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Kulturelle Bildung

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

nachtfrequenz14 – Die lange Nacht der Jugendkultur

Living room in der Jungen Oper

Am 27.09.2014 war richtig was los in Dortmund!

Es gab vier Veranstaltungen im Rahmen der "Langen Nacht der Jugendkultur", darunter die "Kunst- & Kultur-Lounge" im Dietrich-Keuning-Haus, "Musik unterm Förderturm" im LWL- Museum Zeche Zollern II/ IV und im Theater im Depot lief das Theaterstück "Kein Stück über Liebe".

In der Jungen Oper fand der „living room“ statt, eine Veranstaltung organisiert durch die Freiwilligen im Sozialen Jahr (kurz FSJler) aus dem Theater Dortmund, der U2_Kulturelle Bildung im Dortmunder U und dem Kultubüro Dortmund.

Das Herzstück des Wohnzimmers in der Jungen Oper war die "Open Stage", auf der sich jeder, der Lust hatte, verausgaben konnte. Aber auch für die, die nur zuschauen wollten, hatten wir etwas Besonderes im Angebot: die kuscheligen Sofas luden einfach zum Entspannen ein!

Die "Open Stage" des Wohnzimmers war von Beginn an prall gefüllt mit großartigen Acts, sodass das Programm allein durch zwei spontane Quereinsteiger ganz schön durcheinander geriet. Aber kein Problem! Alle waren vollkommen entspannt und sogar die Musiker genossen zwischendurch den Abend auch mal aus einem anderen Blickwinkel.

Die Band Favourite Animals bei ihrem Auftritt

Die Band Favourite Animals bei ihrem Auftritt
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Kulturbüro

Alles Sofas waren schon belegt, als die Band „Favourite Animals“ die Bühne endlich eröffnen durfte. Sie erreichten in diesem Jahr den zweiten Platz im Wettbewerb um den Soundtrack für die "Nacht der Jugendkultur" und auch auf der "living room"-Bühne gaben sie alles. Für die Band war es eine ganz neue, "total entspannte" Atmosphäre, so nah waren sie noch nie an ihrem Publikum.

Darauf folgte ein komplettes Kontrastprogramm: Niels Beck, ein mit Highheels gefühlt 2,50 m großer junger Mann, schmetterte zwei klassische Musikstücke mit seiner tollen Stimme und das Publikum war zutiefst beeindruckt und kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Man sieht: das Publikum war absolut tolerant, was den Musikgeschmack betraf, und ließ sich von vielen Stilen mitreißen.

Hanna Mödder verzauberte alle

Hanna Mödder verzauberte alle
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Kulturbüro

Und wieder ein harter Richtungswechsel. Die Bühne wurde mit ein paar Handgriffen umgebaut und es folgte eine kurze Tanzpause. Fabian Raspel und zwei seiner DJ-Kollegen legten ein paar coole Beats auf und prompt wurde getanzt, kaum einer konnte sich noch auf seinem bequemen Sofa halten. Man sieht: ein „living-room“ hat viele Seiten!

Hanna Mödder, die in der nächsten Staffel von "The Voice of Germany" zu sehen sein wird, verzauberte mit ihrer einzigartigen Stimme und ihren eigenen Songs auf der Bühne. Ganz ruhig und als Begleitung nur ihre Gitarre, schaffte sie eine ganz besondere Atmosphäre im "living room".

Und dann noch ein Klassik-Auftritt: Pauline Asmuth ließ das Publikum erst durch witzige deutsche vertonte Kabarettstücke der 20er Jahre schmunzeln und rührte es dann zu Tränen mit dem gefühlvollen Stück „Halleluja“.

The Crossheads rockten die Bühne

The Crossheads rockten die Bühne
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Kulturüro

Darauf folgte die nächste Band. "The Crossheads", die Band von einem ehemaligen FSJler, der letztes Jahr im Dortmunder U gearbeitet hatte, rockte richtig ab. Und meldete sich nach ihrem Auftritt direkt wieder fürs nächste Jahr an. Der "living room" hat einfach einen ganz besonderen Charme!

Niels durfte es sich nach diesem lauten Act wieder auf der Bühne bequem machen, diesmal sogar in einem Sessel. Mit dem Laptop auf den Knien trug er einen selbstgeschriebenen Monolog vor, der mit viel schwarzem Humor gespickt war und bei dem Vegetarier besser weghören sollten. Er schwebte dabei manchmal ein wenig zwischen Genie und Wahnsinn, doch man konnte sich einfach nicht von seinen Lippen lösen.

Das Duett von Dennis und Celina

Das Duett von Dennis und Celina
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Kulturbüro

Als Abschluss trat dann noch Dennis Löwen in Begleitung von Celina Khongklad und seiner Gitarre auf. Er verbreitete ein romantisches Lagerfeuer-Gefühl und eine entspannte Stimmung und wollte gar nicht mehr von unserer Bühne runter. Das Publikum wollte ihn auch gar nicht weg lassen!

Nach einem kurzen Beieinander-Sitzen ging der Abend zu Ende und man kann nur noch sagen: bis zum nächsten Jahr!

Saskia Obermann, FSJlerin im Kultubüro

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