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Kinderhände

Deutsches Kochbuchmuseum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): MKK

Projekte und Kooperationen

Das Deutsche Kochbuchmuseum entwickelt und begleitet thematisch passende Projekte:

Projekte und Kooperationen (aktuell)

Kochen für alle Fälle: Wettbewerb für ein "Notfallkochbuch" – Jury tagt mit Dortmunder Beteiligung

Bei einem bundesweiten Rezeptwettbewerb wurden im vergangenen Jahr über 500 Rezepte für ein „Notfallkochbuch“ eingereicht. Eine sechsköpfige Expert*innen-Jury macht sich nun daran, die 50 besten zur Veröffentlichung im Kochbuch auszuwählen. Mitglied in der Jury ist auch MKK-Mitarbeiterin Corinna Schirmer, zuständig fürs Deutsche Kochbuchmuseum.

Zur Jury gehören außerdem Prof. Lars Gerold (FU Berlin), Anja Halveland (Verlagsmitarbeiterin im Bereich Essen & Trinken), Christian Löllgen (Malteser Hilfsdienst), Rafael Pranschke (Foodatelier) und Dr. Tanja von Seelen (Kontor für Kunst, Text, Produktion).

Das Projekt „Notfallkochbuch“ soll zur Stärkung der Resilienz der Bevölkerung bundesweit beitragen, um „für alle Fälle“ vorbereitet zu sein. Bei dem Namen „Notfallkochbuch“ handelt es sich zurzeit allerdings noch um einen Arbeitstitel. Das Kochbuch wird neben den von der Jury bewerteten Gewinner*innen-Rezepten aus dem Wettbewerb auch Beiträge von Expert*innen enthalten, etwa zum Haltbarmachen von Lebensmitteln oder zur alternativen Kochausstattung. Es ist eine Initiative der folgenden Organisationen, die gemeinsam den Katastrophenschutztag des Landes NRW am 2. Oktober 2021 in Bonn vorbereiten:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Bonn, Arbeiter- Samariter- Bund Bonn, Deutsches Rotes Kreuz Ortsverband Bonn, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bonn, Malteser Hilfsdienst Bonn, Johanniter Unfallhilfe Bonn, Technisches Hilfswerk Ortsverbände Bonn und Beuel.

Mehr zum Projekt sowie erste Beispielrezepte unter

Forschungsprojekt "Verdinglichung des Lebendigen: Fleisch als Kulturgut (kurz: "Fleischwissen")"

Das Verbundprojekt "Fleischwissen" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und befasst sich im Sinne einer Verdinglichung des Lebendigen mit dem Kulturgut "Fleisch".

Entlang der Produktionskette von Fleisch- und Wurstwaren lässt sich ein Prozess nachvollziehen, im Zuge dessen das Objekt Fleisch „seine Sprache findet“ und durch verschiedene Akteure und Handlungen, Orte und Objekte eine spezifische Dingbedeutsamkeit erhält. Es soll gezeigt werden, wie Tiere zu Lebensmitteln werden. Dabei geraten auch Instrumente und Orte der Zerlegung, der Zubereitung und des Konsums in den Blick: Wie stützen, präzisieren und kontextualisieren sie unser Wissen? Inwieweit verweisen sie selbst reziprok auf heterogene Akteure, Praktiken und Wissen? Und auf welche Weise prägen sie schließlich den Umgang mit Tier und Fleisch in unserer Gesellschaft?

Bereits abgeschlossene Projekte und Kooperationen

Eindruck vom forschungsorientierten Kochevent

Koch-Event in Dortmund: "Wie das Schwein auf den Teller kommt"

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Verdinglichung des Lebendigen: Fleisch als Kulturgut“ untersucht Corinna Schirmer M. A. im Teilprojekt „Fleischliteratur“ am Deutschen Kochbuchmuseum den Wandel von „Fleischwissen“ im Spiegel von Kochbüchern seit dem frühen 19. Jahrhundert. Dr. Lars Winterberg (TP „Fleischpfade“, Universität Regensburg) ethnografiert das Leben eines Wurfs Schweine – von der Abferkelbucht bis zum Teller. In Kooperation mit der VHS Dortmund luden das Deutsche Kochbuchmuseum und die Universität Regensburg nun am 05.08.2020 zu einem forschungsorientierten Koch-Event:

Elf Teilnehmer*innen bereiteten unter Anleitung von BBQ-Europameister Karsten Burzinski verschiedene Fleischsorten zu und kamen dabei mit den Forscher*innen über Tierhaltung, Fleischproduktion und -konsum, über Einkauf, Bevorratung und Konservierung, Zubereitung, Kochen und Verzehrsituationen ins Gespräch. Die Verbraucher*innen gaben so exemplarische Einblicke in die Bewertung und den Konsum von Fleisch im 21. Jahrhundert und konnten im gleichen Zuge ihr „Fleischwissen“ erweitern und Kostproben mit nach Hause nehmen.

Bild mit traditionellem Klößeessen

Kulturrucksack NRW: "Food-Fotografie für Jugendliche"

Bei diesem Projekt im Rahmen des Projekts Kulturrucksack NRW untersuchte eine Gruppe von Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren Definitionen von Alltags- und Festspeisen, lernte praktische Grundlagen der Food-Fotografie kennen und erstellte Bilder von Mahlzeiten in ihrer persönlichen Umwelt. Die Ergebnisse der Gruppe waren vom 2. bis 21. Februar 2013 in einer Ausstellung im Inneren Foyer des Museums für Kunst und Kulturgeschichte zu sehen.

Herstellung von Hirsebrei

Alle Welt: Im Museum: "Wie kommt mein Lieblingsessen auf den Teller?"

In Zusammenarbeit mit dem Verein Africa Positive entstand dieses Eltern-Kind-Projekt im Rahmen des Programms „Alle Welt: Im Museum“. Dabei trafen sich 15 Erwachsene aus 9 Nationen und 30 Kinder zwischen 0 und 14 Jahren, die sich der afrikanischen Community zugehörig fühlen, zu einem spielerischen Austausch hinsichtlich des Wissens um die Entstehung, Verarbeitung und den Konsum von Lebensmitteln.

Titelbild vom Flyer "Stadtgespräche im Museum"

Stadtgespräche im Museum: "Foodways – Vom Kulinarischen und seiner Moral"

Im Jahr 2014 stand die Vortragsreihe "Stadtgespräche im Museum" des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund unter dem Motto "Foodways" und widmete sich damit der Rolle der menschlichen Ernährung in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen – von der mittelalterlichen Küche bis zur Bratwurst im Fußballstadion. Insgesamt 13 Vorträge zeigten wissenschaftliche Forschungsansätze und Herangehensweisen an diesen Themenbereich.

So wurden beispielsweise "Die Küche als Raum" oder "Kochbücher als historische Dokumente" in der kulturhistorischen Forschung behandelt.

Bibliothek des Deutschen Kochbuchmuseums

Das Kochbuchmuseum als Leihgeber

Auch während seiner vorübergehenden Schließung fungiert das Kochbuchmuseum weiterhin als Leihgeber. Entsprechende Exponate ließen sich beispielsweise in der Wanderausstellung "Campingkult(ur). Sehnsucht nach Freiheit, Licht und Luft" des LWL-Museumsamtes für Westfalen von Juni 2013 bis Oktober 2014 in verschiedenen Orten der Region bewundern. Im Verbundprojekt "1914 – Mitten in Europa. Das Rheinland und der Erste Weltkrieg" des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) waren ausgewählte Kriegskochbücher zu sehen. Auch die LWL-Wanderausstellung "Darf’s ein bisschen mehr sein? Von Fleischverzehr und Fleischverzicht", die vom 21. März bis zum 10. Mai 2015 ihren Auftakt im Museum für Kunst und Kulturgeschichte hat, präsentiert Leihgaben aus der historischen Bibliothek.

Deutsches Kochbuchmuseum