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Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund

Am 14. Oktober 1992 wurde in Dortmund die "Steinwache" – das während des Nationalsozialismus’ von der Gestapo genutzte Dortmunder Polizeigefängnis – als Mahn- und Gedenkstätte eröffnet. Hier befindet sich die vom Stadtarchiv Dortmund zusammen mit NS-Verfolgtenorganisationen konzipierte Dauerausstellung "Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933–1945".

Die Ausstellung, die sich über fünf Stockwerke auf ca. 1.200 qm erstreckt, trägt in vielen Bereichen stark biographische und lokalgeschichtliche Züge, eingebunden in den historischen Kontext der Geschichte des Deutschen Reiches.

Die ständige Ausstellung "Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933–1945" dokumentiert einen Teil der Dortmunder Geschichte, der nicht in Vergessenheit geraten darf. Dabei ist die Authentizität des Ortes ein Aspekt, der ihn von einem Museum oder anderen Lernorten unterscheidet. Vor allem sachlich-nüchtern rekonstruierte Bereiche wie die "Verhörzelle" oder die "Fertigmachzelle" sorgen für einen entsprechenden Eindruck des historischen Verfolgungsgeschehens. Zahlreiche Zelleninschriften von Häftlingen konnten entdeckt und dokumentiert werden. Ausdrucksstarke Fotos, Briefe, persönliche Berichte und andere „Relikte“ erzählen darüber hinaus – entsprechend der politischen Sozialstruktur der Industriestadt Dortmund – vom Widerstand der linken Arbeiterbewegung gegen das NS-Regime, der thematischer Mittelpunkt der Ausstellung ist.

Der Geschichte des Polizeigefängnisses entsprechend werden auch der NS-Verfolgungsapparat und dessen weitere Opfergruppen wie Juden, Sinti und Roma, psychisch Kranke, Wehrdienstverweigerer und Deserteure sowie ausländische Zwangsarbeiter vorgestellt.

Nach Absprache und Anmeldung werden Gruppenführungen von etwa 90 Minuten und dreistündige Kurzseminare, in denen mittels Gruppenarbeit bestimmte Themen der Ausstellung vertieft werden können, angeboten. Seit 2011 gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, den in Zusammenarbeit mit der DGB-Jugend Dortmund Hellweg angebotenen und in der „Steinwache“ stattfindenden Projekttag „’Die Vergangenheit in der Gegenwart’ – Historischer Nationalsozialismus und heutige Neonazis“ zu buchen (über die DGB-Jugend).

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