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Kulturelle Bildung

Kulturelle Bildung in Hörde

Das Pilotprojekt Hörde - Bericht und Ausblick

Das Kulturbüro hat im Rahmen seines Kommunalen Gesamtkonzeptes: Kulturelle Bildung in Dortmund in Abstimmung mit der Bezirksvertretung im Mai 2008 das "Pilotprojekt Hörde" gestartet, um beispielhaft in einem Stadtbezirk die Akteure der Kulturellen Bildung wie Künstlerinnen und Künstler, Verantwortliche von Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen, Jugendfreizeitstätten und Kulturorten zusammenzubringen und wohnortnah konkrete Projekte zu entwickeln.

im Workshop in Hörde werden Ideen auf Papier gebracht

An dem Workshop nahmen 18 Kunstschaffende verschiedener Sparten wie Theater, Figurentheater, Bildender Kunst mit Malerei, Grafik, Landart und Bildhauerei teil.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Kulturbüro

Dies geschah im Herbst 2008 mit einem moderierten Workshop, an dem 18 Kunstschaffende verschiedener Sparten wie Theater, Figurentheater, Bildender Kunst mit Malerei, Grafik, Landart und Bildhauerei teilnahmen und gemeinsam mit den oben genannten Einrichtungen zahlreiche Ideen entwickelten und letztlich acht gemeinsame Projekte in die Tat umsetzten. Dabei konnten auch bereits bestehende Zusammenschlüsse von Künstlern und Künstlerinnen einbezogen werden.

Dem Workshop war eine Recherche vorausgegangen, welche die potentiellen Projektpartner in Hörde ermittelte.

Für das einjährige Pilotprojekt (einschließlich eines begleitenden Werkvertrages) setzte das Kulturbüro eigene sowie auch Mittel des Landes NRW ein, die es als Wettbewerbspreis für das Kommunale Gesamtkonzept: Kulturelle Bildung in Dortmund erhalten hatte. Zusätzlich wurde das Projekt vom Regionalen Bildungsbüro im Schulverwaltungsamt und von der Bezirksvertretung Hörde unterstützt.

Insgesamt wurden acht Projekte gefördert, die insgesamt über 230 Kinder und Jugendliche in Hörde erreichten und an denen sowohl Einzelkünstler als auch Künstlergruppen unterschiedlicher Sparten beteiligt waren.

Positive und nachhaltige Effekte ergaben sich auch über die eigentlichen Projekte hinaus:

  • So organisierte die Marie-Reinders-Realschule rund um das Kunst-Projekt auch für alle weiteren Schülerinnen und Schüler eine künstlerische Projektwoche, die von Lehrerinnen und Lehrern durchgeführt wurde und sie wird in kleinerem Rahmen die Zusammenarbeit mit den Kunstschaffenden fortsetzen.
  • Die Gutenberg-Realschule entwickelte ihre Schreibwerkstatt in Kooperation mit dem landesweit arbeitenden Kinder-und Jugendliteraturzentrum "Jugendstil" . Auch sie wird mit der literarischen Arbeit fortfahren.
  • Die Karl-Müchler-Schule kooperierte bei der Gestaltung des Schulhofes durch Schülerinnen und Schüler mit zwei Künstlerinnen, die beratend zur Seite standen.
  • Eine Neuauflage des Projektes "Phönix-Traum" fand 2010 statt.
  • Ein Verein, der Landart-Projekte weiter durchführen will, wurde gegründet.

Das Pilotprojekt Hörde lief über ein Jahr und konnte auf eine lebhafte kulturelle Szene im Stadtbezirk zurückgreifen. Mit dem "Kulturquartier Hörde" oder dem "Hörder Sehfest" existierten bereits Kooperationsstrukturen, die für Projekte der Kulturellen Bildung potentielle Ansprechpartner boten. Es wurden darüber hinaus neue Netzwerke der kulturellen Bildung geknüpft und zum Teil bestehende Kontakte vertieft und verstetigt. Die Tatsache, dass die meisten Akteure in Hörde verortet sind, hat sich auch in der Praxis als hilfreich für Folge-Kooperationen erwiesen.

Wie oben beschrieben, setzen sich die beabsichtigten nachhaltigen Wirkungen fort und werden auch zukünftig von der Kontaktstelle Kulturelle Bildung begleitet und gefördert.

Auch Kooperationen mit der Bezirksvertretung Hörde, dem Stadtbezirksmarketing oder weiteren Partnern eröffnen die Chance, trotz knapper städtischer Mittel weiterhin künstlerische Projekte für die Kinder und Jugendlichen im Stadtbezirk zu ermöglichen. Alle hier Beteiligten sind aufgefordert, ihre Kreativität auch in der Erschließung neuer Finanzierungsquellen in diesem Sinne zu nutzen.

Das Landesprogramm "Kultur und Schule", dessen Ausschreibung gerade wieder anläuft, hält ebenfalls Fördermittel für Projekte von Künstler innen und Künstlern - in diesem Fall ausschließlich an Schulen- für die Dauer jeweils eines Schuljahres bereit.

Abschließend ist hervorzuheben, dass der erfolgreiche Verlauf der Projekte das Verdienst vieler Beteiligter war:

  • der Bereitschaft der Verantwortlichen in Schulen, Kitas und Jugendfreizeitstätte, sich auf künstlerische Arbeitsweisen und Prozesse einzulassen und "Ihren" Kindern und Jugendlichen den Zugang zu neuen kulturellen Erlebnissen und Erfahrungen zu bieten
  • des Engagements der Künstlerinnen und Künstler, vom Vorschulkind bis zum Jugendlichen die Projektteilnehmer für Kunst zu begeistern und sie z.B. bei Atelierbesuchen mit dem Berufsbild "Künstler" bekannt zu machen
  • der Kreativität, Neugier und Ausdauer der Jungen Künstlerinnen und Künstler sowie
  • der unerlässlichen Unterstützung aller Organisatoren, Helfer und Förderer.

Auf diese positiven Erfahrungen kann weiter aufgebaut und das Netzwerk verstetigt werden. Unterstützend stehen hierbei auch nach Abschluss des Pilotprojektes in Hörde die Beratungs- und Förderleistungen der Kontaktstelle Kulturelle Bildung im Kulturbüro zur Verfügung.

Ab 2011 sind Fortsetzungen geplant, über die in einem gesonderten Menüpunkt berichtet wird.

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