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Kulturförderung

Fanti Baum und Elisabeth Pleß erhalten den Förderpreis der Stadt Dortmund für Darstellende Kunst

Nachricht vom 02.07.2020

Die Künstlerin und Dramaturgin Fanti Baum und die Schauspielerin und Regisseurin Elisabeth Pleß erhalten in diesem Jahr den Förderpreis der Stadt Dortmund für junge Künstler*innen. Der Preis wird seit 1978 im biennalen Rhythmus in wechselnden Kunstsparten verliehen und ist mit insgesamt 7.500 Euro dotiert.

Elisabeth Pleß

Elisabeth Pleß erhält den Förderpreis der Stadt Dortmund für Darstellende Kunst.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Silvia Reimann

Die beiden Gewinnerinnen werden sich das Preisgeld teilen. Die Jury unter dem Vorsitz von Bürgermeisterin Birgit Jörder traf die Entscheidung in der Sitzung am 29. Juni.

Die Jury sieht in beiden Preisträgerinnen starke künstlerische Persönlichkeiten, die Theater und sich selbst in vielfältigen Kontexten neu denken und entdecken. Beide Preisträgerinnen freuen sich sehr über die Juryentscheidung und die damit verbundene Auszeichnung. Die Feierstunde zur Preisverleihung findet am 6. Dezember 2020 statt.

Elisabeth Pleß

Mit Elisabeth Pleß (Jahrgang 1981) hebt die Jury eine profilierte Künstlerin der Stadt heraus, die mit ihrer Arbeit nicht zuletzt für das große Potenzial der Freien Darstellenden Szene der Stadt steht. In der Begründung heißt es: "Elisabeth Pleß wird als vielseitig aufgestellte freie Schauspielerin und Regisseurin mit traditionell starker Bindung an die Dortmunder Kulturszene und zugleich ausgeprägter überregionaler und internationaler Arbeitserfahrung gewürdigt. Sie zeichnet sich durch eine dezidiert politisch motivierte künstlerische Haltung aus und bezieht mit ihren Arbeiten wirksam Stellung zu aktuellen gesellschaftlich drängenden Fragen, wie etwa in den NSU-Monologen, einer engagierten Auseinandersetzung mit dem Neonazismus. Ihre Bühnenproduktionen mit Strafgefangenen sowie ihre Arbeiten mit Jugendlichen zeugen von beeindruckender Einfühlsamkeit für die Lebenswelten der jeweiligen Akteur*innen."

Elisabeth Pleß wurde in Leipzig geboren und absolvierte eine Schauspielausbildung an der Theaterakademie Köln. Seit ihrem Bühnenreifediplom arbeitet sie freiberuflich als Schauspielerin, Performerin und Regisseurin. Sie lebt seit diesem Jahr in Dortmund.

Fanti Baum

Fanti Baum erhält Förderpreis der Stadt Dortmund Darstellende Kunst 2020
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jörg Baumann

Fanti Baum

Die Jury beschreibt Fanti Baum (Jahrgang 1982) als eine außergewöhnliche Künstlerin, Dramaturgin und Festivalmacherin mit einem unverwechselbaren Profil: "In ihrer Arbeit als Festivalmacherin zeichnet sie sich durch große Offenheit und Sorgfalt und ein Gespür für zeitgenössische und eigenständige Positionen aus. So hat das von ihr und Olivia Ebert geleitete Favoriten-Festival in Dortmund auch überregionale Wirkung." Es sei eine eindrucksvolle Demonstration der Vielfalt und der Gleichzeitigkeit von künstlerischen Positionen. Bundesweit kuratierte Baum bereits bemerkenswerte Festivals an ungewöhnlichen Orten im Stadtraum. Zudem ist sie als Essayistin und Dozentin an Universitäten tätig.

Die Jury würdigt mit Fanti Baum eine Persönlichkeit, die die Produktionsverhältnisse der freien Szene, ihre eigene Rolle in ihnen, die politischen und sozialen Möglichkeiten des Theaters immer wieder aufs Neue kritisch und produktiv befragt und mit visionärer Kraft neue Wege findet.

Fanti Baum wurde in Berlin geboren. Sie studierte Kulturwissenschaft und Dramaturgie in Magdeburg und Frankfurt und arbeitet als freie Künstlerin und Dramaturgin in Theater, Performance & Theorie. Seit 2017 leitet sie gemeinsam mit Olivia Ebert von Dortmund aus das Favoriten-Festival der freien darstellenden Künste NRW.

Jury-Zusammensetzung

Der Jury gehörten neben Bürgermeisterin Birgit Jörder noch die Ratsmitglieder Dr. Jürgen Eigenbrod und Barbara Brunsing an. Als Fachpreisrichter*innen konnten Prof. Dr. Jörn Etzold (Professor für Theaterwissenschaft und Mitglied des Dortmunder Theaterbeirates), Monica Fotescu-Uta (Tänzerin, Choreografin), Laura N. Junghanns (Regisseurin und Leiterin Schauspielstudio am Theater Dortmund) und Harald Redmer (Schauspieler, Regisseur und Produzent) gewonnen werden. Kulturdezernent Jörg Stüdemann hat ebenfalls an der Sitzung teilgenommen.

Insgesamt sind 14 Bewerbungen für den diesjährigen Förderpreis eingegangen.

Zum Thema

Der Förderpreis wird abwechselnd in einer der Sparten Musik, Literatur, Darstellende Kunst, Bildende Kunst, Architektur und Städtebau oder Foto, Film, Medienkunst ausgeschrieben. Mit dem Preis sollen Arbeiten von Künstler*innen gefördert werden, die das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die durch Geburt, Wohnsitz oder ihr Werk mit Dortmund und/oder Westfalen verbunden sind.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.