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nachtfrequenz

Kulturelle Bildung

Bild: Stadt Dortmund

nachtfrequenz – die lange nacht der jugendkultur

Seit 2010 findet in Dortmund, im Ruhrgebiet und darüber hinaus die Nacht der Jugendkultur statt, mittlerweile unter dem Titel „nachtfrequenz – die lange nacht der jugendkultur. 2013 nahmen bereits 46 Städte teil. Veranstaltet wird die Nacht der Nächte von der LKJ – Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW e. V., den einzelnen Städten und gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Kulturmetropole Ruhr.

Auch dieses Jahr öffnet der "living room" wieder seine Türen und lädt alle Jugendlichen ein, im Wohnzimmer Platz zu nehmen. Dieses Mal findet die WG-Party allerdings nur in der Jungen Oper statt, so dass niemand draußen frieren muss. Eine Open Stage bietet Musikern, Tänzern, Poetry-Slammern, DJs und anderen die Möglichkeit, sich zu präsentieren und Stimmung zu machen. Aber auch wer "nur" feiern oder zuschauen möchte, ist gerne gesehen. Anmeldungen bitte an: nachtfrequenz@dortmund.de oder unter 0231 50-25485.

28.09.2013: In Dortmund gab es zwei zentrale Veranstaltungen: Die Kunst- und Kultur-Lounge im Dietrich-Keuning-Haus und den living room auf dem Platz zwischen Schauspielhaus und Junger Oper, eine Veranstaltung der FSJler von Theater Dortmund, U2_Kulturelle Bildung im Dortmunder U und Kulturbüro Stadt Dortmund.

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Bild: Stadt Dortmund

Hier ein "Nachruf" auf den living room von Charlotte (19 Jahre):

"Open-Air-WG" feiert Einzug

"Wollt ihr lieber gute Laune oder Seelenstriptease?" Awa aus Bochum steht am Mikrophon und blickt auf die Sofalandschaft um sie herum. Natürlich entscheiden sich alle für letzteres und so wird die "lange Nacht der Jugendkultur" auf dem Schauspielplatz in Dortmund dementsprechend persönlich eingeleitet. Nachdem andere ihre Texte ebenfalls zum Besten gegeben haben, darunter auch der in der Dortmunder Poetry-Slam-Szene bekannte Rainer Holl, erklimmt Fatima spontan die living-room-Bühne. Sie berichtet von den stets exotischen Assoziationen der Deutschen, wenn sie ihren Namen hören. Das Publikum ist begeistert und muss bei so viel Selbstironie an vielen Stellen lachen.

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Bild: Stadt Dortmund

Der nächste Act steht schon bereit: Bilsan Mahadeva und sein Freund haben sich inmitten der "Open-Air-WG" platziert, um auf dem improvisierten "Küchenboden" ein Hip-Hop-Battle zu tanzen. Ganz im Sinne des Veranstaltungsmottos, hat das Publikum das Gefühl, alles spiele sich im eigenen Wohnzimmer ab – Sofas, Stehlampen, Kleiderständer, Kissen und die richtigen Leute sorgen für eine gelungene Atmosphäre.

Neben den bereits zuvor angemeldeten Künstlern, gibt es auch einige, die spontan zum Mikro greifen. Eine davon ist Rebecca, die alle mit ihrer kraftvollen Interpretation von Amy Winehouse’ "Valerie" und anderen Powersongs überrascht.

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Bild: Stadt Dortmund

Mit dem Untergehen der Sonne ändert sich auch die Stimmung der Veranstaltung: DJ Fubeat erklärt die WG-Party mit seinen House Beats offiziell für eröffnet. Während die ersten bereits die angekündigte Silent Disco herbei sehnen, bauen vier Jungs aus Bochum ihr Akustik-Set in der Jungen Oper auf. "The cookies" präsentieren eine passende Mischung aus Gute Laune- und "Partnervermittlungs-" Songs, wie sie diese selbst ankündigen. Die "Bewohner" des living rooms lehnen sich entspannt zurück und sind durch Mitsingen bekannter Coversongs sehr hilfreich, als der Band kurzzeitig der Text entfällt. So muss das sein, in einer Wohngemeinschaft!

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Bild: Stadt Dortmund

Ab 22 Uhr ist es endlich soweit: die Kopfhörer werden verteilt und jeder kann nun selbst entscheiden, ob zu DJ Fubeats Mix oder dem des erst 15-jährigen DJ-Teams Housejumper abgesteppt wird. Fest steht: die Party hat erst begonnen. Wem das totale Versinken in die Musik nicht wirklich liegt, bleibt einfach ohne Kopfhörer und tanzt in gewohnter Disco-Atmosphäre.
Hauptsache ist, jeder fühlt sich in der großen Open-Air-WG wie zu Hause!

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