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Ehemalige Gastarbeiter*innen aus Dortmund erzählen – Kurz-Doku ab sofort auf Youtube verfügbar

Nachricht vom 15.11.2021

Anlässlich des 60. Jahrestages des Anwerbeabkommens hat die Auslandsgesellschaft.de in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Dortmund eine Kurz-Dokumentation mit Gastarbeiter*innen der ersten Generation produziert.

Ehemalige Gastarbeiter*innen aus Dortmund erzählen - eine Kurz-Doku von Simon Milz und Ali Sirin Quelle: YouTube

Am 31. Oktober 1961 unterzeichneten die Türkei und Deutschland ein Abkommen zur Anwerbung von Arbeitskräften aus der Türkei. Daraufhin kamen zahlreiche Menschen auch nach Dortmund, um hier zu arbeiten und ein neues Leben anzufangen. Anlässlich des 60. Jahrestages des Anwerbeabkommens hat die Auslandsgesellschaft.de in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Dortmund eine Kurz-Dokumentation mit Gastarbeiter*innen der ersten Generation produziert.

In der knapp 20-minütigen Doku kommen drei Menschen zu Wort, die als sogenannte Gastarbeiter*innen nach Dortmund kamen. Sie erzählen von ihrem Start in Dortmund, wie sie aufgenommen wurden und wie sie heute leben.

Fadime Köylüoğlu (77) lebt seit 1974 in Deutschland und arbeitete als Putzkraft. "Ich wollte eigentlich niemals die Türkei verlassen", erzählt sie. Bis heute sieht sie Deutschland nicht als ihre Heimat an.

Die Kurdin Pakize Karadaş ist 72 Jahre alt und kam 1970 nach Deutschland. Sie arbeitete als Küchenkraft. "Ich denke, ich gehöre jetzt hierher", sagt sie über ihre neue Heimat, "egal wo ich hingehe, ich vermisse immer Dortmund." Ihre zwei Kinder und fünf Enkel sind alle Deutsche.

Ismet Meral, 80 Jahre alt, lebt bereits seit 1969 in Deutschland und arbeitete bei einer Tochterfirma von Hoesch. "Für mich ist Deutschland ein toller Ort", sagt er im Film – obwohl er damals niemals gedacht hätte, dass er so lange bleiben würde.

Produziert wurde der Film von Simon Milz und Ali Sirin im Rahmen der "Merhaba Heimat Kulturtage 2021".

Dieser Beitrag befasst sich mit einem Kooperationsprojekt unter Beteiligung der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.