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Kulturelle Bildung Collage

Kulturelle Bildung

Das neue Kommunale Gesamtkonzept: Kulturelle Bildung in Dortmund

Breakdancer

Bild: Brack

Was haben "JeKits" und das Freiwillige Soziale Jahr, die "Nacht der Jugendkultur" und der Familiensonntag im Dortmunder U gemeinsam? All dies sind Beispiele für Programme und Projekte kultureller Bildung. Und die ist in Dortmund besonders gut aufgestellt: 2016 erhielt die Stadt Dortmund für ihr Kommunales Gesamtkonzept: Kulturelle Bildung in Dortmund den mit 15.000 Euro dotierten Preis "Kinder- und Jugendkulturland" des Landes NRW.

Für Kinder und Jugendliche ist es extrem bereichernd, regelmäßig mit Künstlerinnen, Künstlern und Kulturpädagogen zusammenarbeiten: Sie erleben ganz persönliche, authentische und besonders motivierende Zugänge zu Kunst und Kultur. Beim kreativen Tun entwickeln sie nicht nur künstlerische Fertigkeiten, sondern entdecken neue Möglichkeiten, sich auszudrücken. Umso wichtiger ist ein stabiles Netzwerk verschiedener Partner, das verlässlich und regelmäßig entsprechende Angebote macht. Genau das stellt das Kommunale Gesamtkonzept: Kulturelle Bildung in Dortmund sicher. Im Dortmunder Netzwerk für kulturelle Bildung kooperiert das Kulturbüro mit Jugendamt, Familienprojekt, FABIDO, Schulverwaltung und freien Trägern.

Schon seit zehn Jahren wird die Stadt Dortmund, damals als Modellkommune, vom Land für den Aufbau ihres Kommunalen Gesamtkonzepts gefördert. Die Kontaktstelle für Kulturelle Bildung im Kulturbüro war von Anfang an Koordinator, Förderer und Impulsgeber: In der Kontaktstelle wurden neue Programme für Zielgruppen unterschiedlichen Alters entwickelt, über sie lief die Beteiligung an Landes- und Bundesprogrammen, hier wurden Fördergelder eingeworben und Konzepte geschrieben – unter anderem für die UZWEI im Dortmunder U, die Etage für kulturelle Bildung. Die UZWEI ist neben dem ZKM in Karlsruhe bundesweit die größte Arbeits- und Ausstellungsplattform für Kunst von Kindern und Jugendlichen mit dem Schwerpunkt Neue Medien.

Kind mit Kamera

Bild: HMKV

Kulturelle Bildung in jeder Lebensphase

Im Kommunalen Gesamtkonzept: Kulturelle Bildung in Dortmund bauen die Projekte und Programme nach dem Lebensphasen-Modell aufeinander auf. Sie erreichen den Nachwuchs ab 3 Jahren. Los geht es in der Kita, wo Kindergartenkinder im Projekt "Künste in der Kita" mit Künstlerinnen und Künstlern arbeiten. Projekte wie "JeKits – Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen" richten sich an Grundschulkinder, der "Kulturrucksack" erreicht mit seinen kostenlosen oder stark reduzierten Kulturangeboten 10- bis 14-Jährige, und mit dem "Kompetenznachweis Kultur" erwerben Jugendliche abseits der Schule einen Nachweis über persönliche Kompetenzen, der ihnen beim Einstieg ins Berufsleben helfen kann.

Zielgruppe sind aber auch Multiplikatoren. So kooperiert das Kulturbüro u.a. mit dem Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg, das Erzieherinnen und Erzieher ausbildet. Bereits seit 2008 wird eine Klasse pro Jahrgang mit einem Schwerpunkt auf Kulturelle Bildung ausgebildet. Dabei lernen die angehenden Erzieherinnen und Erzieher Methoden und Kenntnisse zu künstlerisch-kreativen Projekten, aber auch die Dortmunder Kulturlandschaft kennen.

Programme der Kulturellen Bildung

Die programme der Kulturellen Bildung, auch als PDF-Datei verfügbar.

Präsentationsplattformen

Zahlreiche Präsentationsplattformen für Kinder und Jugendliche sind inzwischen in Dortmund entstanden. Es laufen z. B. folgende Projekte und Programme:

  • Beim KindergartenBuchTheaterFestival führen Kindergartenkinder im Theater Fletch Bizzel selbst inszenierte Theaterstücke nach Kinderbüchern auf.
  • Die Ausstellung "Big Spot" präsentiert Arbeiten von Schülern, die gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern aller Sparten entstanden sind.
  • Die Kinder- und Jugendkulturbörse YOUNG STARS bietet Fünft- und Sechsklässlern einen ganzen Tag lang verschiedene Kunst- und Kultur-Workshops im Keuning-Haus – von Fotografie bis Parkour.
  • Beim Schul- und Jugendtheaterfestival "Wechselspiel" präsentierten sich junge Schauspielerinnen und Schauspieler zwischen 6 und 27 Jahren.
  • Das Kinder- und Jugendtanzfestival "Get on Stage" holt Menschen zwischen 6 und 27 ohne Wettbewerbsdruck auf die Bühne.
  • Bei der "Nacht der Jugendkultur" dreht sich alles um junge Leute und das, was sie können und zeigen möchten.

Perspektiven: Die Zukunft der Kulturellen Bildung

Das Kommunale Gesamtkonzept: Kulturelle Bildung in Dortmund wird ständig fortgeschrieben. Auch nach zehn Jahren gibt es noch viele Ideen für die Zukunft:

  • Um Kulturelle Bildung noch stärker in den ersten Lebensjahren der Kinder zu verankern, könnten so genannte Kultur-Kitas mit einem Schwerpunkt auf Kultureller Bildung entstehen.
  • Mit dem geplanten Vokalmusikzentrum ist auch die Erwartung verbunden, das Singen noch stärker bei Kindern und Jugendlichen zu verankern.
  • Partizipation und Integration bleiben ein wichtiges Thema. Kinder und Jugendliche sollen Kulturangebote nutzen, sich aber auch als Mit-Produzenten einbringen können. Nach dem Pilotprojekt soll in den kommenden Jahren das Medienfestival "feedback" auf der UZWEI ausgebaut werden.

Mit Blick auf Zuwanderung braucht es noch mehr Projekte und Programme, die alle Kinder und Jugendlichen erreichen und einbeziehen.