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Friedensplatz altes Stadthaus

Brauerei-Museum

Bild: Jesús González Rebordinos

Jahresabschluss

Kulturbetriebe schließen Wirtschaftsjahr 2016 ab

Nachricht vom 06.06.2017

Die Kulturbetriebe haben das Wirtschaftsjahr 2016 beendet. Sie weisen bei einem städtischen Zuschuss von 40,7 Mio. Euro einen Jahresverlust von 3,1 Mio. Euro aus.

Das Jahresergebnis ist vor allem geprägt durch die nicht gedeckten Abschreibungen (1,6 Mio. Euro), die real erwirtschafteten Einsparungen im Personalbereich (1,5 Mio. Euro) sowie durch einen höheren städtischen Zuschuss (1 Mio. Euro) und zweckbezogene Mehrerlöse im Drittmittelbereich (2,6 Mio. Euro). Die Produkt- und Leistungsplanung wurde voll erfüllt. Der Fortbestand der Einrichtung ist mangels ausreichender eigener Erträge und Einnahmen nur durch die rechtzeitige und ausreichende Bereitstellung von Finanzmitteln durch die Stadt Dortmund gewährleistet. Existenzgefährdende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar. Der Jahresabschluss ist vom zuständigen Wirtschaftsprüfer ohne Einschränkungen testiert.

Zu den Kulturbetrieben gehören das Kulturbüro, die Bibliotheken, die Museen, die Musikschule, das Dietrich-Keuning-Haus, die Volkshochschule, das Stadtarchiv und das Dortmunder U. Inhaltlich haben die acht Geschäftsbereiche Zeichen gesetzt. Rund 492 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter präsentierten Kultur- und Weiterbildungsangebote für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und des Umlands.

Das Kulturbüro

Das Kulturbüro setzte mit zahlreichen Partnern von der kommunalen bis zur internationalen Ebene ein umfangreiches Programm mit 429 Veranstaltungen und 23 Förderprogrammen mit insgesamt 257 Förderfällen in allen künstlerischen Bereichen um. Die Resonanz war mit 103.315 Besucherinnen und Besuchern bei Veranstaltungen und 225.927 bei den Förderprogrammen sehr positiv. Die Landesregierung zeichnete das Kulturbüro für sein kommunales Gesamtkonzept zur kulturellen Bildung erneut mit einem Preis aus.

Die Bibliotheken

Die Bibliotheken (Stadt- und Landesbibliothek, Institut für Zeitungsforschung und Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt) hatten 2016 ca. 710.000 Besucherinnen Besucher. In den Bibliotheken gab es fast 1.400 Veranstaltungen mit knapp 30.000 Besucherinnen und Besuchern. Die Medien der Bibliotheken wurden 1,8 Millionen mal ausgeliehen.

Die städtischen Museen

Die städtischen Museen, darunter MKK, Hoesch-Museum, Brauerei-Museum und das Westfälische Schulmuseum, zählten gut 76.500 Besucherinnen und Besucher mit einem breit aufgestellten Sonderausstellungs- und Veranstaltungsprogramm. Vor allem die 16. Dortmunder DEW21-Museumsnacht im September unter dem Motto "Kultur aktiv" sorgte für spannende Einblicke in die Sammlungen. Das Naturkundemuseum war 2016 wegen der Gebäudesanierung geschlossen, setzte sein museumspädagogisches Programm jedoch fort. Das Jahr stand für die Museen im Zeichen der Gesamtinventur der Sammlungen.

Für das junge Dortmund ist das Dortmunder U zu einem beliebten Treff- und Anlaufpunkt geworden: Fast die Hälfte der Besucherinnen und Besucher ist unter 29 Jahre alt. Die Zahl von Wiederholungsbesucherinnen und -besuchern steigt. Überregional ist der Bekanntheits- und Wirkungsgrad des U weiter gestiegen, besonders die WDR-Fernsehdokumentation "Geheimnis Dortmunder U". Insgesamt wurden 137.332 Besuche verzeichnet. Die Sonderausstellung des Museums Ostwall "Ich bin eine Kämpferin. Die Frauenbilder der Niki de Saint Phalle" entwickelte sich zur bisher bestbesuchten Schau im U.

Die Musikschule

Die Musikschule gestaltete den Wandel des Landesprogramms Jeki zu "JeKits" – beinah alle Grundschulen haben die Zusammenarbeit fortgesetzt, so dass Kinder unabhängig von ihrer Herkunft weiterhin die Chance haben, eines von 26 Instrumenten zu erlernen.

Das Dietrich-Keuning-Haus

Das Dietrich-Keuning-Haus zählte 200.000 Besucherinnen und Besucher aller Kulturen und Generationen. Dabei wurden insbesondere Integrationsangebote für Flüchtlinge qualitativ weiterentwickelt.

Die Volkshochschule

In der Volkshochschule fanden 307 Veranstaltungen mit über 4.100 Teilnehmenden in 35.900 Unterrichtsstunden statt. Das Stadtarchiv haben 16.771 Bürgerinnen und Bürger für Recherchen genutzt, rund 950 kamen zu den Vortragsveranstaltungen.