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Kulturelle Bildung Collage

Kulturelle Bildung

„Farbfiesta – kunterbuntes Farbenfest“

Künstler: Rafael Campañá Ochoa

Einrichtung: Familienzentrum Ährenkorn
Träger: Ährenkorn e.V.
Kinder: 10 Kinder, 4 bis 6 Jahre, 1 Kind von 9 Jahren
Sparte: Bildende Kunst

Drei Monate lang brachte Rafael Campañá Ochoa künstlerisches Leben in das Familienzentrum „Ährenkorn“, Dortmund Innenstadt-West. Er zeigte den Kindern den kreativen Umgang mit verschiedenen Materialien und vor allem mit Farben.

Kinder zaubern tolle Kunstwerke

Durch das Projekt lernten die Kinder verschiedenste Materialien sowie den Audruck von Farben kennen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Kulturbüro

Der kubanische Künstler führte sie ausgehend von dem Oberthema „Tier- und Pflanzenwelt“ zunächst an das Gestalten mit Ton heran, bevor er ihnen die Malerei mit Acrylfarbe auf Papier und Leinwand näherbrachte. Anschließend konnten sie selbstständig mit verschiedenen Werkzeugen wie Schwamm, Löffel oder Farbrolle experimentieren und die unterschiedlichen Techniken erfahren.

Aber auch schlichte Pappe und einfache Wasserfarben lernten die Kinder als Materialien kennen, mit denen sich tolle Kunstwerke zaubern lassen. So bemalten die Jungen und Mädchen große, einzeln aus Pappe ausgeschnittene Puzzleteile, die Rafael Campañá Ochoa zuvor gefertigt hatte, ehe sie diese dann zu einem großen Fisch zusammensetzten. Den Höhepunkt dieses Teils bildete schließlich die Idee des Künstlers, die Figur auf Holz zu übertragen. Zusammen mit den Kindern sägte er nach dieser Vorlage sorgfältig Puzzlestücke aus. Als Gesamtfigur schmückt dieser große, farbenfrohe Fisch aus Holz in Zukunft nun eine Wand der Kita Ährenkorn.

Kunstwerke von Kindern

Auf Pappe und mit Wasserfarben lernten die Kinder tolle Kunstwerke zu zaubern.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Kulturbüro

Im weiteren Verlauf bildete das Symbol der Schnecke die Basis für die Arbeiten. Die Kita selbst ist in Form eines Schneckenhauses gebaut. „Schutz, Rückzugsmöglichkeit und trotzdem Vorankommen, eben wie bei einer Schnecke“, erklärte Leane Lasaridis, Leiterin der Einrichtung, den Hintergrund dieser Idee. Ausgehend davon gestalteten die Kinder mit dem Künstler zwei Schnecken. Wie bei einem Positiv und einem Negativ wurde bei der einen das Gehäuse bunt gestaltet, bei der anderen der Hintergrund, so dass sie sich schließlich gegenseitig ergänzten. Die Farbgebung erfolgte über eine „Tropftechnik“. Dafür erhielten die Kinder verschiedene Acrylfarben, die sie mit großen Pinseln auf viele kleine, quadratische Leinwände tropfen ließen. So entwickelte sich eine spontan entstandene, kunterbunte Farbgebung, deren unruhiges Tropfmuster die Individualität und die Kreativität der Mädchen und Jungen widerspiegelt.

Zu guter Letzt wurden nun die noch freien, weißen Flächen innerhalb des Tropfmusters auf den Leinwänden bemalt, um das Kunstwerk noch farbenfroher und somit komplett zu machen. Auch diese beiden Schnecken zieren nun Wände in der Kita, neben vielen der einzeln entstandenen Bilder aus der Anfangsphase.

Durch das gesamte Projekt hindurch lernten die Kinder verschiedenste Materialien und den Umgang mit ihnen sowie die Wirkung und den Ausdruck von Farben kennen. Außerdem konnten sie so ihr kreatives Potenzial ausleben, ihr Selbstvertrauen stärken, aber auch das konzentrierte Arbeiten innerhalb eines kleinen Teams erfahren.

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