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Kulturelle Bildung Collage

Kulturelle Bildung

"Der Schnabelsteher"

Künstlerin: Britta Gundlach

Einrichtung: Kindertageseinrichtung Treibstraße
Träger: FABIDO, Stadt Dortmund
Kinder: 10 Kinder, 3 bis 5 Jahre
Sparte: Theater

Ausgangspunkt für das Theaterprojekt "Der Schnabelsteher" in der Kita Treibstraße, Dortmund Innenstadt-Nord, bildete die gleichnamige Geschichte von Rafik Schami: Ein kleiner Rabe bringt sich neben anderen Spielen zum Zeitvertreib das Schnabelstehen bei, erntet bei seiner Familie und seinen Freunden dafür aber nur Spott, im besten Fall Desinteresse. Als er den eitlen, stets bewunderten Pfau aufsucht, der mit seinem Radschlagen prahlt, scheitert dieser daran, sich auf den Schnabel zu stellen und bricht sich bei den erfolglosen Versuchen stattdessen einige Federn ab. Als der kleine Rabe mit einigen von diesen und seiner Geschichte heimkehrt, nehmen die anderen ihn liebevoll auf und beginnen damit, seine Schnabelsteher-Kunst zu schätzen.

Die Kinder malten und bastelten mit helfender mit Buntstiften ihre eigenen Tiere und Vögel.

Für das Stück wurden verschiedene Rollen verteilt, dazu zählten einige Raben, Spatzen, Bäume und der Pfau.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Kulturbüro

Die Künstlerin Britta Gundlach führte die Kinder hierbei zunächst spielerisch an das Thema heran, indem sie die Jungen und Mädchen nach Namen von Tieren und vor allem von Vögeln, die sie kennen, befragte und sie deren Geräusche und Laute nachmachen ließ. Auch die Bewegungen der Tiere und Vögel ahmten sie gemeinsam nach. Dadurch lernten sie, mit ihrem Körper kontrolliert umzugehen.

Unterstützt wurde der Lern- und Erinnerungsprozess durch Bilderbücher, in denen sie die Tiere nachschlagen und anschauen konnten. Anschließend malten die Kinder mit helfender Unterstützung der Künstlerin mit Buntstiften ihre eigenen Tiere und Vögel.

Darauf folgte die Verteilung der Rollen innerhalb des Stücks – dazu zählten einige Raben, Spatzen, Bäume und der Pfau.

Um sich mit den Figuren, die sie darstellten, besser identifizieren zu können, fertigte Britta Gundlach zudem Kostüme, welche die Kinder mitgestalten konnten. Auch für das Bühnenbild konnten die Kinder eigene Ideen mit einfließen lassen.

Die Bewegungen der Tiere und Vögel imitierten die Kinder gemeinsam

Das Vortragen der Geschichte sollte die Fantasie der Kinder anregen und ihnen die Vielfalt der Sprache auf praktische, spielerische Art aufzeigen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Kulturbüro

Schließlich begannen die Proben in einer kleinen Turnhalle der Einrichtung Treibstraße mit Text und Bewegung auf der Bühne. Britta Gundlach erzählte die Geschichte des kleinen Schnabelstehers wieder, leise begleitet von auf das Stück abgestimmter Musik, während die kleinen Schauspielerinnen und Schauspieler dazu ihre Rollen spielten.

Das Vortragen der Geschichte sollte die Konzentrationsfähigkeit stärken, die Fantasie der Kinder anregen und ihnen die Vielfalt der Sprache auf praktische, spielerische Art aufzeigen. Indem die Kinder die Rollen der Vögel einnahmen und vor anderen spielten, wurde außerdem ihr Selbstbewusstsein und das Einfühlungsvermögen in andere Personen gefördert.

Am Ende wurde das Stück vor Eltern, Erzieherinnen und Erziehern aufgeführt.

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