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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Kultur

Vorstellungen des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund | Köln auch in der Schauburg zu sehen

Nachricht vom 14.06.2021

Das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund | Köln sollte ursprünglich deutschlandweit online stattfinden. Das Festival wartet mit einem facettenreichen Programm auf - und präsentiert neue Sektionen und Auszeichnungen. Jetzt sind auch Filme in der Schauburg zu sehen.

Eine schwarze Frau ruft in ein Megafon.

Ein Foto zum Dokumentarfilm "Unapologetic" (2020) von Ashley O'Shay.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Kartemquin Films

Während der Corona-Pandemie wird das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund | Köln vom 15. bis zum 20. Juni 2021 nicht nur in Dortmund, sondern pandemiebedingt zum ersten Mal auch deutschlandweit online stattfinden. Ab diesem Jahr wird das Programm durch die zwei Sektionen Panorama und begehrt! - filmlust queer in der Dortmunder Ausgabe ergänzt.

Jetzt steht fest: Sechs Vorstellungen sind im Traditionskino Schauburg zu sehen. Damit ist das IFFF Dortmund+Köln das erste Filmfestival in NRW, das wieder Filme im Kino zeigt und das Publikum kann hier vor der bundesweiten Öffnung der Lichtspielhäuser nach über sieben Monaten wieder Filme im Kino sehen.

Die Sektionen sollen veranschaulichen, was Frauen* in der Filmindustrie gerade am meisten bewegt: Es geht um Freundschaft und Solidarität in Zeiten von globalen Bewegungen, die politische Dimension von Architektur und öffentlichem Raum, aber ebenso um Erinnerungskultur und Generationenwechsel, sowohl in der queeren Bewegung, als auch in der zweiten und dritten Migrationsgeneration. Der diesjährige Fokus The Connection: Von Pflanzen, Menschen und anderen Tieren wirft einen Blick auf unser Verhältnis zur Natur.

Das Internationale Frauenfilmfestival IFFF Dortmund | Köln wird unter anderem von der Stadt Dortmund gefördert und vom Dortmunder Kulturbüro mitorganisiert. Es hat sich zu einem wichtigen Filmevent für den Standort Dortmund entwickelt, wo es alle zwei Jahre stattfindet.

Filme im Vorverkauf und während des Festivals abrufbar

Der Vorverkauf für Tickets einzelner Filme hat am Dienstag, 1. Juni, um 10:00 Uhr begonnen, und geht bis Mitternacht am 14. Juni. Die Filme sind zu einem beliebigen Zeitpunkt im Festivalzeitraum abrufbar. Die letzte Möglichkeit, das vorverkaufte Ticket einzulösen, ist der 20. Juni, um 23:59 Uhr.

Im Festivalzeitraum sind Filme vom 15. Juni, 10:00 Uhr, bis zum 20. Juni, 23:59 Uhr, buchbar. Jeder gebuchte Film ist ab dem Kauf für 48 Stunden verfügbar und kann innerhalb dieser Frist so oft wie gewünscht angeschaut werden.

Diese Filme laufen im Kino

Auf dem Programm, die in der Schauburg zu sehen sind, stehen drei Filme aus dem Internationalen Spielfilmwettbewerb für Regisseurinnen sowie Beiträge aus der Reihe begehrt! – filmlust queer und dem Fokus "The Connection: Von Pflanzen, Menschen und anderen Tieren".

  • 16. Juni 20:00 Uhr Quo Vadis, Aida?
    Regie: Jasmila Žbanić (BA/AT/RO/DE/NL/PL/FR/NO 2020, 104 Min., Originalfassung mit deutschen Untertiteln, Spielfilmwettbewerb), Bosnien, Juli 1995
    Die Englischlehrerin Aida arbeitet als Übersetzerin. Als es zur Machtübernahme durch die serbische Armee kommt, sucht ihre Familie wie tausend Andere im UNO-Lager Schutz. Bei den politischen Verhandlungen muss Aida fatale Informationen übersetzen. Bis zuletzt hofftsie, dem drohenden Schicksal zu entrinnen. Der Film schildert auf eindringliche Art die Ereignisse vor dem Massaker von Srebrenica und hat vor dem Hintergrund des Uno-Tribunals gegen den serbischen Ex-General Ratko Mladić höchste Aktualität. "Quo Vadis, Aida?" war 2021 für den Oscar © für den besten ausländischen Film nominiert und Bildgestalterin Christine A. Maier erhielt für ihre Arbeit am Film den Deutschen Kamerapreis 2021.
  • 17. Juni 20:00 Uhr Becoming Animal
    Regie: Emma Davie, Peter Mettler (CH/GB 2018, Dokumentarfilm, 78 Min., Originalfassung mit deutschen Untertiteln, Fokus "The Connection")
    In Becoming Animal haben andere-als-menschliche Lebewesen den Vortritt. Der Kulturökologe David Abram lädt uns ein, Beziehungen herzustellen mit Tieren und der Welt, die uns umgibt. Die Kamera fängt Bilder von gewaltiger Schönheit ein, die wie für die Leinwand wie gemacht scheinen und zum Eintauchen in eine neue Dimension einladen. Visuell einfallsreich plädiert der Film für ein achtsames Naturerlebnis und schlägt eine neue Art des Naturfilms vor: einen, in dem der Akt des Sehens und Zurückschauens in den Fokus rückt.
  • 18. Juni 20:00 Uhr Petite Maman
    Regie: Céline Sciamma (F 2021, 72 Min., Originalfassung mit deutschen & englischen Untertiteln, Spielfilmwettbewerb)
    Eine Zeitreise ohne Zeitmaschine. Nach dem Tod ihrer Großmutter hilft die 8-jährige Nelly ihren Eltern beim Ausräumen des alten Hauses. Im Wald betritt Nelly eine magisch-reale Welt, in der ihr die eigene Mutter als Kind begegnet. Sciamma, eine der virtuosesten Regisseurinnen unserer Zeit, legt nach Porträt einer jungen Frau in Flammen ein Werk vor, das vom Erwachsenwerden, Trauerarbeit und der Kraft der Imagination erzählt. "Petite Maman" feierte bei der Berlinale 2021 seine internationale Premiere. Da der Film aus rechtlichen Gründen nicht online gezeigt werden darf, ist diese Kinovorstellung eine einmalige Gelegenheit die neuste Arbeit dieser beindruckenden Regisseurin zu sehen
  • 19. Juni 18:00 Uhr Gendernauts
    Regie: Monika Treut (DE 1999, Dokumentarfilm, 86 Min., englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, begehrt! – filmlust queer)
    Gendernauts erforscht das Phänomen von Trans-Geschlechtlichkeit. Ort: San Francisco, Zeit: am Ende des zweiten Jahrtausends. Der Film zeigt Gender-Mixer und sexuelle Cyborgs, die ihre Körper mit Hilfe neuer Technologien und Biochemie verändern und damit die binären Identitäten von männlich und weiblich in Frage stellen.
  • 19. Juni 20:15 Uhr Genderation
    Regie: Monika Treut (DE 2021, Dokumentarfilm, 88 Min., englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, Reihe: begehrt! – filmlust queer)
    Monika Treut gilt als Avantgardistin des New Queer Cinema. Für ihren neuesten Film reist sie zurück zu den Protagonist*innen von Gendernauts. Die damals jungen Künstler*innen, Akademiker*innen, Trans*Aktivist*innen sind zwar älter geworden, erscheinen aber nicht weniger lebensfroh, klug, sanft, weise. Monika Treut fragt nach dem, was sich für sie alle verändert hat und danach, welche Kämpfe anhalten. In diesem berührenden Porträt wird queere Geschichte geschrieben. Genderation feierte im März seine Premiere im "Panorama" der Berlinale 2021. Die Regisseurin Monika Treut wird anwesend sein.
  • 20. Juni 18:00 Uhr The Man Who Sold His Skin
    Regie: Kaouther Ben Hania (TN/FR/BE/SE/DE 2020, 104 Min., Originalfassung mit deutschen Untertiteln, Spielfilmwettbewerb)
    Um dem Krieg in Syrien zu entkommen, lässt sich der impulsive Sam Ali von einem Künstler den Rücken tätowieren und gelangt damit als Kunstobjekt nach Europa. Schon bald wird ihm klar, dass dieser Weg nicht die ersehnte Freiheit bringt. Ihre faszinierende zynische Studie über menschliche Würde brachte Kaouther Ben Hania eine Oscar-Nominierung für den besten ausländischen Film ein.

Zum Thema

Bei dem Festival sind 70 aktuelle, internationale Filme abrufbar, zudem gibt es Online-Gespräche mit Gästen aus aller Welt.

Tickets für Filme in der Schauburg Dortmund, Brückstraße 64, 44135 Dortmund, kosten 8,00 Euro / 7,00 Euro ermäßigt (Schüler*innen, Studierende, Auszubildende und Absolvierende des freiwilligen Wehrdienstes und des Bundesfreiwilligendienstes, Senior*innen ab 65 Jahren, Inhaber*innen des "Dortmund-Passes"). Tickets sind an der Abendkasse erhältlich. Per Mail reservierte Tickets müssen bis 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden.

Es gelten die offiziellen Pandemie-Regeln: Der Eintritt ist möglich für vollständig geimpfte oder genesene Personen oder nach Vorlage eines gültigen Corona-Tests, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Dieser Beitrag befasst sich mit der Auslobung eines Preises oder sonstiger materieller Förderung seitens der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.