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Kulturelle Bildung Collage

Kulturelle Bildung

"Augenschmaus"

Projektleitung: Silke Bachner

Einrichtung: DASKinderhaus e.V.
Sparte: Bildende Kunst

Silke Bachner bezeichnet ihr Kunstprojekt "Augenschmaus", als eine "Wahrnehmungsreise" für die Kinder des Kinderhaus e.V.

Momentaufnahmen:
Die Kinder erforschen ihre alltägliche Umgebung und lernen Dinge in ihr zu sehen, die sie sonst nicht wahrnehmen würden.
So fotografieren sie Mülltonnen, Taschentücher, Flecke auf Tischen und Straßen, eine Gießkanne, ihre Jacken und vieles mehr.
Die Gegenstände auf den Fotos werden verziert und es entstehen lebendige Wesen aus ihnen. Aus den Fotos und den Zeichnungen werden Collagen, die den Dingen eine komplett andere Bedeutung geben. Eine große blaue Mülltonne wird zum Beispiel zu einem Monster mit Kulleraugen und scharfen Zähnen. Diese Bilder werden auf MDF-Platten aufgezogen und am Ende der Workshop-Reihe präsentiert. So wird nicht nur die Wahrnehmung der Kinder gefördert, sondern auch ihre Kreativität.
Diese Fähigkeiten stellen sie auch unter Beweis, indem sie bunte Masken aus Pappe bauen und in die Rolle der selbst kreierten Wesen schlüpfen. Auch diese Aktionen werden dokumentarisch mit einer Digitalkamera auf Fotos festgehalten, damit die Kinder den Prozess der Entstehung im Gedächtnis behalten und ihr Ergebnis später stolz ihren Eltern präsentieren können.

Figur aus verschiedenen Obstsorten

Bild: Lara Möhl

In einem weiteren Termin setzen sich die Kinder mit dem Thema "Foodart" auseinander.
Zur Verfügung stehen ihnen Obstteller mit Birnen, Äpfeln, Kiwis, Bananen, einer Ananas usw., um Tiere oder Gesichter aus dem Obst nachzustellen.
Um der Gruppe zu helfen, stellt Silke Bachner ihr Fragen wie: "Woran erinnert euch das Obst? Was kann das sein?". Und zeigt ihnen, wie man eine Ananas gestalten kann. In ihr sehen sie den Kopf einer Frau und gestalten ihn mit Augen aus Trauben, einer Nase aus einem Birnenstückchen und einem Mund aus einem Apfelstück. "Frau Ananas hat grüne Haare", stellt Tom (6) fest. Dann bekommt jedes Kind seinen eigenen Teller und kann ihn selbst designen oder Tiere daraus basteln und dabei naschen.

Im Gespräch mit den Kindern über die letzten Workshop-Angebote stelle ich fest, dass sie am liebsten malen. "Mir hat das mit den Fotos und dem Malen am besten gefallen", erzählt Marlen (6). Ludwig (5) mag "das Malen und Kleben" am liebsten.

Am Ende des Workshops werden ihre Ergebnisse wieder mit einer Kamera festgehalten. Mit einem vollen Bauch vom Naschen und nach einer liebevollen Verabschiedung, da es der letzte Workshop für sie war, stürmen die Kinder nach draußen.

Lara Möhl, FSJ

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