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Kulturelle Bildung Collage

Kulturelle Bildung

"Film ab!"

Künstlerin: Ulrike Korbach

Einrichtung: Familienzentrum Ährenkorn
Träger: Ährenkorn e.V.
Kinder: 10 Kinder, 5-6 Jahre
Sparte: Film

Ganz ungeduldig warten die Kinder der Kita Ährenkorn auf ihren Plätzen in der langen Sitzreihe des Medienraums im Dortmunder U. Die U2_Kulturelle Bildung bietet genug Platz, so dass mehrer Kindergartengruppen gleichzeitig Projekte durchführen können. So steht auch für Filmemacherin Ulrike Korbach alles bereit, damit weiterhin an dem Trickfilm der Kinder gearbeitet werden kann.

Bilderstrecke: Kunstprojekt "Film ab!"

Meerestiere und Pflanzen aus Knete auf einer Plane aus Sand und Steinen 5 Bilder
Die Filmkulisse und -figuren haben die Kinder aus Knete selbst gebastelt.
Bild: Kulturbüro

Alle Bilder dieser Serie finden Sie auch im Medienportal.

Die Kulisse zeigt eine Unterwasserwelt, in der ganz viele Meerestiere und Pflanzen schwimmen, unter anderem auch ein Hai. Diese wurden von den Kindern aus Knete gebastelt und auf eine Plane gelegt, die mit Sand und Steinen bestreut ist. Angelehnt ist das Projekt an die derzeitige Ausstellung „Moving Types – Lettern in Bewegung“ im Dortmunder U, die die Kita-Gruppe gemeinsam mit Ulrike Korbach besucht hat. Damit die Kinder im Vorschulalter also ebenfalls in Berührung mit Buchstaben kommen, sind diese ebenfalls aus Knete gebastelt worden und dürfen in der Unterwasserwelt nicht fehlen.

Die Kinder erzählen von einem zuvor geschauten Kurzfilm, auf dem die Geschichte ihres Films basiert. Es ging darum, dass das hungrige Krümelmonster an Buchstaben Ecken abbeißt, sodass sie zu anderem Buchstaben werden und verrückte Wörter entstehen. Der Hai aus Knete soll es dem Krümelmonster nun nachtun und so überlegen alle gemeinsam, welche Buchstaben sich in einen anderen verwandeln, wenn ein bestimmtes Teil fehlt. Außerdem sollen die Kinder sich in dem Projekt mit ihren Gefühlen bezüglich der kommenden Schulzeit auseinander setzen. Die Entscheidung ist gefallen und alle gehen auf Position, um die Szene festzuhalten, wie der Hai das „E“ in ein „F“ verwandelt. Die Verwirrung wird dadurch groß sein in der Unterwasserwelt, was die anfängliche Orientierungslosigkeit der „I-Männchen“ zum Ausdruck bringt. Dabei ist vor allem eins wichtig: Geduld. In einer langen Stuhlreihe sitzen die Kinder und warten ganz gespannt darauf, dass sie endlich dran sind. Es kann nämlich immer nur einer bzw. eine die Kamera bedienen oder den Fisch ein Stückchen weiter rücken. Die Kinder merken schnell, dass alles viel Arbeit ist und spitzen die Ohren, damit sie auch bloß keine Anweisung ihres Film-Teams verpassen. Bei „Foto!“ drückt das Kind an der Kamera den Auslöser und „Weiter!“ heißt, dass das Foto geschossen wurde und der oder die Nächste den Fisch weiter rücken kann.

Für die nächsten Stunden ist geplant, dass die Kinder sich in zwei Gruppen aufteilen, damit das Warten nicht zu lang wird. Die eine Gruppe bleibt bei der Kamera und die andere bastelt schon einmal Masken für die Real- Aufnahmen der Kinder. Außerdem soll alles noch vertont werden: die Tiere sprechen und die Bewegungen der Buchstaben, Meerestiere, Pflanzen und natürlich des Meeres werden ebenfalls aufgenommen.

Am Ende der Stunde wird das Ergebnis immer gemeinsam angeguckt. Jedes Mal sind die Kinder mächtig stolz auf ihren Film!

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