaltungen in Dortmund statt, darunter Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Tanz und Jazz.
Bei der Auswahl haben die Stadt Dortmund und die breit aufgestellte Veranstaltergemeinschaft den Anspruch verfolgt, die jeweils aufregendsten und besten Beiträge für das Festival in unsere Stadt zu holen. Dass dies gelungen ist, belegen beispielsweise der Auftritt von Zülfü Livaneli im Konzerthaus, die Ausstellung mit Arbeiten des Großmeisters der türkischen Fotografie Ara Güler und eine Veranstaltung mit dem bekannten Sternekoch Ali Güngörmüs.
Das Festival startet am Montag, 3. September, mit klassischer türkischer Musik aus Istanbul und Derwisch Tanz mit dem international bekannten Emre Yildirim im Konzerthaus Dortmund. Ehrengast der Eröffnungsveranstaltung ist Bürgermeister Mustafa Sarigül aus Istanbul/Sisli.
Eine Jazzgröße der Gegenwart ist der Bassist, Komponist und Musikproduzent Lonnie Plaxico. Gemeinsam mit Marcus Strickland bringt er am Samstag, 8. September, Jazzklänge aus New York ins Orchesterzentrum NRW.
Heimat ist ein großes, gefühlvolles und ein schweres Wort. Hierüber tauschen sich am Sonntag, 9. September, die Literaten Julia Schoch, Zafer Senocak und Feridun Zaimoglu unter der Moderation der Literaturkritikerin Dr. Ina Hartwig im Dortmunder U, View, aus.
Das Santral Istanbul, ein Kunst-, Kultur- und Wissenschaftszentrum vom internationalen Rang, ist am Mittwoch und Donnerstag, 12./13. September, jeweils ab 19 Uhr zu Gast im Dortmunder U. Neben der Präsentation von künstlerischen Arbeiten der Studierenden finden Gespräche über die Position digitaler Medienkunst mit Experten statt.
Der Höhepunkt des Festivals findet mit drei Veranstaltungen am Freitag, 14. September, statt. Um 11 Uhr eröffnet Stadtdirektor Jörg Stüdemann gemeinsam mit Bürgermeister Ahmet Misbah Demircan aus Istanbul/Beyoglu die „Türkische Bibliothek“ in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund.
Um 15 Uhr eröffnet eine ganz besondere Fotografie-Ausstellung: Die Evangelische Stadtkirche St. Petri stellt in ihren Räumen Werke von Ara Güler aus. Der mehrfach preisgekrönte Künstler wurde in der Türkei mit dem Titel „Fotograf des Jahrhunderts“ geehrt. Bei der Eröffnung dabei sind der türkische Botschafter Hüseyin Avni Karslioglu, der Bürgermeister aus Istanbul/Beyoglu Ahmet Misbah Demircan, Stadtdirektor Jörg Stüdemann und Pfarrer Michael Küstermann.
Ab 19 Uhr findet vor dem Auftritt des international erfolgreichen Sängers Zülfü Livaneli im Konzerthaus die Festveranstaltung des „Merhaba Heimat“-Kulturfestivals 2012 statt. An ihr nimmt eine Vielzahl von Gästen aus hiesigen Unternehmerkreisen und Unternehmer aus der Türkei teil, darunter Vertreterinnen und Vertreter der „Turkish Machinery Promotion Group“.
Im Anschluss an das Konzert wird der Eröffnungsfilm Sürü/Die Herde zum Start des diesjährigen „Türkischen Filmfest Ruhr“ gezeigt.
Vom 15. bis 22. September sind 22 türkische Filme in den Städten Dortmund, Essen, Gelsenkirchen und Duisburg zu sehen. Schauplätze in Dortmund sind die Kinos RWE Forum im U, Roxy, SweetSixteen und Schauburg. Zu vielen der Vorführungen des Filmfests werden besondere Gäste/Stars aus der Filmbranche erwartet.
Zum Abschluss des diesjährigen Festivals am Sonntag, 23. September, ist der Hamburger Sternekoch Ali Güngörmüs Gast eines Erzählcafés im View des Dortmunder U. Unter der Moderation des Journalisten Jörg Thadeusz stellt der bekannte TV-Koch sich und sein großartiges Können dem Publikum vor. Probieren ist gewünscht.
Das Kulturfestival „Merhaba Heimat!“ wird von einer Reihe von Sponsoren und Förderern unterstützt. Besonders engagieren sich die RWE AG, die Sparkasse Dortmund, die DSW21, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, die Gelsenwasser AG, die Stiftung RUHR.2010 und das NRW Kultursekretariat.