Außergewöhnlich interessantes bebautes Grundstück für gewerbliche u./od. kulturelle Nutzung
Interessenbekundungsverfahren
Im Bereich des Stadtbezirks Innenstadt-West, Ortsteil Oberdorstfeld, verkauft die Stadt Dortmund ein ca. 5.700m² großes Grundstück (Gemarkung Dorstfeld, Flur 2, Flurstück 1833 tlw.). Auf dem Grundstück befindet sich ein Industriegebäude der ehemaligen Zeche Dorstfeld 2/3. Das Grundstück ist verkehrsgünstig gelegen und kann -je nach Nutzungsart- von den Straßen "Oberbank" und / oder "Vogelpothsweg" angefahren werden. Der Ruhrschnellweg ist in ca. 3 Minuten Fahrtzeit zu erreichen.
Das Grundstück ist aus der Historie heraus mit Altlasten behaftet und ist entsprechend in der Altlastenkarte über Altstandorte und Altablagerungen der Stadt Dortmund gekennzeichnet. Auf dem Verkaufsgrundstück befinden sich zwei mit Betonplatten abgedeckte Schächte, zu deren Überfahrbarkeit keine verlässlichen Informationen vorliegen. Weiterhin befindet sich -tlw- in ca. 21m Tiefe ein Entwässerungsstollen, der aus bergbaulicher Sicht keine Bedeutung mehr genießt. Ein städtischer Freispiegelkanal verläuft in west- / östlicher Richtung. Derzeit sind Anfragen an die uns bekannten Unternehmen und Institutionen über weitere ggf. bestehende oder geplante Kabel, Leitungen oder Kanäle gehalten worden.
Bei dem ehemaligen Industriegebäude der Zeche Dorstfeld 2/3 handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude, welches derzeit teilweise als Atelier genutzt wird. Die Sanierung des Gebäudes ist in Abstimmung mit der Denkmalpflegebehörde vorzunehmen. Es stammt aus den Jahren 1890 - 1906. Bauliche Veränderungen wurden bis in die 90 er Jahre vollzogen. Bei dem Objekt handelt es sich um ein zweigeschossiges, teilweise unterkellertes und mit einem Satteldach versehenes Gebäudes mit einer Brutto-Geschossfläche von ca. 570m². Der bauliche Zustand des Objektes ist stark renovierungsbedürftig. Für die angrenzenden Hallenbereiche und dem Maschinenhaus liegt ein Maßnahmekatalog eines Architektenbüros vor. In dem Katalog sind die Sicherungsmaßnahmen unter Beachtung von denkmalpflegerischen Belangen dargestellt.
Das Grundstück befindet sich im Geltungsbereich des Bebauungsplans InW 203. Der Bebauungsplan beinhaltet folgende - wesentliche- Festsetzungen:
MI (Mischgebiet)
IV (Geschossigkeit)
0,4 (Grundflächenzahl)
1,1 (Geschossflächenzahl)
Im Flächennutzungsplan ist der Bereich als QVZ (Quartiersversorgungszentrum) dargestellt.
Von den Erwerbern der Fläche wird erwartet, dass diese das Gebäude / die Hallen unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes herrichten. Die Kostenermittlung des Architektenbüros sieht einen Sanierungsbedarf (Bauwerkserhaltung, Komplettsanierung der Gebäudehülle) von ca. 520.000,00 Euro zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer vor. Eine entsprechende Bauverpflichtung, die die Umsetzung der Sanierungsvorschläge des Architektenbüros zum Inhalt hat, muss in dem Kaufvertrag aufgenommen werden. Weiterhin wird eine entsprechende Finanzierungszusage erwartet.
In dem Kaufangebot soll dargestellt werden, welche zukünftige Nutzung auf dem Areal beabsichtigt ist und in welchem zeitlichen Ablauf die Modernisierung / Instandsetzung erfolgen soll. Derzeit wird ein Teilbereich als Atelier, ein weiterer Bereich wurde in der Vergangenheit als KfZ-Reparaturwerkstatt genutzt. Bei der späteren Nutzung ist zu beachten, dass sich in unmittelbarer Nähe des Verkaufgegenstandes ein Altenpflegeheim und ein Kindergarten befinden.
Das Grundstück wird in dem derzeitigen Zustand und mit den bestehenden Altlasten veräußert.
Nach Eingang der Angebote findet eine Vorprüfung durch die beteiligten Stadtämter statt. Anschließend wird dem Rat der Stadt Dortmund ein Beschlussvorschlag unterbreitet, welche Lösung weiterverfolgt werden soll.
Das Interessenbekundungsverfahren verpflichtet die Stadt Dortmund nicht zum Verkauf des Grundstücks.
Die Exposéangaben dienen nur zur Information. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit wird keine Haftung übernommen. Das Exposé stellt kein vertragliches Angebot dar. Änderungen und Zwischenverkauf sind vorbehalten.